INTERSTELLAR

INTERSTELLAR | Das Ende der Erde bedeutet nicht das Ende der Menschheit

Ein Jahr, nachdem Alfonso Cuarón die Zuschauer spektakulär ins Weltall schickte, legt Christopher Nolan Matthew McConaughey den Raumanzug an. Doch anders als Gravity, der fast ausschließlich das Auge ansprach, zielt Nolan mit INTERSTELLAR vor allem aufs Herz.

INTERSTELLAR

© Warner Bros/Paramount Pictures

Inhalt

Einzige Hoffnung die Weltbevölkerung zu retten ist ein geheimes Projekt der US-Regierung, das von Professor Brand (Michael Caine) geleitet wird. Dabei soll ein Team aus Wissenschaftlern eine Reise durch ein Wurmloch, das sich neben dem Saturn befindet, in ein anderes Sternensystem antreten und dort nach einem bewohnbaren Planeten Ausschau halten. Nachdem ehemalige NASA-Pilot Cooper (Matthew McConaughey) durch einen mysteriösen Zufall auf das Projekt aufmerksam wird, schließt er sich der Expedition an, unter der sich auch Brands Tochter Amelia (Anne Hathaway) befindet. Cooper lässt seine Tochter Murph (Mackenzie Foy – in späterer Folge Jessica Chastain) und seinen Sohn Tom (Timothée Chalamet und im Laufe des Films Casey Affleck), sowie Schwiegervater Donald (John Lithgow) auf der Erde zurück. Als wichtiger Faktor bei der Weltraum-Mission kommt noch dazu, dass die Zeit auf der Erde, während das Team um Cooper in der anderen Galaxie auf der Suche nach neuem Lebensraum ist, verfliegt. Während auf der anderen Seite des Wurmlochs erst ein paar Minuten um sind, vergehen auf der Erde bereits Jahre. Somit beginnt nicht nur der Kampf ums Überleben der Menschheit, sondern auch der gegen die Zeit.

Kritik

Mit 169 min ist INTERSTELLAR von Mastermind Christopher Nolan kein Film, den man mal so eben zwischen Tür und Angel schauen kann. Interstellar gleicht einem gewaltigen Gemälde – imposant und phasenweise besonnen präsentiert sich diese Weltraum-Odyssee als „kleine“ Hommage an Stanley Kubricks 2001 – Odyssee im Weltraum. Das harmonische Zusammenspiel von Regie, Kamera und Musik machen die Suche nach einer neuen Heimat zu einem eindrucksvollen Erlebnis. Hinzu kommt ein Cast, der (eigentlich) keine Wünsche offen lässt. Matthew McConaughey, der mit seinem Südstaatenakzent zu brillieren versteht, gesellen sich noch Anne Hathaway, Jessica Chastain, John Lithgow, Matt Damon und Michael Caine. Trotz der positiven Nebenwirkungen, gibt es bei Interstellar aber auch ein paar Kritikpunkte. Die vermeintlich starken Frauenrollen entpuppen sich als Mittel zum Zweck und bleiben recht schwach, im Vergleich zu McConaughey. Doch wohl die verheerendste Grätsche gegen ein bleibendes Filmerlebnis ist die massive Überlänge und die damit einher gehende Langeweile, sowie ein unter dem Strich ziemlich schwaches Drehbuch. Somit gehört Interstellar nicht zu den besten Filmen von Nolan, aber bewegt es sich jedoch fernab des Totalausfalls.

Fazit: Aufbruch in neue Welten, doch der Flug ans Ziel läuft nicht immer ganz glatt.

FSK ab 12 LogoOriginaltitel:           Interstellar 
Produktionsland/-jahr:   US/UK 2014
Laufzeit:                169 min
Genre:                   Sci-Fi, Abenteuer

Regie:                   Christopher Nolan
Drehbuch:                Jonathan Nolan, Christopher Nolan
Kamera:                  Hoyte Van Hoytema        

Verleih:                 Warner Bros./Paramount Pictures

INTERSTELLAR || ab 6. November 2014 in den deutschen Kinos.

(Quelle: Warner Bros. DE)

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