GRÜSSE VOM MARS | Ein kleiner Kosmos voller Gefühle

GRÜSSE VOM MARS ist eine Regiearbeit von Sarah Winkenstette, und basiert auf der gleichnamigen Romanvorlage „Grüße vom Mars“ von Thomas Möller und Sebastian Grusnick, die auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnen. Ein Film für die ganze Familie – über die großen Ziele eines Außenseiters, dessen Andersseins gleichzeitig seine heimliche Stärke ist und der zwei Generationen zusammenbringt, die sich zunächst wie Wesen von fremden Planeten gegenüberstehen.

.INHALT.

Tom (Theo Kretschmer) ist zehn und anders als die anderen Kinder. Er mag keine Veränderungen, keine Dinge, die rot sind, und alles Laute wird ihm rasch zu viel. Sein Spezialgebiet ist der Weltraum. Am liebsten läuft er in seinem Astronautenanzug herum, in schwierigen Situationen gerne auch mit Helm. Als seine Mutter überraschend nach China muss, soll Tom für sechs Wochen mit den Geschwistern Nina (Lilli Lacher) und Elmar (Anton Noltensmeier) zu Oma Hanna (Hedi Kriegeskotte) und Opa Horst (Michael Wittenborn) aufs Land nach Lunau ziehen. Für Tom eine Katastrophe. Damit er es aber trotzdem schafft, schenkt seine Mutter ihm ein Logbuch und schlägt vor, die Reise zu den Großeltern als Probe-Marsmission zu sehen. Toms größter Wunsch ist es nämlich, eines Tages der erste Mensch zu sein, der dorthin fliegt. „Wenn du Oma und Opa schaffst, versichert ihm seine Mutter, „dann schaffst du auf jeden Fall auch den Mars.“ Und so ernennt Tom kurzerhand seine dauerhaft telefonierende Schwester Nina zur Funkerin und den hyperaktiven Elmar zum Ersten Offizier. Gemeinsam mit seiner Crew versucht er, den Planeten Lunau zu erkunden und Oma und Opa zu verstehen, die nach vollkommen eigenen Regeln zu leben scheinen.

©️ farbfilm verleih

.KRITIK.

Sarah Winkenstettes Film GRÜSSE VOM MARS ist ein berührendes Familienabenteuer, das mit viel Feingefühl und Kreativität die Geschichte des zehnjährigen Tom erzählt.

Tom ist kein gewöhnlicher Junge. Er liebt das Weltall, hasst die Farbe Rot und findet in seinem Astronautenanzug Schutz vor der chaotischen Welt. Als seine Mutter beruflich nach China muss, wird Tom mit seinen Geschwistern zu den Großeltern aufs Land geschickt – eine Umgebung, die für ihn so fremd ist wie ein anderer Planet. Doch statt sich zu fürchten, betrachtet Tom diesen Aufenthalt als Probe-Marsmission. Mit seinem Logbuch in der Hand und seinen Geschwistern als Crew begibt er sich auf eine Reise voller Herausforderungen und Entdeckungen.

Der Film überzeugt durch seine einfühlsame Darstellung von Toms Perspektive. Durch den Einsatz von Nahaufnahmen, Handkamera und speziellen Soundeffekten wird dem Zuschauer ein authentischer Einblick in Toms Welt ermöglicht. Die Darstellung von Autismus wird dabei nicht klischeehaft, sondern mit großer Sensibilität und Respekt behandelt.

Die Dynamik zwischen den Charakteren, insbesondere zwischen Tom und seinen Großeltern, ist herzergreifend. Die anfänglichen Missverständnisse und Unterschiede weichen nach und nach einem tiefen Verständnis und einer liebevollen Verbindung. Die Botschaft des Films ist klar: Mit Empathie, Geduld und Offenheit können Brücken zwischen Generationen und unterschiedlichen Lebenswelten gebaut werden.

Grüße vom Mars wurde international mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem ECFA Award für den besten europäischen Kinderfilm und dem Publikumspreis beim Internationalen Kinderfilmfestival in Wien. Diese Anerkennungen unterstreichen die Qualität und Relevanz des Films.

.FAZIT.

Insgesamt ist Grüße vom Mars ein warmherziger, humorvoller und tiefgründiger Film, der sowohl Kinder als auch Erwachsene anspricht. Er lädt dazu ein, die Welt aus einer anderen Perspektive zu betrachten und zeigt, dass es oft die kleinen Schritte sind, die zu großen Veränderungen führen.



OriginaltitelGrüße vom Mars
Produktionsland/-jahrDeutschland 2024
Laufzeit85 min
GenreAbenteuer, Familie
RegieSarah Winkenstette
DrehbuchSebastian Grusnick, Thomas Möller (Buch)
KameraJakob Berger
Kino8. Mai 2025
Home Entertainment26. September 2025
Verleihfarbfilm verleih

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