Cabin Fever

CABIN FEVER | Es wird dich fressen!

Party, Pot und Poppen – So zumindest haben sich die fünf Collegefreunde ihr Wochenende in einer entlegene Blockhütte vorgestellt. Aber in der Wildnis lauert der fleischfressende Tod: CABIN FEVER von Torture Porn-Meister Eli Roth geht buchstäblich unter die Haut.

Cabin Fever - Cover

© Tiberius Film

Inhalt

Die fünf Freunde Paul (Rider Strong), Karen (Jordan Ladd), Bert (James DeBello), Marcy (Cerina Vincent) und Jeff (Joey Kern) haben soeben ihren College-Abschluss hinter sich gebracht und verbringen nun ihren Urlaub auf einer Berghütte. Plötzlich taucht ein Jäger auf. Die Fünf merken, dass mit diesem etwas nicht stimmt. Er ist von einem Virus befallen, durch den sich der menschliche Körper auflöst. Voller Panik stoßen sie ihn ins Lagerfeuer, doch es gelingt ihm, sich bis zum Fluss zu schleppen. Seine Leiche verseucht die komplette Wasserversorgung…

Kritik

Wenn man im Horrorgenre unterwegs ist, führt dabei kein Weg an Eli Roth vorbei. Mit seinem Schaffen hat er maßgeblich dazu beigetragen, dass der Horrorfilm eine härtere Gangart fährt. Er ist der Begründer eines noch recht jungen Subgenres: dem Torture Porn. Das bis an die Schmerzgrenzen des Geschmacks ausgedehnte auflösen der Körperdarstellung ist das Markenzeichen und Roth hat es nicht nur erfunden, sondern von Projekt zu Projekt verfeinert. Mit CABIN FEVER hat er bereits dafür den Grundstein gelegt. Dabei ist dieser Film zu Beginn alles andere als ansehnlich. Recht harmlos lernen wie die Gruppe aus Halbstarken kennen, die im Wald einfach nur Party machen wollen. Doch sie sind zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort, denn ein todbringendes Virus greift in den Wäldern um sich. Dabei schreckt Roth nicht davor zurück, sämtliche Klischees aus der Kiste zu holen und in diese Old School-Geschichte zu stopfen: Wahnsinnige Hinterwäldler, durchgeknallte eintönige Charaktere, literweise Blut und absolut sinnfreie Dialoge. Viel darf man von Cabin Fever nicht erwarten, aber dennoch bekommt man einiges geboten. Der Film wird zwiespältig aufgefasst, polarisiert, langweilt, aber unterhält auch. Für Leute, die mit Horrorfilmen aufgewachsen sind, erzeugt Roth mit Cabin Fever nostalgischen Flair. Darin liegt auch der größte Pluspunkt verborgen. Der Inhalt kann es nicht sein, der eigentlich nur besteht, weil man sonst die schönen blutigen Szenen nicht ordnungsgemäß servieren kann. Ansonsten muss man dieser keine Beachtung schenken. Auf Platz 2 folgen die diversen Schockmomente, die uns das Blut in den Adern gefrieren lassen. Bronze geht an die soliden Gore-Effekte und den teils dumpfen Humor. Wenn es was wirklich negatives an Cabin Fever auszusetzen gibt, dann ist es definitiv der ungebremste Griff in die Klischee-Kiste, der dem Zuschauer weiteres fürchten lehrt.

Fazit: Kultig-blutiges Nostalgie-Spektakel ohne Sinn und Verstand, aber dafür mit einer ordentlichen Portion Schocker und Gore.

FSK 18 (rot)Originaltitel:           Cabin Fever
Produktionsland/-jahr:   US 2002
Laufzeit:                93 min
Genre:                   Horror

Regie:                   Eli Roth
Drehbuch:                Eli Roth, Randy Pearlstein
Kamera:                  Scott Kevan

Kinostart:               29. Juli 2004
Home Entertainment:      9. März 2005

Verleih:                 Tiberius Film

(Quelle: Tiberius Film)

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