Flash Gordon

FLASH GORDON | Ein heldenhafter Footballspieler rettet die Welt

Als FLASH GORDON zum ersten Mal in die Kinos kam, konnten viele 12-jährige – die eigentlich als Zielgruppe festgesetzt wurde – nichts mit dem Film anfangen. Im Fahrwasser großer Sci-Fi-Blockbustern wie Star Wars oder Kampfstern Galactica ging diese Weltraum-Opfer baden. Nichtsdestotrotz erreichte dieser „Retro-Trash“ dennoch genug, um heute als wahrer Klassiker und Kult zu zählen.

20149144Inhalt

Der skrupellose Diktator Ming (Max von Sydow) herrscht über den Planeten Mongo und auch wenn die Namenswahl für sein Imperium aus zeitgenössischer Sicht etwas unglücklich ausgefallen ist, strebt er danach das gesamte Universum unter diesem Banner zu vereinen. Der intergalaktische Imperator hat ein eigenwilliges Hobby: Alle tausend Jahre sucht er die Planeten der umliegenden Sternensysteme mit Naturkatastrophen heim. Sollten die Ereignisse als Naturkatastrophen wahrgenommen werden, lässt er die Bewohner des Planeten in Ruhe. Wenn sie aber die Präsenz einer höhere Macht erkennt, zerstört er ihre Welt zu seinem Vergnügen. Eines Tages beschließt er die Erde aus dem Universum zu pusten. Der Footballspieler Flash Gordon (Sam J. Jones) und die Reiseleiterin Dale Arden (Melody Arsen) sind gerade mit dem Flugzeug nach New York unterwegs, als sie in einen Meteoritenschauer geraten und notlanden müssen. Dabei fallen sie direkt in die Hände des größenwahnsinnigen aber genialen Wissenschaftlers Dr. Hans Zarkov (Topol), der das wahre Ausmaß der Bedrohung längst erkannt hat und die beiden in eine Rakete zum Planeten Mongo setzt. Flash Gorden bleibt nur noch wenig Zeit, um den fiesen Diktator aufzuhalten und die Erde vor dem Untergang zu bewahren…

Kritik

Auf der Grundlage des Comics von Alex Raymond und der Film-Serials der 1930er Jahre wollte Regisseur Mike Hodges eine außergewöhnliche Filmästhetik erschaffen, die diese Ursprünge widerspiegeln, ähnlich wie das, was Robert Altman 1980 in seinem Film Popeye anstrebte. Der Vorspann von FLASH GORDON verwendet, untermalt vom mittlerweile berühmten Titelsong von Queen, Illustrationen aus jenen frühen Comic-Stripes. Den ganzen Film hindurch wählt Hodges Kameraperspektiven, Einstellungen und Farben, die das Comic-Strip-Gefühl vermitteln sollen. Auch wenn Jones eine ‚Goldene Himbeere‘ für seine schlechte Schauspielleistung einheimste, sollte diese Inhaltslosigkeit seiner Figur auf die Comic-Herkunft der Geschichte verweisen – dies wurde dementsprechend als nicht erkannt und gebührend gewürdigt. Dass Ming von Max von Sydow, einem gegen seinen Typ besetzt war, entpuppte sich schlussendlich als Geniestreich. Um den Trash-Faktor weiter in die Höhe zu treiben, konnte Hodges die Bühnenveteranen Timothy Dalton und Brian Blessed, sowie Richard O’Brian gewinnen. Natürlich lief die Besetzung ins Leere und auch der Kitsch kam bei der damaligen Jugend nicht sonderlich gut an. Erst mit den Jahren wurde der Film in den Augen der heutigen Erwachsenen besser. Denn man erkannte endlich sein Potential und den ehrlichen Hintergrund. Die Tatsache, dass die Spezialeffekte nicht wirklich ernst zunehmend sind, unterstützt den grenzenlosen Kultstatus – den Professionalität war damals Definitionssache. Aber auch so gab man sich damals nicht all zu viel Mühe, die Spezialeffekte und Settings ansprechend zu gestalten. Alles sollte nur der detailgetreuen Comic-Anlehnung dienen. Unfreiwillig komisch ist schließlich das Endprodukt, an dem heute nur noch der grandiose Soundtrack erinnert. Haben wir ein Glück, das findige Filmmacher bereits an einem Remake arbeiten.

Fazit: Hier geben sich Trash und Kitsch die Hand. Die geballte Mischung aus herausragender Besetzung, musikalischer Untermalung und wirklich wirklich wirklich schlechter Spezialeffekte führt zwangsläufig dazu, dass Flash Gordon sowohl mit einem lachenden als auch weinenden Auge gesehen wird.

FSK ab 12 (grün)Originaltitel:           Flash Gordon
Produktionsland/-jahr:   UK/US 1980
Laufzeit:                111 min
Genre:                   Action, Abenteuer, Sci-Fi

Regie:                   Mike Hodges
Drehbuch:                Lorenzo Semple Jr.
Kamera:                  Gil Taylor   

Kinostart:               25. Februar 1981
Home Entertainment:      15. Juli 2004 

Verleih:                 Universum Film

(Quelle: STUDIOCANAL Australia)

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