PREY | Jagdfieber in der nordamerikanischen Prärie

PREY ist ein Action-Thriller und Teil des „Predator“-Franchise, der in der Welt der Comanchen vor über 300 Jahren spielt. Hier muss sich die mutige Naru einen hochentwickelten außerirdischen Raubtier stellen, um ihr Volk zu schützen.

.INHALT.

Nordamerika, 1719: Die Comanchen führen ein friedliches Leben in der Prärie – eine von ihnen, die wilde Kriegerin Naru (Amber Midthunder), wuchs im Schatten einiger der legendärsten Jäger der Great Plains auf. Als ihr Lager bedroht wird, muss die junge Naru in die Fußstapfen ihrer ehrenwerten Vorfahren treten und macht sie sich auf den Weg, um ihr Volk zu schützen. Die Bedrohung, entpuppt sich als ein hochentwickeltes außerirdisches Raubtier mit einem technischen Arsenal neuen Ausmaßes, was zu einem bösartigen und erschreckenden Showdown zwischen Naru und dem unbekannten Wesen führt.

©️ Walt Disney Studios Home Entertainment

.KRITIK.

PREY, der neuste Film der Predator-Reihe entstand unter der Regie von Dan Trachtenberg und bringt frischen Wind in das etwas eingestaubte Franchise. Nachdem Predator – Upgrade 2018 eher für gemischte Gefühle sorgte, kann sich das Prequel Prey mehr als positiv sehen lassen. Der Film entführt uns ins Jahr 1719 irgendwo in der Prärie von Nordamerika. Hier folgt die Handlung Naru, einer jungen Kriegerin des Comanche-Stammes, die sich beweisen möchte und ihre Chance dazu schneller bekommt als sie dachte. Ein Außerirdischer, der Predator, hat kurzerhand das Revier der Comanchen als Jagdrevier für sich beansprucht und bringt alles zur Strecke, was nicht bei drei auf dem Baum ist.

In der Rolle von Naru glänzt eine toughe Amber Midthunder, die Narus Mut und Entschlossenheit mitreißend darstellt. Der Film stellt ihre Entwicklung zur furchtlosen Jägerin in den Vordergrund, unterstützt von einem authentischen und respektvollen Blick auf die Comanche-Kultur. Die Nebencharaktere, vor allem aus Narus Stamm, tragen zur Tiefe und Authentizität des Films bei.

Die Actionsequenzen sind spannend und gut choreografiert, mit einem besonderen Fokus auf praktische Effekte, die die Bedrohung durch den Predator greifbar machen. Die Kämpfe sind taktisch und intensiv, was die Spannung kontinuierlich aufrechterhält. Dan Trachtenberg inszeniert diese mit einem hervorragenden Gespür für Timing und Dramatik. So sieht man sich schnell an Predator von 1987 erinnert, der einst Arnold Schwarzenegger quer durch den Dschungel scheuchte.

In den letzten Jahren verlor das Franchise ein wenig an Fokus. Während Ridley Scott seine Alien-Reihe um wesentliche Punkte erweiterte (mehr oder weniger erfolgreich), dümpelte der Predator nur so dahin. Die jüngsten Filme, Predators (2010) mit einem völlig deplatzierten Adrien Brody und Predator – Upgrade (2018) – immerhin wirklich ein kleines Update in der Unterhaltung – taten sich bei Fans und Kritiker sehr schwer. Die Ansätze waren cool, aber sonderlich intelligent oder weltbewegend waren sie nicht. Mit Prey änderte sich das 2022 eindrucksvoll. Drehbuchautor Patrick Aison schuf gemeinsam mit Co-Autor Jim Thomas und Regisseur Dan Trachtenberg eine überzeugendes Werk, dass dem Predator mehr als würdig wird. Der Film überzeugt mit einer klaren, fokussierten Handlung, er greift Themen wie Überleben und Ehre auf, ohne sich in Klischees zu verlieren. Wenn ich etwas am Film zu kritisieren habe, wären das allenfalls die recht langsamen Erzählpassagen und die gelegentlich flache Dialoge, die mitunter dann doch etwas stören.

.FAZIT.

Prey ist ein gelungenes Prequel, das mit einer starken Hauptdarstellerin, einem faszinierenden historischen Setting und intensiven Actionsequenzen endlich wieder gute Unterhaltung verspricht. Es belebt die Predator-Reihe und bietet sowohl Fans als auch Neulingen ein kurzweiliges Erlebnis. Prey ist ein Lebenszeichen und zeigt eindrucksvoll, dass noch viel Potenzial in diesem Franchise steckt.



OriginaltitelPrey
Produktionsland/-jahrUSA 2022
Laufzeit100 min
GenreAction, Abenteuer, Science-Fiction, Thriller
RegieDan Trachtenberg
DrehbuchPatrick Aison, Dan Trachtenberg, Jim Thomas
KameraJeff Cutter
Streaming5. August 2022 auf Hulu und Disney+
Home Entertainment8. Dezember 2023
VerleihWalt Disney Studios Home Entertainment/LEONINE Studios

Kommentar verfassen