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WIE AUF ERDEN | Die Geschichte von Lena und ihrer schwedischen Dorfgemeinschaft geht weiter

In WIE AUF ERDEN erzählt Regisseur Kay Pollak die Geschichte von Lena weiter, die nach dem Verlust von Daniel zurück ins Leben findet. Mit unbändiger Vitalität spielt Frida Hallgren (Wie im Himmel) erneut die Lena. Ein Wiedersehen gibt es auch mit den liebenswert-kauzigen Charakteren des Dorfes, die Pollack mit feinem Gespür lebensecht inszeniert.

Wie auf Erden

© Prokino

Inhalt

Die Kirche von Ljusåker ist mal wieder leer. In seiner Verzweiflung greift Pastor Stig (Niklas Falk) immer häufiger zum Hochprozentigen. Als in einer kalten schwedischen Winternacht ausgerechnet er Lena (Frida Hallgren) hilft, ihren kleinen Sohn auf die Welt zu bringen, sieht er seine Chance. Stardirigent Daniel Dareus, Lenas große Liebe und Vater ihres Sohnes, hat vor ein paar Monaten den Chor von Ljusåker mit seiner Leidenschaft beflügelt. Nun soll Lena sein Erbe antreten und den Chor unter ihre Fittiche nehmen. Durch ein fantastisches Jubiläumskonzert wäre eine volle Kirche garantiert. Lena lehnt ab – doch als der Kirchenrat Stig absägen will, springt sie für ihn in die Bresche. Ab diesem Moment gibt es kein Halten mehr. Dank ihrer gewohnt ungestümen, lebensfrohen Art sind ihre Mittel fast noch unorthodoxer als es die von Daniel waren. Schnell sind die Kirchenbänke ausgeräumt und der Tanzboden ausgerollt. Lena stellt die Konventionen der Kirche auf den Kopf und so hat sie schon bald die pflichtbewusste Siv (Ylva Lööf) samt Kirchenrat gegen sich. Aber nicht nur ihre alten Wegbegleiter und jede Menge neue Singbegeisterte stärken ihr den Rücken, auch Axel (Jakob Oftebro) tritt in Lenas Leben und lässt sich so leicht nicht wieder vertreiben.

Kritik

Gut zehn Jahre nach dem sensationellen Erfolg von Wie im Himmel, war es klar, dass die Fortsetzung WIE AUF ERDEN es schwer haben würde. Dabei stand das Projekt immer wieder auf der Kippe, denn Regisseur Kay Pollak lehnte immer mal wieder den Dreh einer Fortsetzung ab. Sicherlich ist Wie auf Erden bei Weitem nicht das geworden, aber die Messlatte lag auch hoch. Hätte Pollak stark bleiben sollen in seiner Entscheidung, das Projekt weiterhin nicht drehen zu wollen? Einerseits sind die Figuren nach wie vor entzückend. Nur in feinen Facetten wandelt Pollak die Ausgangsgeschichte des Vorgängers ab und variiert schlussendlich die Moral. Getreu dem Motto: „Safety First!“ Wirklich Neuland wird nicht betreten, was eigentlich Schade ist, denn etwas mehr Einfallsreichtum hätte der Handlung sicher gut getan. Denn somit wird dem Zuschauer suggeriert, dass er die gleiche Geschichte nur 10 Jahre später nochmal sieht. Treibende Kraft ist, wie auch im ersten Teil, die Musik. Nur selten finden sich Ausbrüche gegen den Konformismus durch die liebevoll gezeichneten Charaktere statt. Nichtsdestotrotz geht Wie auf Erden den gleichen Weg wie Wie im Himmel mit dem Unterschied, dass sich zum Teil melodramatische Momente zutragen und dadurch die Länge des Films auf ein fast schon schmerzliches Maß ausgeweitet wird. 130 Minuten Film sind nicht ohne und leider Bedarf es auch der Kenntnis des ersten Teils, um in dieser Fortsetzung den Anschluss bzw. Überblick nicht zu verlieren.

Fazit: Ein solider Nachfolger, der eigentlich nur noch für eingefleischte Fans von Wie im Himmel interessant sein könnte. 

FSK ab 6 (gelb)Originaltitel:           Så ock på jorden
Produktionsland/-jahr:   SE 2015
Laufzeit:                130 min
Genre:                   Drama

Regie:                   Kay Pollak
Drehbuch:                Kay Pollak, Carin Pollak   
Kamera:                  Harald Gunnar Paalgard 

Kinostart:               3. Dezember 2015
Home Entertainment:      17. März 2016

Verleih:                 Prokino

(Quelle: vipmagazin)

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