Mit BUZZHEART liefert Dennis Iliadis einen Thriller ab, der weniger auf Horror als auf psychologisches Unbehagen setzt. Das Ergebnis: ein Film, der langsam eskaliert, sich seltsam unter die Haut schiebt und gleichzeitig ein paar erzählerische Ecken und Kanten hat.
.INHALT.
Als Mary (Konstantina Messini) zum ersten Mal einen Freund (Claudio Kaya) mit nach Hause bringt, sind die Eltern (Evelina Papoulia und Yorgos Liantos) des hübschen Mädchens alarmiert: Sie unterziehen den jungen Mann immer brutaleren Tests, die ihn körperlich und psychisch an seine Grenzen bringen. Bald eskalieren die Prüfungen zur lebensgefährlichen Schikane.
.KRITIK.
Dennis Iliadis ist ja jemand, der sich schon immer gern in den Grenzbereichen des Genres bewegt hat. Seine Filme sind oft keine reinen Horrorstreifen, sondern eher emotionale Ausnahmezustände mit surrealem Einschlag. Genau dieses Gefühl hatte ich auch bei BUZZHEART. Es ist kein „Horrorfilm“ im klassischen Sinne, sondern eher ein psychologisches Kammerspiel, das langsam aber sicher kippt — wie ein Wochenende, das zunächst völlig normal beginnt und sich dann Stück für Stück in eine unangenehme, fast albtraumhafte Spirale verwandelt.
Und genau das mochte ich. Buzzheart baut seine Spannung nicht über laute Schocks oder Blut auf, sondern über dieses unterschwellige Unbehagen, das man nicht so richtig greifen kann. Dabei hilft natürlich auch Iliadis’ Handschrift: die Kamera, die sich manchmal fast zu nah an die Figuren heranschleicht, die Räume, die plötzlich zu eng wirken, und diese seltsame, leicht verzerrte Stimmung, die den Film durchzieht. Visuell hat mich das total abgeholt — es ist stylisch, aber nicht übertrieben, und schafft eine Atmosphäre, die einen schnell in den Bann zieht.
Gleichzeitig muss ich aber sagen: Der Film wirkt nicht immer komplett rund. Gerade bei den Figuren merkt man, dass manche Reaktionen eher zu Iliadis’ Stil als zur nachvollziehbaren Logik von echten Menschen passen. Ab und zu dachte ich mir: „Okay… niemand würde so reagieren.“ Das reißt einen manchmal etwas raus. Auch die Mischung aus psychologischem Drama, grotesken Momenten und surrealen Elementen klappt nicht durchgehend; es gibt Szenen, die wahnsinnig stark sind und dann wieder welche, bei denen ich kurz nicht wusste, was der Film mit eigentlich sagen möchte.
Trotzdem: Wenn Buzzheart funktioniert, dann richtig. Die Grundidee — ein Beziehungs-Wochenende, das langsam in emotionale Manipulation und geistiges Katz-und-Maus-Spiel abdriftet — hat etwas sehr Fesselndes. Und obwohl der Film nicht immer alles sauber erklärt, bleibt das Gefühl hängen. Dieses leichte Drücken im Bauch, dieses „irgendwas stimmt hier nicht“, das Iliadis so gut beherrscht. Genau das macht den Film für mich sehenswert.



.FAZIT.
Insgesamt ist Buzzheart also kein perfekter, aber ein interessanter und atmosphärisch richtig starker Genre-Mix. Ein Film, der mehr mit Stimmung arbeitet als mit Story, und der vielleicht nicht jeden abholt — aber wenn man sich auf diese merkwürdige, psychologisch aufgeladene Stimmung einlässt, bekommt man etwas, das definitiv im Kopf bleibt.
| Diese und viele weitere Filme der Busch Media Group findest Du jetzt auch im Onlineshop* Für kurze Zeit gibt es auf (fast) alles – DVDs, Blu-rays, Mediabooks etc. – satte 20 Prozent Rabatt. Und wenn Du über meinen Link einkaufst, unterstützt Du auch mich – ohne Blabla, ohne Aufwand und ohne Mehrkosten für Dich. |
| Originaltitel | Buzzheart |
| Produktionsland/-jahr | Griechenland, USA 2024 |
| Laufzeit | 110 min |
| Genre | Mystery, Thriller |
| Regie | Dennis Iliadis |
| Drehbuch | Dennis Iliadis |
| Kamera | Evan Maragkoudakis |
| Kino | – |
| Home Entertainment | 27. November 2025 |
| Verleih | Busch Media Group |
*Transparenz first: Der Link („Onlineshop“) ist ein Affiliate-Link. Wenn du darüber einkaufst, bekomme ich nach erfolgreichen Kaufabschluss eine kleine Provision – das kostet Dich aber keinen Cent extra, hilft mir aber sehr. Vielen Dank für Deinen Support!

