NO ESCAPE | Kleines Budget, fiktives Land, aber jede Menge Action

Die Brüder John Erick Dowdle und Drew Dowdle sind in Horrorkreisen bereits bestens bekannt. Jetzt zeichnen sie mit NO ESCAPE einmal mehr gemeinsam ein Worstcase-Szenario erster Güte – diesmal mit Hollywood-Starbesetzung!

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© EuroVideo

Inhalt

Der Ingenieur Jack Dwyer (Owen Wilson) zieht mit seiner Frau Annie (Lake Bell) und seinen zwei Töchtern ins ferne Südostasien, um dort für ein amerikanisches Unternehmen die Förderung und Produktion von Trinkwasser zu optimieren. Bei einem Ausflug auf den lokalen Markt der Stadt gerät Jack in eine heftige Straßenschlacht zwischen Aufständischen und der Polizei. Als die ersten Schüsse fallen, eskaliert die Situation und Jack versucht verzweifelt, sich in Sicherheit zu bringen. Auf dem Weg zurück zu seiner Familie, wird er jedoch Augenzeuge einer skrupellosen Hinrichtung. Die Rebellen sind gerade dabei, einige unschuldige Ausländer zu exekutieren, als sie Jack entdecken. Nun wird er selbst zum Gejagten und kann sich nur in letzter Sekunde ins Hotel retten, das bereits von schwer bewaffneten Männern gestürmt wurde. Der Aufstand entpuppt sich schnell als ausgewachsener Staatsputsch und Jack versucht mit allen Mitteln seine Familie in Sicherheit zu bringen. Da taucht der geheimnisvolle Regierungsagent Hammond (Pierce Brosnan) auf, der der Familie auf dem Weg durch das Chaos nicht nur einmal das Leben rettet, während die Stadt nach und nach in Anarchie versinkt.

Kritik

NO ESCAPE ist das neueste Werk von John Erick Dowdle (Regie & Drehbuch) und seinem Bruder Drew Dowdle (Produktion & Drehbuch), die sich in den letzten Jahren mit Filmen wie Quarantäne, Devil oder Katakomben vor allem im Horrorgenre einen Namen gemacht haben. Der Actionfilm entstand in enger Zusammenarbeit mit der thailändischen Regierung. Da der Film aber in einem fiktiven Land in Südostasien spielt, musste die Crew sehr darauf bedacht sein, dass Thailand als Land nicht erkennbar ist. Durch die wachsenden Unruhen und die politische Instabilität, vor allem im Nahen Osten, behandelt der Film ein brandaktuelles Thema: Er formuliert den schlimmstmöglichen Ausgang im Fall einer Eskalation der Situation in einem spannungsgeladenen Land. In diesen pulsierenden Actioner kann Dowdle auf eine Starbesetzung zurückgreifen, die beinah an uns vorbeigezogen wäre. Hierzulande ist No Escape eine Direct-to-DVD-Produktion, obwohl der Film so vielversprechend und spannend ist. Er hätte ohne Rechtfertigung eine Kino-Veröffentlichung verdient gehabt. Owen Wilson, Pierce Brosnan und nicht zu vergessen Lake Bell wirken in diesem durchaus spannenden Überlebenskampf überaus gut platziert. Es wirkt alles so überraschend harmonisch und vertraut. Neben der politisch-ökonomischen Dimension, gibt es für die Figuren nur den Sprung von einem Extrem ins Nächste. Wer auf tolle, reflektierende Dialogen steht, wird hier leider enttäuscht werden. Jack Dwyer geht quasi permanent komplett blau-äugig durch die Welt als wäre er den ersten Tag hier – somit auch ein Stück naiv und unfreiwillig komisch. No Escape ist von der ersten Minute an mitreißend inszeniert, dass es nur wenige Zeitfenster gibt, um Luft zu holen. Ich spreche in diesem Fall gerne von einem richtigen Überraschungshit. Daumen hoch, Dowdle!

Fazit: Ein ungeschönter Thriller, der ununterbrochen auf dem Gaspedal steht und an Spannung kaum zu überbieten ist.

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           The Coup
Produktionsland/-jahr:   US 2015
Laufzeit:                103 min
Genre:                   Action, Thriller

Regie:                   John Erick Dowdle
Drehbuch:                John Erick Dowdle, Drew Dowdle   
Kamera:                  Léo Hinstin 

Kinostart:               -
Home Entertainment:      25. Februar 2016

Verleih:                 EuroVideo

(Quelle: The Weinstein Company)

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