GRAVE ENCOUNTERS

GRAVE ENCOUNTERS | Eine scheinbar gewöhnliche Reportage endet in der Klapse

Ein Team von TV-Geisterjägern, angeführt vom unverwüstlichen Moderator Lance Preston, begibt sich für ihre Sendung eine Nacht in eine verlassene Anstalt, um paranormale Aktivitäten zu untersuchen. Was sie finden, raubt allen den Atem und Verstand…

GRAVE ENCOUNTERS

© Ascot Elite Home Entertainment

Inhalt

2003 gingen Lance Preston und seine Crew der Geisterjäger-Reality-TV-Serie Grave Encounters für eine Episode in die verlassene Collingwood-Psychiatrie, von wo seit Jahren über ungeklärte Phänomene berichtet wird. Da sie der Meinung sind es für die Sendung tun zu müssen, schließen sie sich für eine Nacht im Hospital ein. Doch schnell müssen sie feststellen, dass sie es mit einer Macht zu tun haben, die alles, was sie bisher erlebt haben, in den Schatten stellt. Das Gebäude ist nicht nur verflucht oder von Geistern besessen, es lebt selbst und macht keine Anstalten seine neuen Bewohner jemals wieder gehen zu lassen. Verloren in einem Labyrinth von schier endlosen Gängen und Korridoren und terrorisiert von den Geistern früherer Patienten gleiten Preston und seine Crew selbst immer tiefer in den Wahnsinn. Jahrelang wurden die Aufnahmen, die in dieser Nacht entstanden, zurückgehalten, erst jetzt ist die Welt reif für ihre Veröffentlichung.

Kritik

Blair Witch Project, Paranormal Activity und [REC] haben revolutionär gezeigt, was mithilfe einer einfachen Handkamera wirkungsvoll und intensiv auf die Leinwand „geschauert“ werden kann. Die Filme geben zu verstehen, dass die vermeintlichen Darsteller Personen direkt aus dem Leben sind. Sie gehen täglich einer Tätigkeit nach: arbeiten oder studieren, relaxen vor dem Pool oder schreiben etwas am Computer. Doch GRAVE ENCOUNTERS verbindet noch etwas völlig Neues mit dem Found-Footage-Genre: ein Film-in-Film-Gebilde. Eine Serie untersucht paranormale Aktivitäten und überprüft sie auf Echtheit. Das Material verschwindet, wird gefunden und in einem Film über diese Begegnung neu präsentiert. Einerseits sehr intelligent und ein völlig neuer Ansatz, doch verschenkt der Film viele wertvolle Punkte im Bereich Charaktere und gestalterische Finesse. Zu hölzernd und steif, spullen sie das standardisierte Repertoir des Gruselfilms ab: auf Neugier folgt die Angst, auf Angst die Panik, auf Panik völlige Auflösung von Körper und Geist. In erster Linie klingt das alles andere als sehenswert, aber hier bewegen wir uns an einem Scheideweg. Der Stil zielt auf eine effektive Inszenierung, auf Spannung und Aktion im Bild – und an diesem Punkt scheitert der Film nicht. So wird aus dem Ungleichgewicht, ein Gleichgewicht – ein Film, den man nicht zwingend sehen muss, aber kann.

Fazit: Ein Film, der zum richtigen Zeitpunkt, seine volle Intensität freisetzt. Licht aus, Film an und die gequälten Seele der Anstalt werden euch heimsuchen.

CA 2011 // Spielzeit: 92 min // Freigegeben ab 16 Jahren

GRAVE ENCOUNTERS erhältlich auf DVD, Blu-ray und VOD.

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