Was wäre, wenn dein Versteck nicht nur Schutz bietet, sondern dich in eine andere Zeit schleudert? THINGS WILL BE DIFFERENT ist ein packender Sci-Fi-Thriller, der mit Zeit, Raum und Schicksal spielt – und dabei mehr Fragen aufwirft, als er beantwortet.
.INHALT.
Nach einem Raubüberfall verstecken sich die entfremdeten Geschwister Sidney (Riley Dandy) und Jospeh (Adam David Thompson) mit ihrer Beute in einem verlassenen Farmhaus, das sie in eine andere Zeitebene transportieren kann. Doch der Rückweg in die Gegenwart wird ihnen versperrt: Eine mysteriöse Geheimorganisation lässt die Geschwister nur dann zurückreisen, wenn sie den sogenannten Besucher ausschalten…
.KRITIK.
THINGS WILL BE DIFFERENT ist ein Science-Fiction-Thriller unter der Regie von Michael Felker, der die Zuschauer in eine komplexe Welt von Zeitreisen und familiären Bindungen entführt. Der Film erzählt die Geschichte der entfremdeten Geschwister Joseph und Sidney, die nach einem missglückten Raubüberfall in einem abgelegenen Farmhaus Zuflucht suchen. Dieses Haus dient nicht nur als Versteck, sondern offenbart sich als Portal zu einer anderen Zeit, was die Geschwister in eine Spirale aus mysteriösen Ereignissen zieht.
Die schauspielerische Leistung von Thompson und Dandy ist sehr gut. Sie schaffen es, ihren Charakteren Tiefe und Authentizität zu verleihen, wodurch die komplexe Beziehung der Geschwister glaubwürdig und fesselnd wirkt.
Die Inszenierung des Farmhauses als nahezu eigenständiger Charakter ist sehr interessant. Die unheimliche Atmosphäre des Hauses, kombiniert mit subtilen Soundeffekten und einer minimalistischen musikalischen Untermalung, erzeugt eine gewisse Beklemmung und auch Spannung. Die begrenzte Kulisse wird effektiv genutzt, um ein Gefühl der Isolation und Beklemmung zu vermitteln. Hier erinnert vieles an eine Art Kammerspiel.
Allerdings – so war mein Eindruck – hat Things Will Be Different erhebliche Probleme mit seiner eigenen Komplexität. Die narrative Schwächen sind nicht von der Hand zu weisen. Die komplexe Struktur erfordert vom Zuschauer erhöhte Aufmerksamkeit, um den verschiedenen Zeitebenen und Handlungssträngen folgen zu können. Einige Plotpoints bleiben unklar, was zu Verwirrung führen kann – ich hatte da ebenfalls so meine Schwierigkeiten. Zudem wirken die Dialoge bedeutungsschwanger. Ob das für einen höheren Zweck so gewollt war, um der Geschichte noch mehr Komplexität zuzuschreiben – keine Ahnung. Es ist einfach irgendwie nicht rund.
Doch bei all der Kritik: Things Will Be Different kann durch seine innovative Herangehensweise an das Genre des Zeitreise-Thrillers durchaus positiv punkten. Der Film fordert den Zuschauer heraus, über die Konsequenzen von Entscheidungen und die Natur der Realität nachzudenken. Für Liebhaber von anspruchsvollen Science-Fiction-Erzählungen bietet dieser Film diverse Schauwerte.



.FAZIT.
Things Will Be Different ist ein Film, der die Grenzen des Möglichen auslotet und zum Nachdenken anregt. Leider stolpert der Film über seine eigenen Ambitionen. Die komplexen Strukturen sind Fluch und Segen zu gleich. Nichtsdestotrotz konnte ich dem Film einiges abgewinnen, vor allem der Umstand, dass die Zeitreisethematik hier einen frischen Anstrich erhält.
| Originaltitel | Things Will Be Different |
| Produktionsland/-jahr | USA 2024 |
| Laufzeit | 104 min |
| Genre | Science-Fiction, Thriller |
| Regie | Michael Felker |
| Drehbuch | Michael Felker |
| Kamera | Carissa Dorson |
| Kino/Streaming | – |
| Home Entertainment | 28. Februar 2025 |
| Verleih | Pandastorm Pictures |

