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GUT ZU VÖGELN | Die anti-romantische Komödie mitten aus dem Leben

Schluss, aus, vorbei! Und was jetzt? Ablenken! Am besten in einer Wohngemeinschaft mit bindungsunfähigen Dauersingles. GUT ZU VÖGELN erzählt von Großstädtern, die Sex lieben, Beziehungen fürchten und eigentlich doch mehr vom Leben wollen.

Gut zu Vögeln

© Constantin Film

Inhalt

Society-Reporterin Merlin (Anja Knauer) wird kurz vor der Hochzeit von ihrem Verlobten sitzengelassen und zieht in das freigewordene WG-Zimmer ihres Bruders Simon (Max Giermann), der gerade mit Frau und Baby zusammengezogen ist. Mitbewohner Jacob (Max von Thun), ein Barkeeper, der jede Nacht eine andere im Bett hat, ist von dem heulenden Häufchen Elend in seiner ehemaligen Jungs-WG zunächst gar nicht begeistert, doch dann macht er es sich zur Aufgabe, Merlin von ihrem Liebeskummer zu befreien. Putzen gegen Traurigkeit und ein One-Night-Stand sind nur einige der Ideen, die er in petto hat. Danach geht das Beziehungschaos erst so richtig los – bei dem auch Jacob rasch die Kontrolle verliert. Ob in dieser Situation ein Männer-Trip zum Ballermann die richtige Idee ist, vor allem, wenn Merlin einfach ohne Einladung mitkommt?

Kritik

Ein Film für die Ü-30-Generation: GUT ZU VÖGELN ist nicht das geworden, was ich mir zunächst darunter vorgestellt habe. Ich habe einen spritzigen Film im jugendlichen Stil erwartet. Im weitesten Sinne ist er dies auch, doch der Anteil an „jugendfreundlichen“ Material ist eher klein. Der Film ist klar etwas für die reife Gilde der Männer und Frauen, die selbst solche Lebenssituationen durchlebt haben, wie die überaus sympathische Hauptfigur Merlin. Eine moderne Form der therapeutischen Aufarbeitung von Sex- und Beziehungsproblemen – so würde ich Gut zu Vögeln zusammenfassen. Dazu gesellt sich der klischeehafte Humor, der nicht störend sondern diesmal absolut passt, sowie ein schönes Ensemble deutscher Schauspieler, die auf Berlins Kiez-Größen wie Rolf Eden, Lotto King Karl oder Oliver Kalkofe stoßen. Gut zu Vögeln erfindet das Rad nicht neu, aber das will es eigentlich auch gar nicht. Es vereint laut Regisseurin Mira Thiel, die biografischen Züge ihrer selbst mit direkt aus dem Leben gegriffenen Fakten. Es macht Mut und steht mit Rat und Tat einer Generation zur Seite, die einfach verlernt hat, wie man Sex, Beziehung und die Liebe unter einen Dach vereint. Ein solider deutscher Film der zum Lachen und 90-minütigen Verweilen einlädt.

Fazit: Tolle Darsteller, Ballermann-Soundtrack und humorvolle Klischeebomben – Gut zu Vögeln von Mira Thiel reiht sich zwischen Til Schweiger und Matthias Schweighöfer in die Annalen der beziehungsgestörten Filme ein, die einen hohen Identifikationsfaktor aufweisen und eine gute Anleitung dafür sind, wie man es am besten nicht macht.

FSK ab 12 (grün)Originaltitel:           Gut zu Vögeln
Produktionsland/-jahr:   DE 2016
Laufzeit:                92 min
Genre:                   Komödie

Regie:                   Mira Thiel
Drehbuch:                Mira Thiel, Judith Bonesky, Friederich Oetker
Kamera:                  Stephan Burchardt   

Kinostart:               14. Januar 2016
Home Entertainment:      -

Verleih:                 Constantin Film

(Quelle: Constantin Film)

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