Zwei Nachwuchs-Killerinnen räumen in BABY ASSASSINS mit Fäusten und Knarren in der japanischen Unterwelt auf – ein actionreicher, blutiger und irrwitziger Genremix mit beeindruckenden Martial Arts Szenen!
.INHALT.
Die sexy-verpeilte Chisato (Akari Takaishi) und die kampfbegabte, schüchterne Mahiro (Saori Izawa) haben es faustdick hinter den Ohren, denn sie arbeiten nach ihrem Schulabschluss als Auftragskiller. Dabei richten sie regelmäßig eine Menge Chaos an. Als sie sich dann auch noch mit einem mächtigen Gangsterboss anlegen, eskaliert die Situation und die beiden Baby Assassins müssen sich durch scharenweise Yakuza schnetzeln, um ihre Haut zu retten.
.KRITIK.
Stellt euch vor, John Wick besucht die High School, macht seinen Abschluss und startet als Freelancer durch. Spezialgebiet: Auftragsmord. Klingt schon ziemlich verrückt, aber einen durchaus kurzweiligen Eindruck davon können wir dank des japanischen Export BABY ASSASSINS gewinnen. Hier wissen sich die beiden Teenager Chisato und Mahiro nicht so wirklich viel mit ihrer Zeit anzufangen und werden kurzerhand zu Auftragskillern. Doch der Einstieg ins Business ist nicht gerade einfach. Sie haben mit allerhand Vorurteilen und Problemen zu kämpfen. Die Geschichte von Anfang bis Ende ist hanebüchen – aber unterhaltsam. Auch so überrascht der Film an der einen oder anderen Stelle.
Er schafft es gekonnt, brutale Action, humorvolle Momente und eine subtile gesellschaftliche Kritik zu vereinen. Dies mag man anfangs gar nicht erwarten, doch das funktioniert schon ganz gut. Allerdings gibt es weniger Action, als der Trailer oder zahlreiche Kritiken vermuten lassen. Aber keine Sorge: es wird dennoch genug davon geboten und das in herausragender Qualität.
Das liegt zum einen auch an den beiden Hauptdarstellerinnen. Die beiden spielen überzeugend und die Chemie stimmt. Auch in ruhigeren Phasen halten sie so den Film bis zur nächsten Eskalationsstufe am Leben.
Die gesellschaftliche Kritik bleibt eher im Hintergrund. Wenn man nicht mit dem Leben in Japan im Jahr 2021 vertraut ist, wird man sie vielleicht nicht bemerken. Gerade der europäische Zuschauer dürfte diese eher nicht ins Auge fallen. Doch es sei kur erklärt, was Regisseur und Drehbuchautor Yugo Sakamoto hat einfließen lassen. Es geht vor allem auch um ein tieferes Verständnis für die Herausforderungen junger Menschen, die nicht nur Erwachsen werden, sondern sich auch wachsenden Problemen konfrontiert sehen müssen. Auch wenn wir Japan als modernes und fortschrittliches Land sehen, so wird der Aktionsradius für junge Menschen immer kleiner. Sie müssen oft niedere Arbeiten annehmen, um über die Runde zu kommen. Steigende Kriminalität und sogar Selbstmord spielen eine bedeutende Rolle in diesem Konstrukt. Auch wenn dies im Film durchaus spürbar ist, so bleibt der Fokus überwiegend auf den Geschwistern, die sich noch weiteren Herausforderungen stellen müssen.
Sakamoto schafft es hier eine gute Balance aus Ernsthaftigkeit, Unterhaltung und Kampfkunst zu kreieren. Dadurch wirkt der Film nicht aufgesetzt und auch Klischees haben es hier schwer, sich vollends zu entfalten. Auch wenn er ansonsten inhaltlich eher durchschnittlich bleibt, so liegt seine Stärke bei den Schwestern, die Choreografien und einem mitreißenden Soundtrack.
.FAZIT.
Insgesamt ein Muss für Actionfans, Comedy-Liebhabern und Freunden des ausländischen Films. Der Film macht vieles richtig und dürfte für einige zu einem Geheimtipp avancieren. Auch wenn er inhaltlich kein Meilenstein ist, so hat er seine Schauwerte, die ihn zu einen echten Hit machen.
| Originaltitel | Beibî warukyûre |
| Produktionsland/-jahr | Japan 2021 |
| Laufzeit | 95 min |
| Genre | Komödie, Action, Drama |
| Regie | Yugo Sakamoto |
| Drehbuch | Yugo Sakamoto |
| Kamera | Moritada Iju |
| Kino | – |
| Home Entertainment | 29. September 2023 |
| Verleih | Busch Media Group |

