Quantum Break

QUANTUM BREAK | Zeit ist Macht

Die Zeit ist aus den Fugen geraten und May Payne-Entwickler Remedy macht daraus ein packendes Action-Abenteuer: Im Xbox-One- und PC-exklusiven QUANTUM BREAL kämpft sich der von Hollywood-Schauspieler Shawn Ashmore (bekannt aus der X-Men-Reihe) verkörperte Jack Joyce durch ein Effekt-Spektakel, das die Grenzen zwischen Spiel und TV-Serie einreißt. Dabei helfen ihm mehrere Stunden aufwendig produzierter Videos mit Starbesetzung.

Inhalt

Ein fehlgeschlagenes Zeitmaschinenexperiment hat die Zeit durcheinander gebracht, wodurch es jetzt an Jack Joyce ist, die Teile zusammenzusetzen. Während er kämpft, um die Zeit zu retten, muss er auch noch gegen Monarch Solutions kämpfen, ein skrupelloses Unternehmen, das unter der Leitung von Paul Serene, seinem alten Freund, der zum Feind wurde, steht. Während Jack versucht, die Zeit zu retten.

Test

Jack Joyce und Paul Serene sind seit ewigen Zeiten beste Freunde. In ihrem Heimatort hat Jack sich jedoch seit mehr als zehn Jahren nicht mehr blicken lassen – seit seine Eltern ums Leben kamen. Sein älterer Bruder Will lebt noch dort, aber das Verhältnis der Geschwister ist schwierig. Nun bittet Paul Jack, ihm bei einem geheimen Experiment zu helfen.

  • Spiele niemals mit der Zeit… oder doch?

„Monarch Solutions“ ist der Kern allen Übels. Seit Jahren arbeitet Paul als Wissenschaftler für die Firma, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, eine Zeitmaschine zu bauen. Paul schafft die Aktivierung nicht alleine und somit holt er seinen Bruder Jack mit ins Boot, denn er ist sich sicher, dass nichts Gefährliches passieren wird. Tja, Pustekuchen! Nach dem Jack entspannt einige Runden durch die Zeit gedreht hat, wird durch diesen Probelauf ein Riss in der Zeit verursacht. Dieser Unfall im Labor hat Auswirkungen auf die gesamte Welt und droht sie damit zu zerstören. Doch nicht genug: Jack hat durch diesen zeitlichen Supergau ungeahnte Kräfte erhalten. Er kann mit der Zeit buchstäblich spielen – anhalten, rückwärts laufen oder sich schnell durch die Horden von Gegner bewegen. Fluch und Segen zu gleich, denn aufgrund dieser Fähigkeiten, besitzt er die Möglichkeit, die Zeit wieder ins Lot zu bringen und damit die Erde und das Universum vor der Auslöschung zu bewahren.

  • Serie und Spiel in einem

Soweit so gut! Aber Quantum Break ist kein 0815-Zeitreise-Shooter, denn die Entwickler von Remedy wagen einen völlig neuen Ansatz: Zwischen den Akten gibt es je 20- bis 30-minütige Filmsequenzen mit echten (sehr bekannten) Schauspielern, u. a. Aidan Gillen, Dominic Monaghans oder Lance Reddick, und Kulissen. Respekt an die Macher, denn die Sequenzen sind aufwendig und in bester Hollywood-Manier produziert. Doch wer legt im Gefecht nach ca. 30 Minuten den Controller freiwillig aus der Hand und überlasst das Schicksal um Raum und Zeit dem Jack in der Serie? Man gibt die Kontrolle ab, doch es lohnt sich. Nicht nur, dass sich die Spiel- und Filmsequenzen hervorragend ergänzen und die Handlung spannend wiedergeben, sondern erhält der Spiele im Serien-Abschnitt auch wichtige Hinweise, die ihm wiederum im Spielgeschehen entscheidend helfen. Eigentlich gibt es keinen Grund zum Meckern, doch gibt es leider. Der Sprung zwischen Spiel in die Serie und umgekehrt ist ein harter Cut zwischen Realismus und Virtualität: Grafik und Animationen können kaum mit den Filmsequenzen mithalten. Sicherlich erkennt man die Figuren dennoch, aber der Spieler brauch einige Zeit, um mit den maskenhaften Gesichtern im Spiel zurechtzukommen.

  • Das kommt mir doch bekannt vor

Leider ist Quantum Break an für sich ein hochglanzpolierter Shooter, der wie bei …und täglich grüßt das Murmeltier immer wieder gleich abläuft. Es warten mehrere Akte mit je drei bis vier Teilen, die sich in ihrer Gleichheit übertreffen: Jack unterhält sich ein bisschen, liest herumliegende Dokumente, dann folgt eine Action-Sequenz. Anschließend meistern Sie fast immer noch einen Geschicklichkeits-Parcours, in dem Jack die Zeit manipulieren muss, um Objekten auszuweichen und einen bestimmten Ort zu erreichen. Ist das geschafft, wird wieder geredet – und es folgt der nächste Akt. Gähn! Schade eigentlich, dass so viel Potential liegen bleibt. Zum Glück trösten die genialen Serien-Abschnitte darüber hinweg.

  • Man sieht es kommen

Prunkstück ist die revolutionäre Geschichte, daher ist Langeweile eher selten, doch ist die Vorhersehbarkeit des Ablaufs – nicht zuletzt auch wegen der immer wieder gleich ablaufenden Akte und Teile – ein herber Kritikpunkt. Denn: Jack nimmt seine Waffe nur in die Hand, wenn ein Raum mit Gegnern auf ihn wartet. Munition liegt bequem vor dem Eingang, oft auch drei bis vier Waffen, falls der Spieler gern variieren möchte. Gähn! Gekrönt wird die Monotonie durch das recht zickige Deckungssystem. Der Spieler benötigt viel Eingewöhnungszeit um die Kämpfe irgendwann in Ordnung zu finden. Dieses Gefühl kann aber auch erst dann aufkommen, wenn die besonderen Fähigkeiten von Jack allmählich beherrscht werden, um die Gegner zu ärgern. Erst dann stellt sich sowas wie Spaß beim Ballern ein.

  • Sie sind der Spieler und müssen Entscheidungen treffen

Bei der ganzen Action und den Gähn-Einlagen, vergisst man doch glatt, dass es sich bei Quantum Break um ein Rollenspiel handelt. In den jeweiligen Akten finden sich diverse Chrono-Quellen, die aufgesucht werden sollten, um die daraus resultierenden Talentpunkte für die Verbesserung von Fähigkeiten einzusetzen. Doch ob man diese Talentpunkte wirklich braucht. Hardcore-Gamer definitiv, die sich auf der schwersten Stufe durch das Raum-Zeit-Kontinuum kämpfen. Auf normalem Schwierigkeitsgrad ist es ein locker flockiger Run, wobei man Talentpunkte nur sammelt, um ggf. Erfolge freizuschalten. Frischer Wind bringt jedoch jede Entscheidung mit, die am Ende jedes Aktes durch den Spieler getroffen wird. Natürlich besitzt man nicht so viel Handlungsfreiraum wie bei Fallout 4 oder Mass Effect, doch haben auch Entscheidungen in Quantum Break Auswirkungen auf das weitere Spiel und die Filmsequenzen. Ein komplett neues Spiel wird es zwar aufgrund eurer Entscheidung nicht, aber sorgen die Entscheidungsmöglichkeiten dafür, dass man als Spieler gewählt ist, gern auch noch ein zweites oder drittes Mal das Game zu zocken. Somit ist ein Wiederspielwert gewährleistet.

Fazit: QUANTUM BREAK verfolgt neue Ansätze im Videospiel-Universum, verschläft aber dennoch die längst fällige Evolution. Der Mix aus Game und Serie ist mit Abstrichen ein Quantensprung, doch sind die spielerischen Elemente zu schlicht umgesetzt worden. Chrono-Quellen und Talentpunkte, die eigentlich kaum benötigt werden, Waffen und Munition die vor jedem Akt und Teil am Eingang eines so sehnlichst erhofften Kampfes auf dich warten und ewiges Durchstöbern von Mitarbeiter-Mails, um die Abgründe von „Monarch Solutions“ aufzudecken, machen aus Quantum Break nur noch einen etwas über Durchschnitt bewegenden Titel, der seine eigenen gut platzierten Ansätze nicht nutzt. Immerhin ist das Spiel mit Raum und Zeit, sowie die Atmosphäre, samt der Integration von Hochglanz-Serien-Sequenzen, der Leuchtturm in der aufbrausenden See. Nette Zugabe von Microsoft ist der kostenlose Download der Vollversion von Alan Wake samt der Inhalte „The Signal“ und „The Writer“. Wenn ich Sterne vergeben würde, dann würde Quantum Break von mir 3 von 5 Sternen bekommen.

Plattform: XBOX ONE | PC (nur Windows 10)

USK ab 16 (blau)Genre:                    Action-Adventure, 3rd-Person-Shooter
Entwickler:               Remedy
Publisher:                Microsoft       
Veröffentlichung:         5. April 2016

(Quelle: Xbox)

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Ein Kommentar

  1. Na ja, die Verbindung von Game und Filmsequenzen ist jetzt nicht so neu, ich denke da jetzt an wirklich alle Sachen wie Wing Commander 3 und 4, wo das Prinzip deutlich besser umgesetzt war. Aber ich suchte Quantum Break auch gerade. Die Zeitfähigkeiten könnten gerne etwas mehr Bedeutung haben und die Spielzeit etwas umfangreicher, alles in allen finde ich es aber sehr geil.

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