Ein Wellness-Wochenende soll eigentlich genau das sein: raus aus dem Alltag, rein in den Bademantel und einfach mal abschalten. Dumm nur, wenn man dafür drei Freundinnen zusammentrommelt, die selbst schon genug Baustellen mitbringen – und dann auch noch die eine Freundin auftaucht, die garantiert für alles andere als Entspannung sorgt. Bei SPA WEEKEND ist der Name also schnell erklärt: aber Erholung sieht definitiv anders aus.
.INHALT.
Jane (Leslie Mann), Coco (Michelle Buteau) und Sophie (Anna Faris) haben eigentlich eine Auszeit zu dritt geplant – doch als ihre unberechenbare Freundin Mel (Isla Fisher) auftaucht, entwickelt sich das vermeintliche Wellness-Wochenende zu einem turbulenten Abenteuer und schnell wird klar: Dieser Luxus-Trip wird alles andere als erholsam. Was folgt, ist ein chaotisches Wochenende voller Missverständnisse, verletzter Egos und überraschender Wahrheiten. Ihre Freundschaft wird auf die Probe gestellt – bis zum unvermeidlichen Breakdown.
.KRITIK.
Ein Wellness-Resort, vier Freundinnen und ein Wochenende, an dem eigentlich einfach mal der Alltag draußen bleiben soll. Jane, Sophie, Coco und Mel könnten die Auszeit auch gut gebrauchen – zwischen Job, Beziehungen und den kleinen Katastrophen des Erwachsenenlebens ist schließlich einiges liegen geblieben. Dass ausgerechnet Mel mit ihrer völlig hemmungslosen Art für ordentlich Unruhe sorgt, dürfte da niemanden wirklich überraschen.
SPA WEEKEND setzt damit auf ein bewährtes Comedy-Prinzip: Menschen fahren gemeinsam weg, lassen irgendwann alle Hemmungen fallen und stellen dabei fest, dass sie ihre Freundschaft und vielleicht auch sich selbst ein wenig aus den Augen verloren haben. Das ist nicht besonders neu, funktioniert hier aber vor allem deshalb, weil Leslie Mann, Anna Faris, Michelle Buteau und Isla Fisher hervorragend miteinander harmonieren. Besonders Fisher darf als chaotische Mel ordentlich aufdrehen, während Buteau mit trockenem Timing immer wieder für kleine Highlights sorgt.
Überhaupt lebt der Film stärker von seinen Darstellerinnen als von seinem Drehbuch. Nicht jeder Gag sitzt, manche Eskalation ist schon lange vorher absehbar und ausgerechnet die Macher von Hangover und Bad Moms gehen beim Humor erstaunlich selten wirklich ins Risiko. Trotzdem entstehen aus dem Zusammenspiel der vier immer wieder Szenen, die einfach Spaß machen. Gerade wenn sie miteinander herumalbern, sich gegenseitig auf die Nerven gehen oder alte Geschichten auspacken, entwickelt Spa Weekend diese angenehm lockere Energie, die eine solche Komödie braucht.
Dabei steckt unter dem ganzen Chaos durchaus eine sympathische Geschichte. Die vier Frauen befinden sich an ganz unterschiedlichen Punkten ihres Lebens und müssen erkennen, dass Freundschaft nicht automatisch funktioniert, nur weil man sich schon ewig kennt. Der Film nimmt diese Seite ernst, ohne seine Komödienwurzel völlig zu vergessen. Manchmal wird das zwar etwas zu offensichtlich und die emotionale Auflösung fällt erwartungsgemäß glatt aus, wirklich störend ist das aber nicht.
Vieles bleibt dadurch vertraut: Die großen Überraschungen bleiben aus, einige Pointen verpuffen und aus dem eigentlich starken Ensemble hätte man sicher noch mehr herausholen können. Dafür ist Spa Weekend angenehm kurzweilig und findet genau die richtige Balance, um nicht in seinen eigenen Problemen stecken zu bleiben. Man kann sich zurücklehnen, ein bisschen mitlachen und den vier Freundinnen dabei zusehen, wie ihr Wellness-Wochenende immer weiter aus dem Ruder läuft.



.FAZIT.
Spa Weekend ist deshalb keine Komödie, die das Genre neu erfindet. Dafür ist die Geschichte zu bekannt und der Humor nicht treffsicher genug. Aber der Film ist sympathisch, hat ein gut aufgelegtes Ensemble und erzählt zwischen all dem Chaos eine durchaus charmante Geschichte über Freundschaft und darüber, sich selbst im Alltag nicht völlig zu verlieren. Für einen entspannten Comedy-Abend reicht das allemal.
| Originaltitel | Spa Weekend |
| Produktionsland/-jahr | USA 2026 |
| Laufzeit | 97 min |
| Genre | Komödie |
| Regie | Jon Lucas, Scott Moore |
| Drehbuch | Jon Lucas, Scott Moore |
| Kamera | Danny Ruhlmann |
| Kino | 24. September 2026 |
| Home Entertainment | – |
| Verleih/Vertrieb | DCM |

