Eyjafjallajökull

EYJAFJALLAJÖKULL – DER UNAUSSPRECHLICHE VULKANFILM | Dany Boon boomt und mit ihm ein Vulkan, den kaum einer aussprechen kann

Die Welt der Reisenden kämpft mit einer gigantischen Aschewolke. Noch brodelnder als der isländische Vulkan mit dem unaussprechlichen Namen EYJAFJALLAJÖKULL ist allerdings die Beziehung zwischen Alain (Dany Boon) und Valérie (Valérie Bonneton): Seit 20 Jahren geschieden, verbindet das Ex-Ehepaar nur noch der abgrundtiefe Hass füreinander.

Eyjafjallajökull

© Universum Film

Inhalt

Valerie (Valére Bonneton) und Alain (Dany Boon) sind auf dem Weg zur Hochzeit ihrer Tochter. Doch die beiden Ex-Eheleute verbindet neben dem gemeinsamen Kind nur noch abgrundtiefer Hass und Abscheu. Blöderweise sitzen sie im selben Flugzeug, als der isländische Vulkans Eyjafjallajökull ausbricht und mit seiner Aschewolke den gesamten Flugverkehr über Europa lahm legt. Die Maschine muss in München notlanden und wird in absehbarer Zeit auch nicht wieder starten. Ein weiteres Problem: Die Hochzeit findet unglücklicherweise im 2.100 Kilometer entfernten Athen statt und die einzige Möglichkeit, rechtzeitig dorthin zu kommen, besteht im letzten, am Münchner Flughafen noch verfügbaren Mietwagen. Gezwungenermaßen treten Valerie und Alain also die lange Fahrt nach Griechenland gemeinsam an. Es beginnt ein Roadtrip mit Hindernissen und uralten Konflikten, die wieder zutage treten…

Kritik

Seit der französische Komiker und Filmemacher Dany Boon mit Willkommen bei den Sch’tis hierzulande in den Kinos einschlug wie eine Bombe, hat er unterdessen eine beachtliche internationale Karriere hingelegt. Komödien mit ihm versprechen gute Kritiken und Einnahmen, auch auf der heimischen Couch erfreut er sich steigender Beliebtheit. Wenn dann auch noch das Produzenten-Team des Mega-Erfolgs Ziemlich beste Freunde im Hintergrund die Fäden zieht, kann bei einem Film wie EYJAFJALLAJÖKULL – DER UNAUSSPRECHLICHE VULKANFILM eigentlich nicht mehr viel schief gehen. Könnte man zumindest denken. Aber wie so oft nützen gute Darsteller und Produzenten wenig, wenn der Kern des Films – das Drehbuch – die Erwartungen nicht erfüllt. Eyjafjallajökull – Der unaussprechliche Vulkanfilm ist somit Opfer seiner Herkunft geworden, aber ganz so drastisch dramatisieren möchte ich den Film dennoch nicht. Französische Filme finden in Deutschland meist über die Arthaus oder allgemeine Kunstschiene statt und finden darüber den Weg in ausgewählte Kinos oder Festivals. Mit Ziemlich beste Freunde ist das französische Kino endlich auch einer breiten Masse an deutschen Zuschauern zugänglich gemacht worden und nach unzähligen weiteren Hits, enorm populär. Natürlich haben Dany Boon, Omar Sy & Co ordentlich dazu beigetragen, aber grundsätzlich ist der Erfolg auf die herrlichen Drehbücher und Inszenierungen maßgebend zurückzuführen. Somit ein Nachteil für Eyjafjallajökull? Phasenweise ist es erschreckend wie einfallslos und „dahin gerotzt“ der Film erzählt wird. Die bösen Streiche, die sich Dany Boon und Valére Bonneton gegenseitig spielen könnten auch aus dem Kindergarten stammen, aber kurioserweise sind es genau diese Streiche, die uns zum Lachen bringen – auch wenn sie doch zu offensichtlich sind. Der Vulkanausbruch wird zum Anlass genommen, dass sich die Streithähne für ihre Tochter zusammenreißen, sich auf einem Roadtrip durch Europa selbst- und zueinanderfinden. Sicher ist dieser Film kein überaus lobenswertes Werk aus Frankreich, aber immerhin ein kurzweiliger Spaß mit einigen Ecken und Kanten.

Fazit: Bricht einmal ein Vulkan in Europa aus, steht der ganze Kontinent Kopf. Gut, dass die Menschen so gelassen bleiben… NICHT. Valére Bonneton und Dany Boon spielen das interfamiliäre Endzeitszenario während der verkehrstechnischen Katastrophe herrlich und spritzig. Auch wenn ihre Darbietung nicht immer ganz rund ist, was dem doch eher schlechten Drehbuch zu schulden ist, so ist Eyjafjallajökull ein netter und typisch französischer Zeitvertreib aus der Schmiede von Ziemlich beste Freunde.

FSK ab 6 (gelb)Originaltitel:           Eyjafjallajökull
Produktionsland/-jahr:   FR/BE 2013
Laufzeit:                92 min
Genre:                   Komödie

Regie:                   Alexandre Coffre
Drehbuch:                Laurent Zeitoun, Yoann Gromb, Alexandre Coffre     
Kamera:                  Pierre Cottereau     

Kinostart:               31. Juli 2014
Home Entertainment:      12. Dezember 2014

Verleih:                 Universum Film

(Quelle: vipmagazin)

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