Mit THE RAID 2 inszeniert der walisische Regisseur Gareth Evans erneut ein indonesisches Action-Fest, das die Nerven der Zuschauer von der ersten Sekunde an auf eine harte Probe stellt und bis zur letzten zum Zerreißen gespannt hält. Nach dem vielbeachteten ersten Teil The Raid legt Evans mit dem Nachfolger seine bereits vierte internationale Regiearbeit vor.
Inhalt
Der junge Cop Rama (Iko Uwais) und seine Familie geraten ins Visier des organisierten Verbrechens. Um seine Frau und seinen kleinen Sohn zu schützen, muss sich Rama auf eine erbarmungslose Undercover-Mission in Jakartas Unterwelt einlassen. Bis in die höchsten Machtebenen ist die Stadt durchzogen von einem Netz aus Bestechlichkeit und Verbrechen. Mit neuer Identität als knallharter Kämpfer Yuda arbeitet er sich im Gefängnis innerhalb der Hierarchie der Gesetzlosen nach oben. Schließlich gelingt es ihm, die Gunst von Uco (Arifin Putra) zu gewinnen: Der skrupellose Sohn eines mächtigen Gangster-Bosses ist sein Schlüssel in die engsten Kreise der indonesischen Mafia. Vollkommen auf sich allein gestellt, sagt er dem gesamten verrotteten System den Kampf an. Für Rama beginnt eine Odyssee der Gewalt durch einen Sumpf aus Korruption und Kriminalität. Seine Gegner kennen keine Gnade und am Ende kann es nur eines geben: Leben oder Tod…
Kritik
Nach dem großartigen Erfolg von The Raid, war es nur eine Frage der Zeit, bis man Cop Rama wieder auf Mission schickt. Erneut hat sich Regisseur und Drehbuchautor Gareth Evans eine vielschichtige und überlange Geschichte einfallen lassen, die jedoch nicht durchweg – wie bei The Raid – gelungen ist. Oftmals, gerade im ersten Drittel des Films, haben sich einige Längen eingeschlichen, die das Action-Spektakel unnötig in die Länge ziehen. Auch hat man manchmal den Eindruck, man hätte bestimmte Szenen nur inszeniert, um eine Kampfszene an die andere zu reihen. Unterm Strich ist dies aber kein Problem, denn THE RAID 2 hat vor allem eines zu bieten: atemberaubend-choreographierte Kampfszenen, die den Schauspielern einiges abverlangen. Gerade zum Ende kann man seine Augen von der spannend und herausragend inszenierten Action nicht mehr abwenden. Wenn wir von Schlag zu Schlag mitzucken und uns ducken, und förmlich das spritzende Blut auf unserer Kleidung spritzen hören und spüren – Gänsehautmomente. Dem ein oder anderen dürfte die Brutalität des Films einen Schritt zu weit gehen – und das zu Recht. Manchmal fragt man sich als Zuschauer schon, ob nicht weniger mehr gewesen wäre. Überraschend ist dahingegen auch, dass The Raid 2 nicht geschnitten oder gar komplett verboten wurde. Hartgesottene Fans wird es wenig stören, dass hier viel Blut fließt, schließlich muss es brutal zugehen. Für die einen ist das Effekthascherei, für die anderen die Versinnbildlichung des Action-Genres.
Fazit: The Raid 2 steht in Sachen Action dem ersten Teil in nichts nach, doch im Bereich Geschichte weist er deutliche defizite auf, die man als wahrer Fan durchaus verkraften kann und wird.
Originaltitel: The Raid 2: Berandal Produktionsland/-jahr: ID/US 2012 Laufzeit: 150 min Genre: Thriller, Action Regie: Gareth Evans Drehbuch: Gareth Evans Kamera: Matt Flannery, Dimas Imam Subhono Verleih: Koch Media
THE RAID 2 || ab 27. November 2014 erhältlich auf DVD und Blu-ray als 1-Disc Edition, 2-Disc Special Edition, streng limitierte Ultimate Edition und als VoD.
(Quelle: vipmagazin)

Originaltitel: