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FINN UND DER WEG ZUM HIMMEL | Eine Hommage und Liebeserklärung an das Leben

Finn ist 26, hat aber den Intellekt und das Gemüt eines Kleinkindes. Als sein Vater stirbt, steht er vor einer neuen Herausforderung: Was muss er tun, um zu ihm in den Himmel zu kommen? FINN UND DER WEG ZUM HIMMEL ist das Langfilmdebüt von Steffen Weinert, der bereits mit seinem Kurzfilm Der Ausreißer auf zahlreichen Festivals auf sich aufmerksam machen konnte.

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© Renaissance Medien

Inhalt

Finn (Jacob Matschenz) ist 26, hat aber den Intellekt und das Gemüt eines Neunjährigen. Als sein Vater stirbt, steht er plötzlich vor einer großen Herausforderung: Was tun ohne Papa? Nach der Beerdigung glaubt er die gleichen Symptome zu haben wie sein Vater und da sowohl sein Vater als auch sein Großvater jeweils an deren eigenem Geburtstag um Punkt 12 Uhr Mittags verstarben, ist Finn der felsenfesten Überzeugung, dass auch er an seinem Geburtstag in sechs Wochen zur Mittagsstunde das Zeitliche segnen wird. Für Finn beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn er will mit allen Mitteln dafür sorgen, dass er nach seinem Tod zu seinem Vater in den Himmel kommt. Um das bewerkstelligen zu können, glaubt er, bis zu seinem Tod noch genau drei gute Taten vollbringen zu müssen. Arglos schmiedet er einen Plan, mit dem er bis zu seinem vermeintlichen Ableben die guten Taten, die er für notwendig hält, vollbracht haben wird. Dabei kommt Finn sogar in den Kontakt mit dem anderen Geschlecht …

Kritik

Jacob Matschenz ist ein facettenreicher deutscher Darsteller. Er bereicherte viele Produktionen durch sein Repertoire und Darbietung. In der überschaubaren Produktion FINN UND DER WEG ZUM HIMMEL verkörpert er einen Erwachsenen, der sich auf dem geistigen Niveau eines Kleinkindes bewegt. Anspruchsvoll, aber auch gefährlich. Handicaps würdevoll statt lächerlich zu inszenieren ist immer eine Herausforderung für Schauspieler und Regisseur. Der ganze Charme kindlicher Naivität verkörpert durch einen Erwachsenen – die besondere Hauptfigur dieses Films macht ohne Zweifel einen großes Teil seines Reizes aus. Steffen Weinert gelingt es, das Zusammenspiel seiner liebenswerten und wunderbar gezeichneten Charaktere gekonnt in Szene zu setzen und daraus ergibt sich ein Handlungsablauf, dem es nicht an Komik und Tiefgang fehlt und somit auch nicht an Vergnügen. Die Verknüpfung unterschiedlicher Handlungsstränge frischt die Geschichte auf und bringt damit auch die notwendige Abwechslung mit. Abgerundet wird dieser liebevolle Film durch die passenden musikalischen Klänge. Dadurch gewinnt der Film weiter an Kontur und setzt sich weit von anderen deutschen Produktionen ab. Man kann nur hoffen, dass wir in Zukunft noch mehr so eindringliche Filme vom talentierten Steffen Weinert sehen werden.

Fazit: Märchenhaft, skurril und unterhaltsam. Finn und der Weg zum Himmel verdient von der ersten bis zur letzten Sekunde die volle Aufmerksamkeit. So herzliche Charaktere, eine so warme Atmosphäre und so viel Liebe sind Balsam für die Seele.

FSK ab 6 (gelb)Originaltitel:           Finn und der Weg zum Himmel
Produktionsland/-jahr:   DE 2012
Laufzeit:                80 min
Genre:                   Komödie, Drama

Regie:                   Steffen Weinert
Drehbuch:                Steffen Weinert   
Kamera:                  Ulli Hadding 

Kinostart:               -
Home Entertainment:      7. April 2016

Verleih:                 Renaissance Medien

(Quelle: RenaissanceMedien)

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