KITE - ENGEL DER RACHE

KITE – ENGEL DER RACHE | Wenn sein Leben vorbei ist, kann ihres beginnen

KITE – ENGEL DER RACHE ist das Live-Action-Remake des bahnbrechenden gleichnamigen Kult-Anime von Yasuomi Emetso. Der Film von den Machern von Lord of War und Chronicle ist ausgezeichnet besetzt: In einer Hauptrolle ist der Oscar®- und mehrfach Golden Globe-Nominierte Samuel L. Jackson zu sehen, an seiner Seite Shooting-Star India Eisley und Callan McAuliffe.

KITE - ENGEL DER RACHE

© Tiberius Film

Inhalt

Sawa (India Eisley) lebt in einem gescheiterten Staat, in dem Sicherheitstruppen mit Frauenhandel Geld verdienen. Als ihr Vater (Liam J. Stratton), ein Polizist, von einem korrupten Kollegen getötet wird, macht sich die Waise auf die Jagd nach dem Killer. Das junge Mädchen sucht Unterstützung beim Ex-Partner ihres toten Vaters, Karl Aker (Samuel L. Jackson). Er hilft ihr bei ihrem Rachefeldzug und bildet sie zu einer Killerin aus. Doch auch Aker ist in schmutzige Geschäfte verwickelt…

Kritik

Immer mal wieder sieht man Samuel L. Jackson neben seiner Arbeit in Hollywood-Blockbustern (wie Django Unchained oder The Avengers) in kleineren Filmen. Jetzt möge man meinen, wenn er in kleineren Filmen mitspielt, wertet das nicht nur die Produktion auf, sondern verschafft auch ein Stück weit Immunität gegenüber schlechten Kritiken. Doch die Realität sieht leider anders aus, gut gelungen sind nur die Wenigsten, aber dennoch zeugt seine Teilnahme davon, dass der Mime durchaus Spaß an Genrewerken hat: KITE – ENGEL DER RACHE ist ein ganz besonders außergewöhnliches Beispeil dafür. Die Realverfilmung eines japanischen Animes nutzt eine eigenwillige Optik, die mehr als einmal an Sin City erinnert. Krasse Farbtupfer (u.a. pinke Perücke) stechen aus einem fast monochrom-grauen Hintergrund heraus und die Kontrastierung ist mitunter bewusst extrem steil. Während der Film optisch zweifelsohne von Millers und Rodriguez‘ Werk beeinflusst ist, ist schon die Originalgeschichte praktisch eine 1:1-Blaupause von Luc Bessons Nikita und Léon – Der Profi. Höchstwahrscheinlich sind dabei die Macher nach der Devise gegangen „Besser gut geklaut als schlecht selbst erdacht“, und immerhin lässt Kite von Beginn an kaum Zeit zum Verschnaufen. Ziemlich atemlos hetzt er von Anschlag zu Anschlag und von Kampf zu Kampf. Letztere sind denn auch die Highlights, denn sowohl die Inszenierung als auch Hauptdarstellerin India Eisley, die man mitunter aus Underworld: Awakening kennt, haben’s drauf. Bei all den Kämpfen und der nicht endenwollenden Gewalt, wundert man sich am Ende schon, wie Kite mit einer Freigabe ab 16 Jahren durch die Kontrolle stiefeln konnte. Die grafische Gewalt ist zwar comichaft übertrieben, dennoch bemerkenswert drastisch. Da explodieren immer wieder Köpfe direkt vor der Kamera oder Sawa treibt einem der Schergen einen Bratspieß durch die Nase in den Schädel. Das nennt man wohl FSK’sche Willkür.

Fazit: Abgesehen davon bietet die recht simple Rachegeschichte allerdings kaum Neues und auch die finale Wendung ist nicht soooo überraschend – zumal ein paar durchaus für dramatische Konflikte sorgende Elemente aus der Anime-Vorlage schlicht weggelassen wurden. So bleibt Kite – Engel der Rache zwar halbwegs kurzweilig, aber eben auch genauso kurz im Gedächtnis – trotz eines souverän agierenden Samuel L. Jackson.

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           Kite 
Produktionsland/-jahr:   US/MX 2014
Laufzeit:                90 min
Genre:                   Action, Drama

Regie:                   Ralph Ziman
Drehbuch:                Brian Cox  
Kamera:                  Lance Gewer           

Verleih:                 Tiberius Film

(Quelle: Tiberius Film)

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