ROSEMARY’S BABY | Die meisterhafte Inszenierung eines Unheils

In Roman Polanskis klassischem Horrorfilm ROSEMARY’S BABY, wird eine junge Frau schwanger und entdeckt kurz darauf, dass ihr Ehemann und ihre Nachbarn in eine düstere Verschwörung verstrickt sind, die ihr ungeborenes Kind betrifft, und sie muss alles daran setzen, die Wahrheit ans Licht zu bringen, bevor es zu spät ist.

.INHALT.

Rosemary (Mia Farrow) und Guy Woodhouse (John Cassavetes) sind frisch verheiratet. Doch Rosemary ahnt nicht, dass ihrem Eheglück schon bald ein entsetzliches Ende bevorsteht. Ihr Ehemann, ein ambitionierter, aber erfolgloser Schauspieler, ist dabei, sie in einen Abgrund des Schreckens jenseits aller Vorstellungskraft zu stürzen. Um endlich Erfolg zu haben, schließt Guy einen Pakt mit dem Teufel und ist bereit, seine Seele und auch seine Frau aufs Spiel zu setzen. Während Rosemarys Schwangerschaft wird ihr Ehemann immer seltsamer, die Nachbarn (Sidney Blackmer und Ruth Gordon) werden immer besitzergreifender und ihr alltägliches Leben wird zum surrealen Albtraum. Langsam begreift sie, dass der Samen des Bösen in ihr heranreift …

©️ Paramount Home Entertainment

.KRITIK.

Roman Polanskis Meisterwerk ROSEMARY’S BABY aus dem Jahr 1968 ist ein zeitloser Klassiker des Horrorfilms, der auch heute noch seine unheimliche Wirkung entfaltet. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Ira Levin und bietet eine meisterhafte Mischung aus psychologischem Horror und subtilem Grusel.

Die Handlung des Films dreht sich um das junge Ehepaar Rosemary (gespielt von Mia Farrow) und Guy Woodhouse (gespielt von John Cassavetes), die in ein altes New Yorker Apartment ziehen. Schnell erfahren sie, dass ihre Nachbarn, besonders das mysteriöse Ehepaar Castevet (dargestellt von Ruth Gordon und Sidney Blackmer), seltsam und beunruhigend sind. Als Rosemary schwanger wird und merkwürdige Vorfälle zu nehmen, beginnt sie zu vermuten, dass es eine dunkle Verschwörung gibt, die mit ihrem ungeborenen Kind im Zusammenhang steht.

Was Rosemary’s Baby so besonders macht, ist die meisterhafte Inszenierung von Roman Polanski. Er baut eine beklemmende Atmosphäre auf, die von Anfang bis Ende anhält. Die Kameraarbeit, der Einsatz von Musik und die schauspielerischen Leistungen sind im Zusammenspiel herausragend. Mia Farrow brilliert in ihrer Rolle als Rosemary und vermittelt die zunehmende Verzweiflung und Angst ihrer Figur auf beeindruckende Weise. Ruth Gordon als Nachbarin Minnie Castevet ist ebenso bemerkenswert und erhielt für ihre Leistung einen Oscar.

Rosemary’s Baby ist ein Paradebeispiel für subtilen Horror, der mehr auf psychologischen Grusel setzt als auf übermäßige Gewaltdarstellungen. Die Angst entsteht aus der ständigen Unsicherheit darüber, was real ist und was nicht. Der Film spielt geschickt mit den Ängsten vor Schwangerschaft und Geburt, vor Nachbarn und vermeintlich freundlichen Menschen, die sich als das genaue Gegenteil herausstellen. Zudem behandelt der Film auch Themen wie Kontrolle, Glaube und die Rolle der Frau in der Gesellschaft. Er ist reich an Symbolik und Metaphern, was zu zahlreichen Interpretationen einlädt.

.FAZIT.

Rosemary’s Baby hat über die Jahre hinweg seinen Status als Klassiker des Horrorgenres behalten und beeinflusst immer noch Filmemacher und Schriftsteller. Dieser Film ist ein Muss für alle Horrorfans und ein Meisterwerk, das sich auch nach Jahrzehnten immer noch frisch und beunruhigend anfühlt.



OriginaltitelRosemary’s Baby
Produktionsland/-jahrUSA 1968
Laufzeit137 min
GenreDrama, Horror
RegieRoman Polanski
DrehbuchRoman Polanski, Ira Levin (Buch)
KameraWilliam Fraker
Kino17. Oktober 1968 (Westdeutschland)
Home Entertainment1. November 2004 (DVD-Erstveröffentlichung)
VerleihParamount Home Entertainment

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