[Feature] MISSION: IMPOSSIBLE – THE FINAL RECKONING | Wenn „unmöglich“ für Tom Cruise nicht mehr reicht

Nach fast drei Jahrzehnten, unzähligen Explosionen und mehr gebrochenen Sicherheitsvorschriften als in jedem anderen Filmset der Welt verabschiedet sich Tom Cruise als Ethan Hunt mit MISSION: IMPOSSIBLE – THE FINAL RECKONING – zumindest vorerst – von der Leinwand. Das große Finale schließt einen Action-Zyklus, der 1996 als cleverer und imposanter Agententhriller begann, und sich in einen Mythos verwandelt hat.

Doch bevor der Rauch sich legt, blicken wir zurück auf das, was Mission: Impossible wirklich ausmacht: seine Superlativen. Die spektakulärsten, gefährlichsten, teuersten – und schlicht absurdesten – Momente, bei denen sich alle fragen: Wie kann es sein, dass Tom Cruise überhaupt noch lebt?

1️⃣ .DER LÄNGSTE STUNT – PARIS, MON AMOUR.

Mission: Impossible – Dead Reckoning Teil Eins (2023) liefert eine Verfolgungsjagd, die so lang ist, dass man – theoretisch – zwischendurch entspannt einen Espresso schlürfen könnte. 20 Minuten nonstop heizen Ethan Hunt und Grace (gespielt von Hayley Atwell) durch Rom – mit Handschellen aneinander gefesselt, in einem gelben Fiat 500, über Kopfsteinpflaster und Polizei-Chaos. Doch auch wenn dieser Moment spektakulär ist, so ist es bei Weitem nicht die längste Verfolgungsjagd der Reihe.

In Mission: Impossible – Fallout (2018) bietet das Franchise seinen Fans die am längsten zusammenhängende Verfolgungsjagd. Mit satten 20 Minuten heizt Tom Cruise durch Paris in mehreren Phasen – mit dabei: eine Verfolgungsjagd mit dem Auto und dem Motorrad, einen Schusswechsel und eine weitere Jagd mit dem Auto. Und wie sollte es auch anders sein: jeder Stunt ist „Made by Curise“. Die Szene ist für ihre hohe Intensität, ihren Realismus und ihre technische Umsetzung bekannt.


2️⃣ .DER TEUERSTE STUNT – URLAUBSGRÜSSE AUS NORWEGEN.

Wenn es um Mission: Impossible geht, heißt es: CGI ist feige. Für Mission: Impossible – The Final Reckoning sprang Tom Cruise mit einem Motorrad von einer nicht unerheblich hohen Klippe in Norwegen – ganze sechsmal. Jeder Sprung war ein Einzeldreh, mit Helikoptern, Dronen und einer GoPro am Helm.

Kostenpunkt laut Produktionsinsidern: rund 10-15 Millionen Dollar – pro Versuch. Das Ergebnis? Eine Szene, die aussieht wie ein digitaler Effekt – aber zu 100 % echt ist.


3️⃣ .DER IKONISCHSTE STUNT – DIE KLIPPE.

Bevor Cruise Wolkenkratzer für sich entdeckte, hing er am Fels: Mission: Impossible II (2000) beginnt mit einer Szene, die bis heute zu den ikonischsten Stunts der Kinogeschichte gehört – Ethan Hunt klettert allein in den Canyonlands (von Moab) in Utah.

Keine Doubles, keine Greenscreens: Cruise trainierte monatelang Freeclimbing-Techniken. Regisseur John Woo ließ den Helikopter so nah an ihn heranfliegen, dass der Staub ihm ins Gesicht peitschte – während er an einem Felsen hing, der 200 Meter über dem Boden ragte.

Die Szene dauerte nur Minuten, aber sie definierte, wofür die Reihe steht: schweißnasse Handflächen und völliger Realitätsverlust – im besten Sinne.


4️⃣ .DER SCHMERZHAFTESTE STUNT – FUSSBRUCH IN LONDON.

In Mission: Impossible – Fallout sprintet Ethan Hunt über Dächer, jagt den Feind – und dann passiert’s. Bei einem Sprung zwischen zwei Gebäuden verfehlt Cruise den Vorsprung knapp, prallt gegen die Wand – und bricht sich das Fußgelenk.

Was macht er? Er steht auf, humpelt weiter und beendet die Szene – im selben Take. Das Bild, wie er sich abdrückt, obwohl der Fuß gebrochen ist, wurde legendär. Drei Monate Pause, eine Szene im Kasten. Das ist kein Schauspieler mehr – das ist ein Naturphänomen.


5️⃣ .DER HÄRTESTE STUNT – IN SCHWINDELERREGENDER HÖHE.

Mission: Impossible – Ghost Protocol (2011) bleibt eine der legendärsten Szenen des modernen Kinos: Tom Cruise hängt 828 Meter über Dubai am Burj Khalifa – und ja, das ist wirklich er. Gesichert, aber physisch da, mit Windböen bis zu 40 km/h und katzenhaften Reflexen. Regisseur Brad Bird nannte die Szene später „den Moment, in dem Tom Cruise aufgehört hat, Mensch zu sein“.


6️⃣ .DER COOLSTE STUNT – ANGESCHNALLT AM FLUGZEUG.

In Mission: Impossible – Rogue Nation hängt Tom Cruise am Rumpf eines A400M-Lastflugzeugs, aber nicht, um die Technik zu inspizieren. Festgeschnallt und mit rudimentären Schutzmaßnahmen ausgestattet (einfache Schutzbrillen und spezielle Linsen, um den Luftdruck und Wind zu bewältigen), hebt Cruise ab und sieht dabei wie immer so aus, als hätte er nie etwas anderes gemacht.

Der Dreh war technisch anspruchsvoll: Man musste den Rollweg säubern, damit keine Kleinteile (Steine, etc.) aufgewirbelt werden, die Schaden anrichten könnten. Und wäre das alles nicht schon Aufwand und Nervenkitzel genug, drehte Cruise den Stunt auch gleich mehrere Male – aber nicht in einem Take


.FAZIT – DAS LÄNGSTE EXPERIMENT.

Mission: Impossible war nie nur Actionkino – es war ein Langzeitexperiment in Wagemut, Wahnsinn und Willenskraft. Jeder Film wollte die Grenzen des Machbaren verschieben – und jeder hat’s geschafft. Wenn Mission: Impossible – The Final Reckoning wirklich das Ende ist, dann eines im ganz großen Stil: mit Explosionen, Emotionen und einem Tom Cruise, der zeigt, dass Unmögliches eben nur eine Frage des Willens ist. Oder, wie Ethan Hunt sagen würde: „Let’s do the impossible one more time.



OriginaltitelMission: Impossible – The Final Reckoning
Produktionsland/-jahrVereinigtes Königreich, USA 2025
Laufzeit169 min
GenreAction, Abenteuer, Thriller
RegieChristopher McQuarrie
DrehbuchChristopher McQuarrie, Bruce Geller,
Erik Jendresen
KameraFraser Taggart
Kino21. Mai 2025
Home Entertainment16. Oktober 2025
VerleihParamount Home Entertainment

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