HALO 5: GUARDIANS

HALO 5: GUARDIANS | Der „Master Chief“ ist zurück, aber die Show gehört jemand anderen

Das Warten hat ein Ende: der größte Exklusivtitel der Microsoft-Konsole XBOX ist zurück im Alltag unzähliger Fans. HALO 5: GUARDIANS setzt dort an, wo der etwas unglückliche vierte Teil aufhörte. Rund drei Jahre mussten die Anhänger auf die Fortsetzung der Reihe warten, ob sich das gelohnt hat? Das erfahrt ihr hier…

Inhalt

Ein unerwarteter Angriff auf die Koloniewelten setzt dem Frieden ein jähes Ende. Doch während der größte Held der Menschheit verschollen bleibt, muss sich ein neuer Spartan namens Locke der Aufgabe stellen, den Master Chief ausfindig zu machen und ein Geheimnis zu lüften, das die gesamte Galaxie bedroht.

Test

Ich bin Fan der ersten Stunde, kann ich da eigentlich völlig parteilos sein und fair bewerten? Sicherlich genießt die Halo-Reihe einen gewissen unantastbaren Status bei mir, doch „nobody is perfect“. Bereits bei Halo 4 habe ich meinem Unmut darüber zum Ausdruck gebracht, dass der vierte Teil eigentlich der zweite Teil ist. Zu wenig wurde damals Wert auf Individualismus und Abwechslung gesetzt. Trotz recht guter Wertungen, war der Frust in der Zocker-Gemeinde groß. Viele setzen nun all ihre Hoffnung in HALO 5: GUARDIANS. Nach den ersten Bewegtbildern und Hintergrundinformationen erreichte der Euphorie-Level einen fast noch nie dagewesenen Zustand. Nach nun einigen Tagen intensiver Auseinandersetzung mit dem Titel, unzähligen Schlachten und einer erfolgreich absolvierten Fahrprüfung mit dem Warthog, bin ich zu einem semi-ernüchternden Ergebnis gekommen.

Hier fehlt doch was? – Mit durchschnittlich acht Stunden ist die Solo-Kampagne von Halo 5: Guardians gelinde gesagt: ein intergalaktischer Pups. Während der Spieler zwischen den beiden rivalisierenden Teams vom Master Chief und Locke hin und her switcht, dümpelt die Story uninspiriert und langweilig dahin. Einen wirklichen Showdown zwischen den Widersachern findet in der Form nie statt, obwohl ein epischer Kampf im Vorfeld zugesichert wurde. Grundsätzlich ist man als farbenfrohe 4er-Combo unterwegs und beweihräuchert sich beim fröhlichen „Alienreste-vom-Schuh-kratzen“. Die Kampagne macht vor allem dann richtig Laune, wenn diese im Koop-Modus mit Freunden gespielt wird – dumm nur, dass der beliebte Splitscreen nicht mehr an Bord ist. Dies versetzt der Kampagne leider wieder einen erheblichen Tiefschlag.

Hoch, runter – links, rechts! – Erfreulich sind die kleinen aber feinen Neuerungen in Halo 5: Guardians. Neben dem rasanten Gameplay, macht vor allem der „Boost“ und das „Hovern“ enorm viel Spaß. Dies verleiht dem Spiel eine neue und dynamische Geschwindigkeit. Diese beiden Spielereien kommt vor allem im Multiplayer eine gewissen Bedeutung zu. Grafisch macht das Spiel einen erstklassigen Eindruck, obwohl hin und wieder schwammige Texturen und Details das Gesamtbild drüben. Dennoch wird rein optisch alles mitgebracht, was man von einem AAA-Titel erwarten kann.

Multi ist kulti! – Das Glanzstück von Halo 5: Guardians ist mit deutlichem Abstand der Multiplayer-Modus, obwohl die Entwickler einige bekannte Spiel-Modi herausgenommen haben. Die eigentliche Sensation ist jedoch der brandneue 12-gegen-12-Modus „Warzone“, wo auf deutlich größeren Karten zwei Teams die gegnerische Basis einnehmen und Punkte verdienen müssen. Auch wenn hier mit dem angesiedeltem „Req“-System noch nicht alles so rund läuft, verbirgt sich hinter diesem Modus ein hohes Suchtpotential. Cool ist auch, dass man nicht nur zu Fuß antreten muss, sondern auch einfach mal genüsslich mit Fahrzeugen die weiten Ariale durchstreifen kann.

Fazit: Aber egal ob man nun die recht kurz geratene Kampagne oder den opulenten Multiplayer von Halo 5: Guardians Aufmerksamkeit schenkt, hinter diesem Titel verbirgt sich wie gewohnt beste Shooter-Action.

Plattform: XBOX ONE

USK 18 (rot)Genre:                    Science-Fiction-Shooter
Entwickler:               343 Industries
Publisher:                Microsoft       
Veröffentlichung:         27. Oktober 2015

(Quelle: Fabian Pohl)

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