Nehmen Sie sich in Acht! In DIE NACKTE KANONE kommt es schlimmer, als Sie denken. Leslie Nielson versucht als Lt. Frank Drebin – das Chaos in Person – ein Attentat auf die Queen zu verhindern.
.INHALT.
Frank Drebin (Leslie Nieslen) ist Polizist einer US-Spezialeinheit. Sein Job: Für Gerechtigkeit sorgen und Schurken einbuchten. Der angekündigte Besuch von Queen Elisabeth II. versetzt nicht nur die Bürgermeisterin, sondern auch die Polizei in erhöhte Alarmbereitschaft. Dies ist auch dringend nötig, denn der Schurke Vincent Ludwig (Ricardo Montalban) hat vor, ein Attentat auf die Königin ausführen zu lassen. Als Drebin ihm mehr aus Zufall als geplant auf die Pelle rückt, setzt Ludwig kurz entschlossen seine sexy Mitarbeiterin Jane Spencer (Priscilla Presley) auf den vertrottelten Cop an…

.KRITIK.
Die 80er-Jahre waren aus Filmsicht ein wildes und zugleich wegweisendes Jahr. Kultreihen fanden hier ihre Geburtsstunde. Ghostbusters, Stirb langsam oder Terminator gehören zu den größten Exportschlagern dieser Zeit. Heute gelten sie als Kult. Doch wenn man all diese Franchises aufzählt, darf eine hier auch nicht fehlen: DIE NACKTE KANONE – die Mutter aller Parodien. 1988 begann die urkomische Reise von Leslie Nielsen als Lt. Frank Drebin und sollte noch in zwei weiteren Teilen weitere Zuspitzung finden.
Die nackte Kanone ist ein zeitloser Klassiker des komödiantischen Genres, der sich durch seine schiere Absurdität und seinen einzigartigen Humor weltweit eine große Fangemeinde geschaffen hat. Ich selbst zähle dazu, der den Film beziehungsweise die ganze Reihe gefühlt 100-mal gesehen hat. Unter der Regie von David Zucker und mit Leslie Nielsen in der Hauptrolle bietet der Film eine unvergessliche Parodie auf das Kriminalgenre.
Die Handlung des Films dreht sich um den trotteligen Polizisten Frank Drebin, der sich in die Ermittlungen eines Mordes an einem Kollegen verstrickt. Dabei stolpert er von einer skurrilen Situation zur nächsten, ohne dabei seinen unerschütterlichen Optimismus zu verlieren. Leslie Nielsen brilliert in der Rolle des Drebin und verkörpert den liebenswerten Tollpatsch mit einer bemerkenswerten Leichtigkeit und Komik. Der Film markiert dabei auch seinen weltweiten Durchbruch. Denn der eigentlich vorrangig im nordamerikanischen Raum bekannte Schauspieler wird mit Die nackte Kanone auch hierzulande und im Rest der Welt zu einem gefeierten Superstar.
Was Die nackte Kanone besonders macht, ist seine Fähigkeit, verschiedene Klischees und Stereotypen des Kriminalgenres aufzugreifen und sie gnadenlos zu übertreiben. Von absurden Verfolgungsjagden bis hin zu sinnlosen Dialogen, der Film lässt keine Gelegenheit aus, sich über die Konventionen des Genres lustig zu machen. Dabei gelingt es ihm, nicht nur die Filme, sondern auch die gesamte Kultur des Kriminalgenres zu parodieren und auf gut Deutsch durch den Kakao zu ziehen.
Darüber hinaus hat Die nackte Kanone einen beträchtlichen Einfluss auf die Welt der Parodien von Filmen und Serien ausgeübt. Er legte den Grundstein für eine ganze Reihe von Filmen, die sich über bekannte Genres und Werke lustig machen, und prägte das Genre der Slapstick-Komödie maßgeblich. Das wohl prominenteste Beispiel ist die Scary Movie-Reihe. Die absurden, oft surrealen Elemente des Films haben zahlreiche Regisseure und Drehbuchautoren inspiriert und dazu ermutigt, ähnliche Ansätze in ihren eigenen Werken zu verfolgen.
.FAZIT.
Die nackte Kanone ist Kultkino durch und durch. Auch nach fast 40 Jahren hat der Film kaum an Faszination eingebüßt. Wenn es Filme schaffen, nach so langer Zeit noch immer zu unterhalten und Personen wie mich, die den Film unzählige Male gesehen haben, zum Lachen zu bringen, dann hat man es geschafft. Mit seiner unverwechselbaren Mischung aus Slapstick-Humor, cleveren Wortspielen und überspitzten Charakteren bleibt der Film ein Paradebeispiel für gelungene Parodien von Filmen und Serien.
| Originaltitel | The Naked Gun: From the Files of Police Squad! |
| Produktionsland/-jahr | USA 1988 |
| Laufzeit | 85 min |
| Genre | Komödie, Krimi |
| Regie | David Zucker |
| Drehbuch | Jerry Zucker, Jim Abrahams, David Zucker |
| Kamera | Robert Stevens |
| Kino | 27. April 1989 (Westdeutschland) |
| Home Entertainment | 1. August 1991 (VHS) |
| Verleih | Paramount Home Entertainment |
