Jim Terrier - The Gunman

[Blogger-Special] THE GUNMAN | Liam Neeson und Sean Penn haben es vorgemacht: Wer ist bereit für eine Action-Renaissance?

Dieses Jahr erschien mit 96 Hours – Taken 3 der voraussichtlich letzte Teil einer durchwachsenen Actionreihe mit Liam Neeson. Regisseur Pierre Morel hat mit einem höchst ansehnlichen 96 Hours – Taken Liam Neeson zu einem Karriere-Aufschwung verholfen. Jetzt hat sich Morel dazu entschieden, das Ganze auch nochmal mit Sean Penn durchzuziehen. Das Ergebnis ist THE GUNMAN! Doch wer hat als nächster eine Action-Renaissance verdient? Meine Wahl fiel auf…

Will Smith

© Warner Home Video

WILL SMITH – FRESH PRINCE, KINOFLOPS UND NEUSTART

Willard Caroll Smith Jr., besser bekannt als Will Smith, erblickte als Zweitältester von vier Geschwistern, im Jahre 1968 in Philadelphia das Licht der Welt. Mit Der Prinz von Bel-Air wurde er Anfang der 90er zum gefeierten Serienstar. Mit seiner ersten größeren Rolle in Made in America an der Seite von Whoopi Goldberg und Ted Danson im Jahr 1993 sorgte er für den ersten Aha-Effekt. Dies war Grund genug, das Regisseur Michael Bay bereits zwei Jahre später ihn in die Rolle von Detective Mike Lowrey steckte. Zur Seite stand ihm der bereits erfahrene Comedian Martin Lawrence. Zusammen ergaben sie das perfekte Action-Duo. Nun war der Weg für Will Smith frei und ein Filmangebot nach dem anderen lag im Postkasten. Es folgten die Sci-Fi-Hits Independence Day und Men in Black sowie der Thriller Der Staatsfeind Nr. 1, allesamt bombastische Kassenerfolge. Will Smith stieg in die Riege der Actionhelden auf. Doch die Jahrtausendwende sollte auch die berufliche Wende bringen. Er ging mehr Risiko ein, was sich schauspielerisch und storytechnisch teilweise nicht auszahlte. Wild Wild West, war abgesehen vom Soundtrack, 1999 der reinste Flop an den Kinokassen. Dies warf ihn aber nicht wirklich zurück. Es folgten Charakterrollen wie Ali, was ihm sogar eine Oscar-Nominierung einbrachte, und weitere Blockbuster wie die Fortsetzung Bad Boys II und Sci-Fi-Hit I Robot (2004). Will Smith verstand es wie kein Zweiter, Action und Humor aneinander zu koppeln und diese mit seinem Wesen und Auftreten einzigartig zu performen.

Bis 2008 wirkte Will Smith in sechs großen Hollywood-Produktionen mit, die mal mehr und mal weniger erfolgreich beim Zuschauer und Kritiker wegkamen. Hin und wieder widmete er sich auch parallel der Musik, mit der er einst vor seiner blühenden Karriere anfing. Privat gab es immer mal wieder schlechte News über ihm. Scheidung, Scientology, fragwürdige Denkweisen. Er zog sich ab 2008 für ganze vier Jahre aus dem Filmgeschäft als Schauspieler zurück und produzierte fortan mit seiner Produktionsfirma Overbrook unterschiedliche Projekte, u.a. das Remake von Karate Kid mit Jackie Chan und seinem Sohn Jaden Smith. Nach einem würdigem Finale von Men in Black 3 suchte sich Will Smith seine künftigen Projekte sehr genau aus. Alles nahm er nicht an. Doch noch schlimmer als Wild Wild West sollte dann nur noch das Familiendrama After Earth von Regisseur M. Night Shyamalan werden. Neben unterirdischer Kritiken und schlechter Zuschauerstimmen, waren es vor allem die Scientology-Mutmaßungen, die dem Film enorm geschadet haben. Auch wenn die Produktionskosten mit einem ordentlichen Plus eingespielt wurden, gilt After Earth mitunter zu den schlechtesten Filmen von Will Smith. After Earth markiert auch den Tiefpunkt von Will Smith als kunterbunter Comedy-Action-Typ mit Sixpack. Will Smiths Karriere drohte vollständig einzubrechen. Auch der aktuellste Film Focus kam nicht über den Durchschnitt hinaus.

Wo bleibt die Renaissance vom Actionheld Will Smith? Er lehnte jüngst eine Rolle in der Fortsetzung Independence Day 2 ab, die einst den Grundstein seiner Karriere legte. Aber nach einer Fahrt im langen Tunnel, erblicken wir allmählich Licht. Bad Boys III und IV angekündigt. Der erste Aufschrei und auch sein Mitwirken als Deadshot im kommenden Highlight Suicide Squad (2016) könnte ihm den erhofften und längst fälligen Aufwind verschaffen. Noch müssen wir Will Smith nicht abschreiben, aber noch ein Flop und er wird gestoppt.

Ob Will Smith es Liam Neeson und Sean Penn gleichmachen wird, wird sich nächstes Jahr zeigen. Wollen wir es hoffen, dass er als Deadshot in Suicide Squad an der Seite von Jared Leto, Jai Courtney, Cara Delevingne und Margot Robbie nochmal die Kurve kriegt.

Bis dahin können wir uns Gott sei Dank mit Action-Oldie Sean Penn in THE GUNMAN (Review) vergnügen, der am 3. September auf DVD, Blu-ray und VoD erscheint.

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