Kill The Messenger

KILL THE MESSENGER | Jeremy Renner im Fadenkreuz der Geheimdienste und Drogenkartelle

Michael Cuesta hat mit KILL THE MESSENGER die wahre Geschichte des Journalisten Gary Webb verfilmt, der die Kokain- und Nicaragua-Contras-Verstrickung der CIA aufdeckte und dann eine Rufmordkampagne von Kollegenseite erleiden musste.

Kill The Messenger

© Universal Pictures International Germany

Inhalt

Der Journalist Gary Webb (Jeremy Renner) hört nun einmal nicht auf solche als Ratschlag getarnte Drohungen  und ist einem gewaltigen Politskandal auf der Spur: US-Geheimdienste stecken mit Drogenkartellen aus Mittelamerika unter einer Decke. Sie sorgen dafür, dass Tonnen von Crack ungehindert ins Land kommen können. Mit dem Geld wird in Nicaragua der Kampf der Contra-Rebellen gegen die Regierung finanziert. Webb recherchiert auf den Straßen von Los Angeles, in Nicaragua und auf den Fluren der Macht. Seine Artikel schlagen im ganzen Land hohe Wellen. Doch damit ist Webb einen Schritt zu weit gegangen. Nun beginnt für ihn erst der eigentliche Kampf: um die Wahrheit, sein Ansehen und schließlich auch um seine Familie…

Kritik

Mit Tödliches Kommando – The Hurt Locker stieg Jeremy Renner 2009 wahrhaft explosionsartig in die erste Riege Hollywoods auf. Seine Oscar®-nominierte Performance als kompromissloser Bombenexperte im Kriegseinsatz fesselte mit atemberaubenden Spannungsmomenten wie auch zutiefst emotionalen Szenen. Die gleiche Präzision und Vielschichtigkeit beweist Renner nun in KILL THE MESSENGER. In diesem auf Tatsachen beruhenden Thriller übernimmt er die Rolle des Journalisten Gary Webb, der Mitte der 90er Jahre einen spektakulären CIA-Skandal aufdeckt. Als er daraufhin in das Visier der CIA gerät, muss Webb nicht nur die mediale Gegenkampagne der Regierung überstehen, sondern auch um das Wohl seiner Familie fürchten. Auch wenn Renners Leistung oscarverdächtig ist und die Geschichte gut aufgearbeitet wurde, bleibt zu viel Potential auf der Strecke. Filmtechnisch, wie auch vom Spannungsverlauf, macht Kill the Messenger nichts falsch, wobei man sich durchaus mehr Mut in der Inszenierung gewünscht hätte. So bleibt Cuestas intensiver BioPic eine überdurchschnittliche Berg- und Talfahrt ohne sich die Blöße zu geben. Absolut solide präsentiert sich auch der hochkarätige Nebencast, zu dem u.a. Mary Elizabeth Winstead, Ray Liotta, Andy Garcia, Oliver Platt und Serien-Star Gil Bellows gehören. So fügt sich alles zu einer homogenen Masse zusammen, die durchaus sehenswert ist.

Fazit: Es kann lebensgefährlich sein, die Wahrheit herauszufinden. Ganz besonders, wenn es dabei um Geheimdienste und ihre Verstrickung in den internationalen Drogenhandel geht.

FSK ab 12 (grün)Originaltitel:           Kill the Messenger
Produktionsland/-jahr:   US 2015
Laufzeit:                112 min
Genre:                   BioPic, Thriller, Drama

Regie:                   Michael Cuesta
Drehbuch:                Peter Landesman     
Kamera:                  Sean Bobbitt                     

Kinostart:               10. September 2015
Home Entertainment:      21. Januar 2016

Verleih:                 Universal Pictures

(Quelle: vipmagazin)

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