BRAINDEAD | Mit 1500 Litern Kunstblut auf den Index – Peter Jacksons bahnbrechender Zombie-Slapstick

Mit BRAINDEAD (bzw. Dead in den USA, in Deutschland auch Der Zombie-Rasenmähermann) kombiniert Peter Jackson Extrem-Gore mit Humor im Monty-Python-Sil zu einer absolut ekelerregenden Horror-Komödie. Dieser Film brachte ihm den Ruf des innovativsten Filmemachers ein.

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© Senator Film/Astro Distribution

Inhalt

Im Jahre 1957 wird auf der „Totenkopfinsel“ eine neue Spezies entdeckt: Eine Kreuzung aus Affe und Ratte. Dieses Tier gelangt bald in den Zoo einer neuseeländischen Stadt, in der auch Lionel Cosgrove (Timothy Balme) lebt, ein eher zart besaitetes Muttersöhnchen. Der Junge hat sich in die hübsche Paquita (Diana Peñalver) verliebt, doch Lionels eifersüchtige Mutter (Elizabeth Moody) setzt alles daran, die aufkeimende Beziehung zu untergraben. Sie folgt dem Pärchen bei einem Ausflug in den Tierpark und wird dabei von dem äußerst aggressiven „Rattenaffen“ gebissen. Kurz darauf stirbt sie, bleibt allerdings nicht lange tot…

Kritik

Peter Jackson betrat die Filmszene mit einem filmischen Urknall in Form von Low-Budget-Exploitation-Streifen wie dem Sci-Fi-Splatter Bad Taste und dem Puppen-Splatter-Musical Meet The Feebles. BRAINDEAD übertrifft jedoch beide in der Zahl von herumfliegenden Körperteilen und Litern von Kunstblut. Slapstick-Elemente erweitern den Splatterbegriff und Jackson rüttelt mit einigen filmischen Premieren an den Grenzen der Geschmacklosigkeit: dabei werden gerne auch eigene Ohren im leckeren Pudding verspeist, diverse Körperteile buchstäblich abgerissen und als Schläger oder Ball verwendet oder in den bedingungslosen Metzeleien kommt sogar ein Zombie-Baby zur Welt. Braindead ist mehr als ein Fest für Gore-Fans. Der mit relativ kleinem Budget (ca. drei Millionen US-Dollar) gedrehte Film zeigt Jacksons filmisches Können. Er präsentiert eine perfekte 50er-Jahre-Kulisse, akrobatische Kameraarbeit und meisterliche Schnitte. Horrorfan Jackson packte jede Menge Anspielungen in seinen Film, von den Zombies George Romeros über Psycho bis zu King Kong. Von letzterem drehte er sogar 2005 selbst ein Remake, in welches er selbst wiederum den einen oder anderen Sidekick von Braindead mit eingearbeitet hat.

Fazit: Zu heiß für Deutschland – 1995 wurde Braindead auf den Index gesetzt. Sicherlich ein überaus brutaler Film, der sich aber verstärkt in der Komik verliert und das Gemetzel eher als Tanz auf dem künstlerischen Drahtseil zu verstehen ist.

Originaltitel:           Braindead/Dead Alive
Produktionsland/-jahr:   NZ 1992
Laufzeit:                94 min
Genre:                   Horror, Komödie

Regie:                   Peter Jackson
Drehbuch:                Stephen Sinclair, Fran Walsh, Peter Jackson   
Kamera:                  Murray Milne                

Kinostart:               30. Juli 1992 (Munich Fantasy Filmfest)
Home Entertainment:      13. Mai 2005

Verleih:                 Senator Film/Astro Distribution

Anmerkung:               Dieser Titel wurde von der Bundesprüfstelle für 
                         jugendgefährdende Medien indiziert!

(Quelle: Trailer Jack)

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