The Stranger (2014)

THE STRANGER | Misstrauen ist die Mutter der Vernunft

In THE STRANGER kehrt ein mysteriöser Fremde namens Martin in ein kleines Küstenstädtchen ein und entfacht mit seiner Anwesenheit eine grausame Kette furchtbarer Gewalt – dabei will er eigentlich nur helfen oder?

The Stranger (2014)

© Tiberius Film

Inhalt

Ein mysteriöser Mann kommt auf der Suche nach seiner Frau in eine kanadische Kleinstadt mit dem Ziel, ihr Leben zu beenden. Daran führt kein Weg vorbei, denn sie leidet an einer gefährlichen und hochansteckenden Krankheit. Der Fremde stellt sich als Martin (Cristóbal Tapia Montt) vor und erfährt, dass seine Liebste Ana (Lorenza Izzo) bereits vor langer Zeit verstorben ist. Vor Ort findet er im Graffiti-Künstler Peter (Nicolás Durán) jemanden, der eine Verbindung zu seiner Ehefrau hatte und ihm bei seinen Nachforschungen helfen kann. Bei einem brutalen Zusammenstoß lernt er außerdem Caleb (Ariel Levy), den Sohn eines korrupten Polizisten aus der Stadt kennen. Erst einmal kommt er bei einer lokalen Familie unter, doch was Martin nicht ahnt: Er selbst ist auch infiziert und sein Blut löst eine schreckliche Epidemie aus…

Kritik

Eli Roth hat es wieder getan: nach dem Clown uns das Fürchten gelehrt hat, bringt uns das scheinbar so dramatisch-seichte THE STRANGER wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Doch wer glaubt sich einem öden Mystery-Thriller zu befinden, erhält nach und nach mehr Eindrücke eines weitaus tiefgründigeren Films. Man benötigt zunächst einige Minuten (kleiner Spoiler!) um zu verstehen, dass es sich im Großen und Ganzen um Vampire handelt. Doch hat man den Wissensrückstand schnell aufgeholt, so entfaltet der Film seine inhaltliche und geheimnisvolle Wirkung. Wir kennen Vampir-Filme eher in Action- oder wirklich weitreichender Horror-Form. The Stranger präsentiert sich als wirklich ungewöhnlicher Streifen, der den klassischen Mythos in einem völlig neuen Blickwinkel betrachtet. Es ist zwar gewöhnungsbedürftig und auch ich brauchte einige Zeit, die wahre Intention zu verstehen, aber ist die Erleuchtung wirklich genial. Mein Geist ist schon etwas versaut durch den Mainstream. Regisseur Guillermo Amoedo entfernt sich mit The Stranger von der Tradition und verteilt die Rollen von Gut und böse neu. Er rückt den Menschen in den Focus des Gewaltausübers und degradiert den Vampir zum Opfer. Auch wenn mit Eli Roth als Produzenten auf dem Kinoplakat geworben wird – die blutige Handschrift des polarisierenden Foltermeisters sucht man in diesem Film vergebens – das war auch schon bei Clown der Fall. Lediglich handelt es sich wie üblich um einen Marketing-Clou. Dies tut aber dem Film keinen Abbruch!

Fazit: Eine frische Brise im sonst so monotonen Vampir-Film. Eine gelungene Interpretation mit steiler Spannungskurve und guten Darstellern.

FSK 18 (rot)Originaltitel:           El extranjero
Produktionsland/-jahr:   CL 2014
Laufzeit:                93 min
Genre:                   Horror, Drama

Regie:                   Guillermo Amoedo
Drehbuch:                Guillermo Amoedo
Kamera:                  Chechu Graf

Kinostart:               -
Home Entertainment:      4. Mai 2016

Verleih:                 Tiberius Film

(Quelle: Tiberius Film)

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