Ghostbusters_Game

GHOSTBUSTERS | Eine geistlose Verarbeitung der Lizenz

Ein Sturm der Endrüstung: ein neuer Ghostbusters-Film mit Frauen sorgte bei der hiesigen Fangemeinde für entsetzen. Alle sprachen über den wahrscheinlich großen Fehlgriff, die die Macher mit dieser Neuauflage auf die Menschheit losließen. Dies sorgte aber dafür, dass das Begleitspiel GHOSTBUSTERS absolut keiner auf dem Schirm hatte und sich im Schatten des Films zum Release kämpfte. Wäre es mal im Schatten geblieben.

Inhalt

Die Geschichte spielt nach den Geschehnissen des neuen Films. Geisterjäger-Neulinge sollen im Hauptquartier die Stellung halten, während die mittlerweile berühmten Ghostbusters im ganzen Land medienwirksam Poltergeister jagen. Doch als übersinnliche Phänomene plötzlich ganz New York City überschwemmen, muss die neue Truppe ihre Protonenrucksäcke schultern, um die trickreichen Geister zurück ins Jenseits zu befördern!

Test

Ich gebe jedem Film, Serie oder Videospiel eine Chance, schließlich steckt viel Arbeit dahinter. Aber was ich mit GHOSTBUSTERS die letzten Tage durchgemacht habe, geht auf keine Kuhhaut. Begräbt man so einen Kult? Was haben sich die Entwickler von FireForge dabei bloß gedacht? Ist dies das Ende einer Ära? Dabei fing es recht vielversprechend an.

Mit dem Start des Spiels kommt durch den einsetzenden Ghostbusters-Hit von Ray Parker Jr. sowas wie Nostalgie und Euphorie auf. Da störte mich auch das sehr simple gehaltene Startmenü nicht, doch nach einigen Klicken begann der Albtraum. Als Spieler ist man mittendrin, wird gleich mal ordentlich zu getextet und erkennt: Was sind denn das für gesichtslose Charaktere!? Viel schlimmer als die Charaktere ist es aber die grottige Synchronisation. Das komplementiert den überaus schlechten Gesamteindruck. Warum nicht die alten Charaktere? Warum nicht die Mädels aus dem neuen Ghostbusters-Film? Warum nicht die Serienhelden aus The Real Ghostbusters? Irgendwas mit deutlich mehr Bezug zu den kultigen Filmen.

Aber das Drama nimmt kein Ende. Die Inszenierung und Geschichte ist einfach gruselig. Völlig ohne Sinn und Verstand, darf der Spieler einen von vier Charakteren durch unterschiedliche Schauplätze steuern, die in Sachen Leveldesign von den Entwicklern nicht gerade gesegnet wurden. Die Steuerung findet a la Twinstick statt als 3rd-Person-Shooter in Comic-Optik. So weit, so gut – aber die untragbare „Geschichte“ tut schlichtweg weh. Zu dem nerven unzählige Ruckler, dabei ist die Performance ohnehin nicht gerade die beste, da sahen teilweise Ghostbusters – The Video Game oder Ghostbusters – Sanctum of Slime radikal besser aus.

Wenn man Ghostbusters irgendwas Gutes abgewinnen kann, dann ist es die kooperative Geisterjagd für bis zu vier Spieler. Das ist wahrlich kein Highlight, bessert aber den Gesamteindruck ein wenig. Unter dem Strich ist dieses Spiel für fast 50 Euro eine Frechheit und schürt weiterhin das negative Lager.

Fazit: Entweder ganz oder gar nicht – hier wäre es besser gewesen die brotlose Lizenzauswertung gar nicht erst begangen zu haben und nur den Film in den Kampf zu schicken. Mit Müh und Not taugt das Spiel im Mehrspieler-Modus was, aber ansonsten der reinste Grusel.

Plattform: PS4 | XBOX ONE | PC

USK ab 12 (grün)Genre:                    Arcade-Action
Entwickler:               FireForge
Publisher:                Activison    
Veröffentlichung:         15. Juni 2016

(Quelle: Activision)

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