MEAN GIRLS – DER GIRLS-CLUB | Überleben an der High School

Queen-Bee Regina George und ihre „Plastics“-Clique kehren in MEAN GIRLS – DER GIRLS CLUB an die North Shore High zurück und sorgen dafür, dass die Rangordnung des Highschool-Dschungels weiterhin eingehalten wird. 20 Jahre nach der Premiere des kultverdächtigen Originals beeindruckt eine neue Generation talentierter Darsteller:innen in den ikonischen Rollen der bissigen Schüler:innen, die weiterhin mittwochs Pink tragen, aber nun auch mit ihrer Präsenz in den sozialen Medien und kunterbunten Gesangseinlagen frischen Wind in die bekannten Hallen bringen.

.INHALT.

Direkt an ihrem ersten Schultag wird Cady (Angourie Rice) von den „Plastics“ – einer elitären Clique einflussreicher und beliebter Mädchen, angeführt von der skrupellosen Alpha-Blondine Regina George (Reneé Rapp) und ihren treuen Untergebenen Gretchen (Bebe Wood) und Karen (Avantika) – an der Spitze der sozialen Nahrungskette willkommen geheißen. Als sie jedoch den großen Fehler begeht, sich in Reginas Ex-Flamme Aaron (Christopher Briney) zu verlieben, beginnt ein wahrer Zickenkrieg. Während Cady mithilfe der verstoßenen Außenseiter:innen Janis (Auliʻi Cravalho) und Damian (Jaquel Spivey) einen fiesen Rachefeldzug plant, um die hinterhältige Plastic-Bitch zur Strecke zu bringen, muss sie lernen, sich im Highschool-Dschungel selbst treu zu bleiben.

©️ Paramount Home Entertainment

.KRITIK.

2004 hat Comedian Tina Fey mit Girls Club – Vorsicht bissig! das Drehbuch zu einem unverkennbaren (und potentiellen) Kultstreifen geschrieben, dass nicht nur mit eine gewissen Ernsthaftigkeit das High School-Leben in den USA porträtiert – mit all seinen Problemen – sondern auch mit der richtigen Prise Humor dem Ganzen die Schwere nimmt. Der Film hat in seiner Gänze unterhalten. Der Erfolg des Films hat des Weiteren dazu geführt, dass die Geschichte sogar eine Musical-Adaption bekam. Auch dieser Schritt war von Erfolg gekrönt. Und wie heißt es so schön: aller guten Dinge sind drei. Die Adaption der Adaption hat es nach 20 Jahren nun auf die große Leinwand geschafft. Jetzt stecken Film und Musical in einer Haut. Das Ergebnis: MEAN GIRLS – DER GIRLS-CLUB – ein musikalisches Remake mit altbekannten Charakteren und einem Hauch „wie neu“.

Die grundlegende Handlung ist gleich. Erzählt wird die Geschichte eines Mädchens, das zu Hause in Afrika unterrichtet wurde und dann in die USA zurückkehrt, um sich den Herausforderungen der High School zu stellen, in einer Cliquen zu überleben und dessen Popularität zu verstehen.

Das Regie-Duo Samantha Jayne und Arturo Perez Jr. haben das von Tina Fey aufgefrischte Drehbuch schließlich verfilmt und herausgekommen ist ein „Remake“, dass wir nicht zwangsläufig gebraucht haben, aber dessen Vibe ansteckend und erfrischend ist.

Mean Girls – Der Girls-Club als Musical zu inszenieren und damit in prominente Fußstapfen zu treten, ist gewagt, aber hier durchaus gelungen. Und das sagt der, der eigentlich lange Musik- und Gesangspassagen in Filmen nicht sonderlich mag. Aber Reneé Rapp, Avankita und Bebe Wood glänzen und stehen in Konkurrenz zu oder übertreffen sogar „The Plastics“ aus dem Original in gewisser Weise. Angourie Rice liefert eine solide Leistung, wenn auch weniger überzeugend als Lindsay Lohan damals, und Christopher Briney schlägt sich hier wacker. Die gesamte Besetzung weckt Erinnerungen und hat noch immer den Charme des Originals. Hardcore-Fans dürften aber Anpassungsprobleme mit dem Film haben.

Verglichen mit dem Original von 2004 mag Mean Girls – Der Girls-Club nicht ganz die Tiefe erreichen, aber er bringt dennoch frischen Wind in die Geschichte. Einige Szenen und Songs übertreffen durchaus das Original. Obwohl die Handlung oft vorhersehbar ist (oh, Überraschung!), gelingt es dem Remake, durch seine modernen Interpretationen und die starke musikalische Präsentation zu überzeugen.

Die Sets, Kleidung und Requisiten sind cool und fangen die Atmosphäre der High School perfekt ein, ähnlich wie im Originalfilm. Fans des Originals werden sicherlich die Vergleiche ziehen, aber Mean Girls – Der Girls-Club hat genug eigene Identität, um als eigenständiges Werk zu bestehen.

.FAZIT.

Mean Girls – Der Girls-Club haben wir nicht wirklich gebraucht, aber freuen uns dafür umso mehr, dass er da ist. Fans von schrillen Musicals und einer ordentlichen Portion Humor kommen hier voll auf ihre Kosten. Mit Sicherheit werden diejenigen, die das Original von 2004 kennen und lieben, den einen oder anderen Vergleich ziehen und nicht in Gänze zufrieden sein, aber das Gesamtwerk besitzt genügend Unterhaltungspotential, um sich hier würdig zu präsentieren. Es macht Spaß, selbst mir, der wie gesagt solche Filme nicht präferiert.



OriginaltitelMean Girls
Produktionsland/-jahrUSA 2024
Laufzeit112 min
GenreKomödie, Musical
RegieSamantha Jayne, Arturo Perez Jr.
DrehbuchTina Fey
KameraBill Kirstein
Kino25. Januar 2024
Home Entertainment2. Mai 2024
VerleihParamount Home Entertainment

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