(PRI)SONS | Der brutalste Export seit Nokia

Der brutalste finnische Film aller Zeiten ist ein blutiges Schlachtfest. In (PRI)SONS findet der frisch aus dem Knast entlassene Juha einen Job als Türsteher in einem dubiosen Etablissement. Als dieses von einer Gruppe professioneller Killer überfallen wird, beginnt ein unaufhörliches, blutrünstiges Gemetzel aus Shootouts und brachialen Fights.

.INHALT.

Juha (Jere Saarela) wurde gerade erst aus dem Gefängnis entlassen. Da sind die Möglichkeiten, auf dem Arbeitsmarkt einen halbwegs gutbezahlten Job zu ergattern, natürlich arg begrenzt. Doch der junge Mann hat Glück und darf als Türsteher in einem privaten Nachtclub anfangen. Schon am ersten Tag wird ihm klar, dass hier längst nicht alles koscher ist und routinemäßig dunkle Geschäfte zwischen Berufskriminellen abgewickelt werden. Doch in seiner Situation kann er nicht wählerisch sein. Er braucht einen Job – und mit dem Geld, das er hier verdient, kann er zumindest seine Miete bezahlen, sich etwas zum Essen kaufen und versuchen, wieder in ein halbwegs normales Leben zurückzufinden. Doch dann taucht eines Abends plötzlich ein Profikiller nach dem nächsten an seiner neuen Arbeitsstelle auf. Sie fangen an, ein wahres Massaker unter den Gästen des Etablissements anzurichten, bevor sie schließlich aufeinander losgehen. Um sich dabei im Alleingang einzumischen, bekommt Juha wirklich nicht genügend Kohle …

©️ Busch Media Group

.KRITIK.

(PRI)SONS von Esa Jussila ist der wohl blutigste Actionfilm, den Finnland jemals zum Vorschein gebracht hat. Der Mix aus cooler Crime-Scene, gnadenloser Brutalität und spektakulären Survival-Einlagen sorgt für zusammenzuckende Schauwerte, die mitunter nichts für schwache Nerven sind.

Worum geht es? Die Geschichte folgt dem Ex-Sträfling Juha, der kurz nach seiner Entlassung einen Türsteher-Job in einem zwielichtigen Etablissement annimmt – nur um schon bald in einen blutigen Überlebenskampf mit einem Killerkommando zu geraten.

Esa Jussila, der als Regisseur, Drehbuchautor und Kameramann gleich drei Posten bekleidet, orientiert sich hier an amerikanischen Exploitation-Klassikern und kombiniert Elemente aus Actionkino und extremem Horror. Der Film liefert kompromisslose Actionsequenzen mit zahlreichen Shootouts und Nahkämpfen, die in ihrer Intensität an das John Wick-Franchise erinnern. Anders als bei den üblichen skandinavischen Krimis oder Dramen wagt sich (PRI)SONS weit ins Terrain des extremen Kinos vor, was allein schon für seine Zielgruppe eine frische Note im europäischen Film bedeutet. Dabei zeigt Jussila ein klares Faible für Ästhetik: Jede Szene ist durchdacht, von der Kameraperspektive bis zum stimmigen Einsatz von Filtern und Lichteffekten, was dem Film trotz des geringen Budgets eine bemerkenswerte visuelle Stärke verleiht​.

(PRI)SONS ist dennoch nicht für jeden: Die Gewalt ist explizit und teils sadistisch, doch das entspricht voll und ganz dem Ansatz, die Grenzen der Genrekonventionen zu sprengen. Die Inszenierung, von den raffinierten Choreografien bis zum ständig pulsierenden Soundtrack, lässt keinen Raum für Verschnaufpausen – was zwar die Spannung konstant hält, aber auch an manchen Stellen fast überladen wirkt​.

.FAZIT.

Für Fans von ultrabrutalen Actionfilmen und stilvollen Gewalt-Exzessen ist (PRI)SONS ein echtes Muss und stellt definitiv eine aufregende Abwechslung im skandinavischen Kino dar. Aber Ihr seid hiermit gewarnt worden: der Film hat es in sich!



Originaltitel(Pri)sons
Produktionsland/-jahrFinnland 2024
Laufzeit100 min
GenreAction, Krimi, Horror
RegieEsa Jussila
DrehbuchEsa Jussila, Davy Ostermaa, Ari Savonen
KameraEsa Jussila
Kino–
Home Entertainment28. November 2024
VerleihBusch Media Group

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