DreamWorks Animation adaptiert die literarische Sensation des vielfach ausgezeichneten New-York-Times-Bestsellers von Peter Brown, der bereits als moderner Klassiker gefeiert wird. Der dreifach Oscar®-nominierte Chris Sanders beweist mit DER WILDE ROBOTER einmal mehr, wie fantastisch und ungewöhnlich das Abenteuer Familie ist – selbst wenn die Familienmitglieder unkonventionell und grundverschieden sind.
.INHALT.
Rozzum 7134 – kurz „Roz“ – ist kein gewöhnlicher Roboter. Sie wurde eigentlich als Unterstützung für eine futuristische urbane Welt entwickelt, doch nun hat sie Schiffbruch erlitten und ist auf einer einsamen Insel gestrandet. Mit Mühe baut sie Beziehungen zu den zunächst argwöhnischen Tieren auf und lernt, sich an die ungewohnte, raue Umgebung anzupassen. Das große Abenteuer beginnt, als sie durch einen Zufall zur Beschützerin eines hilflosen, verwaisten Gänsekükens wird und die wahre Bedeutung des Lebens entdeckt. Nur gemeinsam können die beiden in der Wildnis überleben, wo sie von Fremden zu Freunden werden und schließlich zu einer Familie zusammenwachsen. Als Roz von ihrer geheimnisvollen Vergangenheit eingeholt wird, überwindet sie ihre Programmierung und verteidigt an der Seite ihrer Gefährten ihre neue Heimat.
.KRITIK.
Chris Sanders, der bereits mit Animationsfilmen wie Drachenzähmen leicht gemacht oder Die Croods große Erfolge feierte, hat mit DER WILDE ROBOTER erneut einen echten und modernen Klassiker geschaffen. Die Verfilmung des Bestsellers von Peter Brown erzählt die berührende Geschichte des Roboters Roz, der auf einer einsamen Insel strandet und sich um ein verwaistes Gänseküken namens Brightbill kümmern muss.
Gemeinsam mit DreamWorks Animation schuf Sanders einen beeindruckenden Film, der vor allem durch seine emotionale Tiefe und atemberaubende Animation besticht. Die Charakterentwicklung von Roz und Brightbill steht im Mittelpunkt, und die Geschichte geht thematisch tiefer als viele andere Animationsfilme.
Besonders hervorzuheben ist die hochkarätige Besetzung der Synchronsprecher. Oscar-Preisträgerin Lupita Nyong’o leiht Roz im Original ihre Stimme, während Kit Connor als Brightbill, Pedro Pascal, Mark Hamill und weitere bekannte Stimmen das Ensemble ergänzen. Ihre Leistungen tragen erheblich zur emotionalen Wirkung des Films bei. Auf der anderen Seite hat man mit Judith Rakers einen ungewöhnlichen Weg gewählt. Die erfahrene Journalistin, die viele von uns eher als Tagesschau-Gesicht kennen, hat sich quasi zur Aufgabe gemacht, Roz‘ deutsche Stimme zu übernehmen. Dies funktioniert sogar ziemlich gut, obwohl sie auf diesem Gebiet so gut wie keine Erfahrungen vorzuweisen hat.
Visuell beeindruckt der Film mit einer Mischung aus 2D- und 3D-Animation, die eine faszinierende Welt zum Leben erweckt. Auch der Soundtrack, komponiert von Kris Bowers und unterstützt von Originalsongs der Sängerin Maren Morris, fügt sich perfekt in die Atmosphäre des Films ein. Alles zusammen kreiert ein magisches Abenteuer, dass uns vorrangig rührt, aber auch zum Lachen und Nachdenken bringt.
.FAZIT.
Der wilde Roboter ist ein bewegendes Animationsabenteuer mit Themen wie Technologie, Umwelt und Überlebenswillen. Es ist zweifellos einer der besten Animationsfilme des Jahres und gilt damit jetzt schon als moderner Klassiker. Wenn wir nicht da schon einen potenziellen Oscar-Gewinner haben.
| Originaltitel | The Wild Robot |
| Produktionsland/-jahr | USA 2024 |
| Laufzeit | 101 min |
| Genre | Animation, Abenteuer, Science-Fiction |
| Regie | Chris Sanders |
| Drehbuch | Chris Sanders, Peter Brown (Buch) |
| Kamera | Chris Stover |
| Kino | 3. Oktober 2024 |
| Home Entertainment | – |
| Verleih | Universal Pictures International Germany |

