Inside Horror 2

[DoDo] INSIDE HORROR | Was steckt hinter dem Phänomen Horror?

INSIDE HORROR ist eine Reise in eine dunkle und faszinierende Welt, in der die größten Horror-Ikonen der Vergangenheit und Gegenwart persönlich zu Wort kommen. 

Inside Horror

© Tiberius Film

Inhalt

Was macht ihn so faszinierend? Horror-Fan und Journalist Tal Zimmermann macht sich auf die Suche nach der Anziehungskraft, die Horror auf so viele Menschen ausstrahlt. Er untersucht die wahren Hintergründe der weltweiten Horror-Fangemeinde, um zu verstehen, warum es uns so gefällt, uns zu ängstigen. Horror ist ein weltweites Phänomen, obwohl auch viele Horror-Fans missverstanden werden. Warum? Die erschreckenden, schlimmen Bilder in den Nachrichten verstören ihn ebenso wie den Nicht-Horror-Fan – während er aber gleichzeitig nach blutigen und gewaltsamen Bildern in Filmen, Comics und Spielen sucht. Wir begleiten Tal Zimmermann auf seiner Reise in eine dunkle und faszinierende Welt, auf der er die größten Horror-Ikonen persönlich zum Gespräch trifft.

Kritik

Jedes Genre hat seine Fans, doch kein anderes Genre wie das des Horrors wirft so viele Fragen auf. Dokumentationen haben seit jeher versucht Antworten zu finden, warum wir uns eigentlich so gerne dem Grusel aussetzen? Dabei sind diese zum Teil illustren filmischen Ausführungen eher ein Querschnitt durch diverse Horrorfilme, eine Antwort geben sie nie wirklich. Mit INSIDE HORROR gehen die Filmemacher Nicolas Kleiman und Rob Lindsay einen Schritt weiter und beziehen nicht nur Filme und Filmemacher mit ein, sondern beleuchten auch zum ersten Mal psychologische Aspekte. Schließlich muss es einen Grund in uns geben, warum wir uns freiwillig der fiktiven Gefahr aussetzen: ist es eine Mutprobe von Halbstarken oder pure Schadenfreude, dass es im Gegensatz zum zerstückelten Opfer, uns zum Glück gut geht? Tal Zimmermann steht im Mittelpunkt dieser Dokumentation, ein Paradebeispiel eines unerschütterlichen Horrorfans. Er begibt sich auf eine Reise rund um den Globus, um auch kulturelle Einflüsse zu berücksichtigen. Dabei stößt er auf ein wesentliches Motiv, was nahezu jeden Horrorfilm betrifft: der Tod. Schrecken ist relativ, doch der Ursprung des Grauens ist es nicht. Bis in die antike Mythologie, sogar noch weiter zu unseren Vorfahren, die ihre Erlebnisse auf einer Höhlenwand verewigten, reicht der Horror. Wir verarbeiten auf diese Weise schreckliche Erlebnisse, denn die Medien sind voll von realen Schrecken. Direkt vor unserer Tür lauert mittlerweile der Tod. Inside Horror bietet einen spannenden Einblick und liefert weitere Interpretationsansätze um sich vielleicht eine eigene Antwort auf die Frage „Warum gruseln wir uns so gerne?“ zu finden. In den rund 80 Minuten werden viele Themen jedoch nur oberflächlich behandelt, manche Stellen werfen sogar zusätzlich weitere Fragen in den Raum. Dies ist aber nur ein kleiner Wermutstropfen, denn die gut recherchierte Doku bietet Konsumenten des Horrors genügend Stoff um sich eine eigene Meinung zu dieser umfangreichen Thematik zu bilden.

Fazit: In 80 Minuten legen Kleiman und Lindsay ein ordentliches Tempo vor, wobei vielleicht wenig mehr gewesen wäre. Schön sind die Momente, wo Ikonen des Genres zu Wort kommen und als Macher hinter dem Schrecken interessante Einblicke in die mögliche Psyche eine Zuschauers bieten, der sich dem Wahnsinn freiwillig aussetzt.

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           Inside Horror
Produktionsland/-jahr:   CA 2014
Laufzeit:                81 min
Genre:                   Dokumentation

Regie:                   Nicolas Kleiman, Rob Lindsay
Drehbuch:                Rob Lindsay
Kamera:                  Rob Lindsay

Kinostart:               -
Home Entertainment:      6. Oktober 2016

Verleih:                 Tiberius Film

(Quelle: Tiberius Film)

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