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DEVIL – FAHRSTUHL ZUR HÖLLE | Kein Film für Klaustrophobiker, aber für Horror-Fanatiker

Der Horrorfilm DEVIL präsentiert folgendes Szenario: Fünf Fremde sitzen gemeinsam in einem steckengebliebenen Fahrstuhl fest. Schlimm genug, doch eine der fünf Personen ist nicht das, was sie vorgibt zu sein: Sie ist – so zumindest die Vermutung der hilflos zuschauenden Sicherheitsbeamten – der Teufel persönlich.

Devil_Poster

© Universal Pictures

Inhalt

Fünf Menschen stecken in einem Aufzug fest – und einer davon ist der Teufel. Das glaubt zumindest der abergläubische Wachmann Ramirez (Jacob Vargas), der eine höhnische Fratze auf seinen Überwachungsmonitoren zu sehen meint, die das Innere des festsitzenden Fahrstuhls zeigen. Detective Bowden (Chris Messina) derweil hält nicht viel vom Geschwätz des verschreckten Mannes und setzt alles daran, die Insassen aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Doch als sich die Situation im Aufzug zuspitzt und es einen ersten Toten gibt, muss auch er einsehen, dass hier eine diabolische Macht am Werk ist…

Kritik

M. Night Shyamalans Ruf als Filmemacher ist seit Jahren stark angekratzt. Galt er zu Beginn seiner Karriere, Ende der 1990er Jahre, noch als gefeierter Mystery-Visionär, der dem Grusel neue Facetten hinzufügte und zu ungeahntem Erfolg führte, arbeitet er mittlerweile für den finanziellen Totalausfall und die miesen Kritiken. The HappeningDie Legende von Aang oder After Earth waren filmische Apokalypsen. Jedoch scheint es so, dass M. Night Shyamalan sich verstärkt darauf konzentriert, seine Ideen ambitionierten Filmemachern  zu übertragen und allenfalls als kleiner Handlanger in Erscheinung zu treten. DEVIL ist ein Paradebeispiel dafür, wie gescheit Shyamalan doch ist. Seine alten Stärken fusionieren mit pfiffigen Ideen von Regisseur John Erick Dowdle. Dieser versteht es, die Vorstellungen von Shyamalan in eine kompakte Form zu bringen und die Darsteller entsprechend der Situationen zu führen. Es wird kein großes Geheimnis um die Geschichte gemacht. Von Anfang an ist offensichtlich, dass niemand Geringeres als der Teufel selbst seine Finger im Spiel hat, und dieses Grauen bekommen die fünf Menschen im steckengebliebenen Fahrstuhl in den kommenden Filmminuten knallhart zu spüren. Faszinierend ist jedoch, dass auf so kleinen Raum, ein Film fast 80% seiner Spieldauer funktioniert. Zu gern erinnere ich mich an den Film Elevator. Mein Gott musste ich bei dieser schlechten Synchro und Leistung lachen. Da ging von A bis Z alles schief. Hätte er sich doch nur ansatzweise ein paar Ideen von Devil genommen. Intensiv und klaustrophobisch packt die Geschichte nicht nur den Horror-Liebhaber und Mystery-Fan, sondern auch all diejenigen, die Bock auf einen relativ seichten Schocker haben, der mit rund 80 Minuten eine sehr humane und mehr als ausreichende Spieldauer aufweist.

Fazit: Sehr atmosphärischer Horrorthriller mit großartigen, weitestgehend unbekannten Schauspielern und fantastischen Effekten.

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           Devil
Produktionsland/-jahr:   US 2010
Laufzeit:                80 min
Genre:                   Horror, Thriller

Regie:                   John Erick Dowdle
Drehbuch:                Brian Nelson, M. Night Shyamalan (Story)
Kamera:                  Tak Fujimoto   

Kinostart:               13. Januar 2011
Home Entertainment:      26. Mai 2011

Verleih:                 Universal Pictures

(Quelle: Universal Pictures Germany)

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