Krampus

KRAMPUS | Der dunkle Schatten des Weihnachtsmannes

Nach Trick r‘ Treat beweist Michael Dougherty erneut, dass er viel Liebe zum Genre im Blut hat. Mit KRAMPUS setzt er eine zerrüttete Familie dem blanken Horror aus, vergisst dabei aber nicht den tiefschwarzen Humor – Weihnachten, das Fest des Horrors!

Krampus

© Universal Pictures

Inhalt

Für Max (Emjay Anthony) sind die Weihnachtsfeiertage wenig erfreulich: Die gesamte Verwandtschaft entert das Haus, alle streiten sich, und zu essen gibt es den unsäglichen Weihnachtsbraten seiner Mutter (Toni Collette). Wie das Fest der Liebe fühlen sich diese unangenehmen Stunden für Max nicht an. Doch dann fällt der Strom aus und in der Dunkelheit lauert noch etwas viel Schrecklicheres als die lieben Verwandten: der Krampus. Er wird angelockt durch die mangelnde Festtagsstimmung in Max‘ Elternhaus und kommt nun, um alle Ungläubigen zu bestrafen. Im Schlepptau hat er die Horrorversionen sonst so friedlicher Weihnachtsikonen. Max und seine Familie müssen nun zusammenhalten, um die grausige Sagengestalt zu vertreiben, bevor die Monster-Variante des Weihnachtsmanns jemanden fressen kann…

Kritik

Wenn du nicht brav warst, dann bekommst du einen mit der Rute oder in diesem Fall… besucht dich der dunkle und böse Schatten des heiligen Nikolaus: KRAMPUS. Was zuerst nach Wischi-Waschi-Horror-Entertainment klingt, entpuppt sich als wahrer Horror-Geheimtipp zur besinnlichen Weihnachtszeit. Michael Dougherty hat es einfach drauf, was ich einfach mal so nonchalant zum Ausdruck bringen muss. Wer glaubt hier bei der ganzen Monster-Action einen CGI-Effekt nach dem anderen vor die Linse zu bekommen, der irrt sich gewaltig. Gekonnt wird zu einem Großteil des Film auf echte Puppen zurückgegriffen, welche sich im Creature-Design sehr positiv ins Auge fallen. Statt billiger Jumpscares, huschen nur so die bösartigen Kreaturen an einem vorbei. Die besondere Kameraführung im Zusammenspiel mit der tollen Beleuchtung der Sets, heben Krampus auf das Niveau eines atmosphärischen Horror-Schockers aus dem Bilderbuch.  Manchmal erinnern die schiefen Kamerawinkel sehr an Sam Raimis Horror-Meisterwerke und beschwören nicht selten deren atmosphärische Dichte herauf. Auch die Darsteller, darunter übrigens Wienerin Krista Stadler als Ösi-Oma, scheinen sichtlich Spaß an der Sache gehabt zu haben. Wenn die bösen Geister der Weihnacht hier ihr Unwesen treiben. Hier werden Erinnerungen wach an Joe Dantes Gremlins, der einst eine ganze Generation in eine schaurig-schöne Weihnachtsstimmung katapultiert erinnert hatte. Michael Dougherty schafft, für einen Horrorfilm, bemerkenswert interessante Charaktere – die natürlich das Klischee ausfüllen – und zeigt eine große Liebe zum Detail. Sei es die furchteinflößende Aura des Krampus oder der melancholische Blick der Schneemänner, die Optik grenzt an Perfektion. Dass dem Film dann in den letzten paar Minuten etwas die Puste ausgeht ist nichts weiter als eine Fußnote auf der Rückseite der Packungsbeilage.

Fazit: Der heilige Nikolaus wird dieses Jahr nicht kommen, stattdessen… optisches Dauerfeuer ohne große Schockmomente, aber mit einer Menge Spaß und Spielraum!!!

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           Krampus
Produktionsland/-jahr:   US 2015
Laufzeit:                98 min
Genre:                   Horror, Komödie, Fantasy

Regie:                   Michael Dougherty
Drehbuch:                Michael Dougherty, Todd Casey, Zach Shields
Kamera:                  Jules O'Loughlin   

Kinostart:               3. Dezember 2015
Home Entertainment:      - 

Verleih:                 Universal Pictures International 

(Quelle: Universal Pictures Germany)

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