In CATCH THE KILLER muss Shailene Woodley einen Attentäter stoppen, der in der Silvesternacht wahllos 29 Menschen hingerichtet hat. Wird sie den Mörder am Ende stoppen können?
.INHALT.
Während der Silvesterfeierlichkeiten in Baltimore erschießt ein Scharfschütze von einem Hochhausbalkon 29 Menschen. Als die junge Polizistin Eleanor (Shailene Woodley) an den Schauplatz dieses brutalen Verbrechens gerufen wird, erkennt FBI-Agent Lammark (Ben Mendelsohn), dass die psychisch vorbelastete Kollegin die einzige zu sein scheint, die sich in den unbekannten Killer hineinversetzen kann. Deshalb will er sie, trotz ihrer Unerfahrenheit, spontan in seiner Sondereinheit haben, die den Amokschützen schnellstmöglich fassen soll. Ein verzweifelter Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Während sich die Ermittler:innen noch mit falschen Spuren und internen Kompetenzstreitigkeiten herumschlagen, richtet der unberechenbare Täter ein weiteres Blutbad in einem Einkaufszentrum an. Der Druck auf das Fahndungsteam wächst. Wird es Eleanor gelingen, die Dämonen ihrer eigenen dunklen Vergangenheit zu überwinden und den rätselhaften Massenmörder aufzuspüren, bevor er noch weitere Menschen auf dem Gewissen hat?
.KRITIK.
Gefühlt war es in den letzten Jahren ruhiger um Shailene Woodley geworden, dabei war die Schauspielerin aktiver denn je. Nach dem sie drei Teile der Romanverfilmung Die Bestimmung zu Ende gebracht hat, ist sie solide in Produktionen vertreten gewesen, die jetzt nicht in der großen Aufmerksamkeit gebadet haben. Aber: sie war fleißig und hat weiter an ihrer Karriere gearbeitet. Und Talent hat sie.
Dieses kann sie im spannungsgeladenen Thriller CATCH THE KILLER einmal mehr unter Beweis stellen. Aber ich muss an dieser Stelle auch gestehen, dass ich anfangs mit mir kämpfen musste. Woodley in der Rolle einer knallharten Polizistin schien für mich unpassend. Doch ich habe dazu gelernt: urteile nicht vorschnell. Sie wuchs mir richtig ans Herz und sie macht ihren Job unfassbar gut. Emotional, wie auch inhaltlich trägt sie diesen überraschend langsam erzählten Film. Doch langsam ist hier kein Negativpunkt.
Regisseur Damián Szifron schafft es, mit fesselnden Szenen und Situationen alles am Laufen zu halten. Seine Regieführung ist präzise und obwohl viele Szenen und Dialoge mehrdeutig sind, fügt sich der Film wie ein altmodischer Psychothriller zusammen. Es kommen nicht selten auch Vergleiche zu bekannten Hit-Serien wie C.S.I. an dieser Stelle und das ist auch richtig. Es wirkte wie eine Filmversion einer besseren Episode von Criminal Minds – ohne den typischen Hollywood-Glanz. Dieser Film hat seinen ganz eigenen Glanz.
Die Handlung ist zwar nichts Revolutionäres, bietet aber zur richtigen Zeit genug Spannung. Sie vermag es das Interesse an den Charakteren zu wecken und bietet bei fast zwei Stunden Laufzeit genügend Spannung sowie Abwechslung, dass der Film unglaublich kurzweilig ist. Angesichts der begrenzten Auswahl an unterhaltsamen Thriller- beziehungsweise Polizeifilmen ist dieser Film definitiv eine Empfehlung und ein Gewinn.
.FAZIT.
Anfangs war ich mir unsicher. Ich stellte mir die Frage: Funktioniert Woodley als Polizistin, die Jagd auf einen Scharfschützen macht? Ich kann reinen Gewissens sagen: JA! Emotional, physisch und inhaltlich trägt sie den Film und gibt ihm die notwendige Tiefe. Es fühlt sich nicht wie ein klassischer Hollywoodstreifen an, denn Szifron hat hier einen ganz eigenen Stil verfolgt, der mich irgendwie auch an den Klassiker Nachtfalken von 1981 erinnert. Spannend, kurzweilig, sehr gut gespielt. Absolut sehenswert!
| Originaltitel | Catch the Killer |
| Produktionsland/-jahr | USA, Kanada 2023 |
| Laufzeit | 119 min |
| Genre | Action, Krimi, Drama |
| Regie | Damián Szifron |
| Drehbuch | Damián Szifron, Jonathan Wakeham |
| Kamera | Javier Julia |
| Kino | 5. Oktober 2023 |
| Home Entertainment | 19. Januar 2023 |
| Verleih | TOBIS |

