LEGEND | Sie sind Brüder, Gangster und Ikonen

In einer einmaligen Doppelrolle beweist Tom Hardy in LEGEND einmal mehr seine außergewöhnliche Schauspielkunst und Leinwandpräsenz. Oscar-Preisträger Brian Helgeland (L.A. Confidential, Mystic River), der auch das Drehbuch schrieb, führt Regie in diesem erbarmungslosen Gangsterepos und stellt David Thewlis, Emily Browning, Chazz Palminteri, Tara Fitzgerald und Taron Egerton an Hardys Seite.

Legend

© STUDIOCANAL

Inhalt

Reggie Kray (Tom Hardy) hat die Unterwelt im Londoner East End fest im Griff. Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Ron (ebenfalls Tom Hardy), den er kürzlich aus der Psychiatrie holen konnte, erpressen die beiden Schutzgelder, schmieden Allianzen und zwingen jeden ihrer Gegner in die Knie. Schnell florieren die Geschäfte; Politiker und Prominente gehen in den Clubs der Krays ein und aus. Obendrein findet Reggie in Francis (Emily Browning) die Liebe seines Lebens. Doch als er für sechs Monate im Gefängnis einsitzt, treibt Ron die Bars und das eigene Casino in den Ruin. Und während Ron immer mehr außer Kontrolle gerät, sieht Francis bald nur noch einen Ausweg, um ihrem Leben als vernachlässigte Ehefrau zu entfliehen. Das Imperium der Kray-Zwillinge droht zu zerbrechen und Reggie setzt alles daran, um ihren Niedergang abzuwenden.

Kritik

Seit einigen Jahren begeistert mich Tom Hardy von Film zu Film immer mehr. Sei es in InceptionWarrior oder Mad Max: Fury Road, Tom Hardy wird seinem Namen gerecht. Ein knallharter Schauspieler mit Ecken und Kanten erobert Hollywood als König des Muskelaufbaus. Doch nicht nur mit Muskelkraft versetzt Hardy Berge. Seine Darbietungen als vornehmlich agierender Antiheld verschafften ihm einen hohen Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad rund um den Erdball. Mittlerweile gehört der Brite zum Who’s who der Schauspielzumpft, was im früher oder später verdientermaßen einen Oscar einbringen wird. Aber wenn man glaubt, es gibt keine Steigerung von Hardy, haut er seinen neuen Film a la „make some hardy“ raus. Fokussieren wir uns ausschließlich auf die biografische Geschichte der kriminellen Kray-Brüder, so sind wir nach 132 üppigen Spielminuten sicherlich enttäuscht. Einen wirklichen Spannungsbogen oder gar eine tiefgründige Handlung verspricht LEGEND nicht – obwohl der wirklich opulente Trailer viel mehr versprach. Legen wir aber unser Augenmerk auf die Leistung von Tom Hardy, führt kein Weg an der Begeisterung vorbei. Obwohl er eine Person ist, verkörpert er beide Brüder mit abwechslungsreicher Hingabe und Vermögen, dass man als Zuschauer aus dem Staunen nicht herauskommt. Oberflächlich sehen wir dieselbe Person, doch charakterlich bzw. seelisch schlummern zwei völlig verschiedene Typen im jeweiligen Kray. Hier zeigt Hardy sein ganzes Repertoire an Können. Schleichen sich dann noch gewollte humoristische Nuancen in die Dialoge und Handlungen der Hauptprotagonisten, wird Legend wahrlich zu einem denkwürdiges Gangster-Epos. Zieht man nun unter dem Strich beide Faktoren Geschichte und Tom Hardy zusammen, so tut sich vor unseren Augen ein überdurchschnittlich guter Film auf, der trotz langem Atem nicht zum unangenehmen Spektakel wird. Brian Helgeland wusste ganz genau, wo er den Stier bei den Hörnern packen musste.

Fazit: Ein wirklich LEGENDärer Film. Tom Hardy brilliert in der Kray’schen Doppelrolle.

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           Legend
Produktionsland/-jahr:   UK/FR 2015
Laufzeit:                132 min
Genre:                   Biografie, Drama, Krimi

Regie:                   Brian Helgeland
Drehbuch:                Brian Helgeland
Kamera:                  Dick Pope   

Kinostart:               7. Januar 2016
Home Entertainment:      12. Mai 2016 

Verleih:                 STUDIOCANAL 

(Quelle: vipmagazin)

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