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FRONTIER(S) | Kennst du deine Schmerzgrenze?

Auf der Flucht vor der Polizei versteckt sich in Xavier Gens‘ FRONTIER(S) eine Gruppe französischer Kleinkrimineller in einem abgelegenen Gasthaus an der belgischen Grenze. Dort erwartet sie die Hölle auf Erden: Die degenerierten Besitzer brauchen dringend Frischfleisch für ihre Nazi-Speisekammer…

Frontier(s)

© Tiberius Film

Inhalt

In Paris randaliert die wütende Bevölkerung auf den Straßen. Grund dafür ist der Ausgang der Präsidentschaftswahlen. Eine fünfköpfige Bande Heranwachsender nutzt die Gunst der Stunde für einen ertragreichen Coup. Nach ihrer Flucht aus der französischen Hauptstadt wollen sich die Kleinkriminellen in einer Pension vor der Grenze wieder treffen. Eine fatale Entscheidung. Denn der greise Herbergsvater (Jean-Pierre Jorris) ist ein Weltkriegsveteran, der die Niederlage der Deutschen immer noch nicht verkraftet hat. Mit seiner kannibalischen Sippe versucht er, eine neue Herrenrasse zu züchten. Langsam lässt er die männlichen Gäste zu Tode quälen, während die schwangere Yasmina (Karina Testa) auserkoren wird, ihr ungeborenes Kind für die neue Rasse herzugeben…

Kritik

FRONTIER(S) serviert uns Regisseur Xavier Gens buchstäblich kaltblütiges Menschenfleisch, dass brutal mariniert wird mit Schockmomenten und nicht ganz magenfreundlichen Gemetzel. Kern der Geschichte ist eine Gruppe von fünf Halbstarken, die sich nach einem gelungen Überfall ins benachbarte Belgien absetzen wollen, doch bei ihrer Flucht quasi direkt in ein Buffet von alteingesessen Nazis steuern. Somit werden sie zwangsläufig zum Snack und zur Basis einer neuen „reinen“ Rasse missbraucht. Männer werden aussortiert, Frauen als willenlose Gebärmaschinen gefangen gehalten. Die dabei erzeugte Atmosphäre ist wirklich sehr dicht und auch die verarbeitete Geschichte interessant umgesetzt. Größtes Manko ist die Einführung der Protagonisten, dass nur loses Beiwerk ist. Notwendig war es nicht. Man hätte wesentlich kompakter den Hintergrund und die Charaktere vorstellen können. Weitere Bauchschmerzen bereitet uns die geschnittene Version. Die Schnitte sind ziemlich unglücklich und zerstören im Film das, was eigentlich das Hauptaugenmerk ist: Brutalität. Ich bin kein sonderlich großer Fan der Reglementierung seitens der FSK, die heutzutage deutlich humaner an die Zensur herangehen und viele Filme eine Chance bekommen. Frontier(s) ist ein Film, da tun die Schnitte sehr weh. Da sie nahezu sämtliches Verkaufspotential wegrationalisieren. Wenn man schon schneidet, dann hätte man durchaus einen eleganteren Weg finden müssen oder man hätte auch eine neue Prüfung bei der FSK in Erwägung ziehen können. Somit gehen wesentliche Aspekte flöten. Dennoch vermag der Film einen mitzureißen und mit vielen unsagbar grausamen Momenten zu schockieren. Augen zu und durch heißt es dann für viele Zuschauer.

Fazit: Vom langatmigen Beginn mal abgesehen, handelt es sich bei Frontier(s) um einen überdurchschnittlich guten Horrorfilm mit vielen interessanten Ideen, die man allerdings hier und da noch etwas mehr hätte ausbauen können. Allerdings macht schon allein die schauspielerische Leistung von Karina Testa und Maud Forget vieles wett.

FSK 18 (rot)Originaltitel:           Frontière(s)
Produktionsland/-jahr:   FR/CH 2007
Laufzeit:                108 min (geschnitten), 113 min (ungeschnitten)
Genre:                   Horror, Thriller

Regie:                   Xavier Gens
Drehbuch:                Xavier Gens
Kamera:                  Laurent Barès 

Kinostart:               -
Home Entertainment:      24. Oktober 2008

Verleih:                 Tiberius Film

(Quelle: 7even3hreeTv)

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