SONG FOR MARION | Lebensfreude ist keine Frage des Alters

Mit SONG FOR MARION kommt ein bewegender und ganz dem britischen Humor verpflichteter Film um die Ecke, der die Herzen aller Musikliebhaber höher schlagen lassen wird. Regisseur Paul Andrew Williams (London To Brighton) erzählt in dieser mit Terence Stamp, Vanessa Redgrave, Gemma Arterton und Christopher Ecclestone hochkarätig besetzten Tragik-Komödie eine wunderbare Geschichte um Liebe, Hoffnung und die magische Kraft der Musik.

Song for Marion

© Ascot Elite Home Entertainment

Inhalt

Arthur (Terence Stamp) kann nicht verstehen, warum sich seine Frau Marion (Vanessa Redgrave) freiwillig und regelmäßig der in seinen Augen peinlichen Prozedur unterzieht, alberne Lieder in ihrem Chor zu singen. Doch Marions Liebe zum Gesang ist trotz schwerer Krankheit unerschütterlich und so unterstützt Arthur sie widerwillig dabei. Die junge Chorleiterin Elisabeth (Gemma Arterton) sieht in Arthur etwas Besonderes und will ihn unbedingt und gegen seinen vehementen Widerstand in ihren Chor aufnehmen. Hartnäckig bearbeitet sie Arthur und im Laufe der Zeit entdeckt dieser seine verloren geglaubte Lebensfreude wieder. Denn Arthur beginnt zu verstehen, dass es nie zu spät ist für Veränderungen.

Kritik

SONG FOR MARION mag durchaus kein perfektioniertes Werk sein: zu früh ahnt man die Richtung in der es geht. Die Charaktere Marion und Arthur sind herrlich gezeichnet, wobei hier vor allem Elisabeth zu wenig von Williams‘ Liebe erfuhr und eher farblos daherkommt. Elisabeth hätte durchaus einige Ecken und Kanten gut gestanden. In den vermeintlich „lustigen Szenen“ die sich meist auf den Chor fokussieren, wirken zu inszeniert und künstlich. Doch überraschenderweise erlag der Film nicht an seinen Schwächen, denn der versprühte Charme rettete den Rest des Films in sichere Gewässer. Terence Stamp verkörpert grandios den grimmigen, alten Mann, der eigentlich von niemanden gestört werden will – außer von seiner Frau und ab und an auch von seinen Stammtischkumpels. Selbst bei ihnen fällt es ihm schwer, Gefühle auszudrücken. Seine Art Zuneigung offen zu zeigen, wird durch ein Repertoire von Gesten unterstützt. Er kümmert sich sehr um seine todkranke Frau, manchmal einen Tick zu fürsorglich. Die freundlichen Chormitglieder, die die Patientin mit einem netten Ständchen aufmunter wollen, werden aus Sorge zu seiner Frau, rüde verjagt und auch liegen ihm verletzende Worte schnell auf der Zunge. Aber dennoch zeigen wie zum Ende hin Verständnis für Arthur. Hinter der rauen Fassade schlägt ein gutes Herz. Er will nur das schützen, was ihm am meisten auf der Welt bedeutet. Er führt einen Kampf mit sich und seinen Mitmenschen, und entdeckt dabei die Liebe neu.

Fazit: Ein sympathisches und zugleich tränenreiches Spektakel, das trotz seiner Schwächen nur gewinnen kann. 

FSK ab 0 (weiß)Originaltitel:           Song for Marion
Produktionsland/-jahr:   UK/DE 2012
Laufzeit:                93 min
Genre:                   Komödie, Drama, Musik

Regie:                   Paul Andrew Williams
Drehbuch:                Paul Andrew Williams     
Kamera:                  Carlos Catalan     

Kinostart:               14. März 2013
Home Entertainment:      4. Oktober 2013

Verleih:                 Ascot Elite Home Entertainment

(Quelle: AscotEliteFilm)

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