XCOM 2

XCOM 2 | Time to Say Goodbye, Alien!

Willkommen zurück, Commander! Übernimm in XCOM 2 das Kommando über die Avenger, einem Alien-Versorgungsschiff, das zum mobilen XCOM-Hauptquartier umfunktioniert wurde. Führe dein Einsatzteam rund um die Welt, erringe weltweit Unterstützung und decke die finsteren Pläne der Aliens auf. 

Inhalt

Zwanzig Jahre sind vergangen, seit die Staatsoberhäupter der Erde den Aliens ihre bedingungslose Kapitulation angeboten haben und XCOM, die letzte Verteidigungslinie des Planeten, dezimiert und zerschlagen wurde. Nun herrschen die Aliens auf der Erde und errichten funkelnde Städte, die der Menschheit vordergründig eine blendende Zukunft verheißen soll, in Wahrheit aber nur einen finsteren Plan verdecken und alle ausschalten, die sich der neuen Weltordnung widersetzen. Nur diejenigen die am Rand der Welt leben, verfügen über ein geringes Maß an Freiheit. Und hier sammelt sich erneut eine Macht, um für die Menschheit zu kämpfen. Zur ständigen Flucht getrieben müssen die verbliebenen XCOM-Kräfte einen Weg finden, sich aus der Asche zu erheben, die heimtückische Wahrheit über die Besatzer aufzudecken und die Alien-Bedrohung ein für alle Mal auszuschalten.

Test

Ihr werdet eine Menge Zeit benötigen, um XCOM 2 auch nur im Ansatz an seine Grenzen zu bringen. Unendliche Stunden, Wochen oder sogar Monate müssen eingeplant werden, damit man den vollen Umfang dieses Universum zu ergründen und zu befreien. Gut, dass es nicht viel Einarbeitung benötigt, denn wer bereits begeistert XCOM: Enemy Unknown gespielt hat, wird sich gleich wie Zuhause fühlen. Der schachspielgleiche Rundenkampf spielt sich fast wie im Vorgänger ab: Eine kleine Gruppe aus erlesenen Spezialisten wird in den Kampf mit den Alien-Besatzern geschickt. Jungfräuliche Soldaten gehen als Rekruten in die Missionen und bekommen nach Erfolgen im Kampf eine entsprechende Aufwertung. Bei der Beförderung entscheidet sich nun der weitere Verlauf der Karriere jedes einzelnen Soldaten. Entscheidet man sich für etwa den Scharfschützen, erhält er ein passendes Gewehr und somit die Möglichkeit, Feine aus größerer Entfernung unter Beschuss zu nehmen. Dann gibt es noch „Spezialisten“ samt fliegender Drohe, die im Kampf auch die Heilung der Kameraden möglich macht oder Nahkampf-Experten, wie der Name es bereits verrät, sich in einem buchstäblichen Kampf auf Messers Schneide dem Feind Auge um Auge stellen.

Eine besonders interessante Neuerung ist die Positionierung der Soldaten zu Beginn der Missionen, denn diese bleiben vor feindlichen Trupps im Verborgenen. Dies ist erweist sich als enorm hilfreich, denn so können die eigene Soldaten in aussichtsreiche Angriffsstellungen gebracht werden, um einen großangelegten Überraschungsschlag zu landen. So schön wie dieser Vorteil auch ist, lässt er sich nicht immer einsetzen, denn einige Missionen besitzen begrenzte Rundenzahlen – was natürlich neue Herausforderungen für den Spieler bedeuten, also nicht zwangsläufig was schlechtes sein muss. Die Kämpfe sind serientypisch fordernd, aber dabei keineswegs unfair. Jedoch sollte man sich daran gewöhnen, regelmäßig gestandene Soldaten auf dem Schlachtfeld zu verlieren, denn der Gegner ist nicht ohne und wartet mit Truppen- und Waffenstärke auf.

Als Commander sollte man aber nicht nur den „Battleground“ im Blick haben. Um langfristig Erfolg zu haben, muss man sich auch auf den Ausbau der fliegenden Basis konzentrieren. Denn hier müssen beispielsweise Forschung durch das Sezieren von erbeuteten Feinden vorangetrieben werden. Um diesen Vorgang zu beschleunigen werden wiederum Wissenschaftler benötigt. Doch Wissenschaftler wachsen nicht an den Bäumen. Durch z. B. Rettungsmissionen lassen sich diese zum Team hinzufügen. Auch müssen neue Soldaten regelmäßig rekrutiert oder Räumlichkeiten gebaut werden. Um Platz für diese neuen Räume zu erschließen und diese schließlich auch zu bauen, werden Fachkräfte – in diesem Fall Ingenieure – benötigt. Eine Vielzahl an Aufgaben müssen erfüllt werden, dabei darf nie die knappen Ressourcen und die Stromversorgung außer Acht gelassen werden. Durch die Erweiterung der Basis werden immer neue Verbesserungen freigeschaltet, welche die eigenen Soldaten im Kampf aufwerten und dadurch ermöglicht, den immer gefährlicheren Gegnern Einhalt zu bieten.

Von der Steuerung stellt man, wie bereits im ersten Teil fest, dass die Handhabung eher auf den Controller optimiert wurde. Dieses Gefühl lässt aber mit voranschreitender Spieldauer natürlich nach, da man sich immer stärker mit der Steuerung auseinander setzt. Doch diesen Punkt zu bemängeln, wäre schon Meckern auf höchsten Niveau. Grafisch steht XCOM 2 seinem Vorgänger in Nichts nach und auch so gab es keinen sonderlich großen Sprung nach vorne. Besonders episch geht es beim Soundtrack zu, der in jeder Situation mit der passenden Untermalung daherkommt und dadurch die Atmosphäre weiter aufheizt. Ebenfalls erfreulich sind die Sprecher, die stets einen guten Job machen. Hervorzuheben ist hier auch, dass die Soldaten das Geschehen in ihrer jeweiligen Landessprache kommentieren. Das steigert den hohen Grad an Authentizität.

Fazit: Viel Zeit, wirklich viel Zeit frisst XCOM 2. Zeit, die man dringend braucht, um die Erde von den Invasoren zu befreien. Dabei dienen uns ein gekapertes Alien-Raumschiff als mobiles Hauptquartier, um Missionen weltweit zu erfüllen. Entscheiden wir uns für eine Mission, so hat die damit zusammenhängende Nicht-Erfüllung parallel verlaufener Missionen direkte Auswirkungen auf den weiteren Spielverlauf. Auf Aktion, folgt prompt eine Reaktion. Ein interessanter Faktor, der den Spielwert in die 1. Liga katapultiert. Ebenfalls grandios sind die zahllosen Individualisierungsmöglichkeiten. Soldaten können nach Wünschen des Spielers frei gestaltet werden, dabei kann man aus einem Repertoire aus scheinbar endlosen Dingen wählen: Tattoos, Haare, Kleidung usw. und sofort. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Verfeinert wird alles durch eine genaue „Versteck”-Mechanik. All das passt fügt sich zu einem Potpourri der guten Laune zusammen, in der die Aliens zunächst den Krieg gewonnen haben und der Spieler versucht, diese wieder zu vertreiben. Während in den rundenbasierten Missionen vieles beim Alten bleibt, wurde der Strategie-Teil des Spiels überarbeitet und bietet nun deutlich mehr Möglichkeiten. Wer den Vorgänger mochte, darf sich XCOM 2 nicht verpassen.

Plattform: PC

USK ab 16 (blau)Genre:                    Strategie, Abenteuer
Entwickler:               Firaxis Games
Publisher:                2K Games       
Veröffentlichung:         5. Februar 2016

(Quelle: 2KGermany)

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