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BACKTRACK – TOTE VERGESSEN NICHT | Halluzinationen und Traumata, die uns an der Nase herumführen

Regisseur und Drehbuchautor Michael Petroni machte sich bereits mit seinem Erstlingswerk The Rite – Das Ritual einen Namen und erschafft mit BACKTRACK einen vielschichtigen Genre-Film, der an The Sixth Sense und Wenn die Gondeln Trauer tragen erinnert. Verlust, Schuld und Erinnerungen bilden die zentralen Themen, die mit Nervenkitzel und unerwarteten Twists umgesetzt werden.

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© EuroVideo

Inhalt

Der Psychologe Peter Bower (Adrien Brody) versucht, sein Leben nach dem Unfalltod seiner Tochter wieder in die Spur zu lenken. Doch das ist nicht so einfach, auch seine Ehefrau hat Probleme: Sie leidet nach dem schrecklichen Verlust an Depressionen. Normalerweise ist Bower für die geistige Gesundheit anderer zuständig, doch als eines Tages ein Mädchen in seiner Praxis auftaucht, öffnet sich ein Tor zu seiner Vergangenheit. Die Begegnung hinterlässt ihre Spuren: Seither hat der Arzt Probleme, Fantasie und Realität voneinander zu unterscheiden – weshalb er selbst Hilfe sucht. So vertraut er sich dem Therapeuten Duncan Stewart (Sam Neill) an. Als er dann aber herausfindet, dass seine eigenen Patienten Geister sind, verliert er fast den Verstand. Bower begibt sich auf Spurensuche, denn die übernatürlichen Gestalten verbindet etwas. Sie scheinen alle vor genau 20 Jahren ums Leben gekommen zu sein. Welches Geheimnis umgibt sie und was hat er damit zu tun?

Kritik

Adrien Brody ist zweifellos ein eindrucksvoller Schauspieler. Wenn er nicht gerade in hoch budgetierten Blockbustern sich die Ehre gibt, verdient er auch mit scheinbaren B-Movies sein Geld – die wenigsten in den USA, Großbritannien oder wo auch immer ins Kino kommen dürfen. Nur Deutschland ist für manche Verleiher kein Pflaster, um auch „kleinere Produktionen“ Spielraum in unseren hiesigen Kinos zu geben. Da reichen nicht einmal Namen wie Adrien Brody oder Dino-Flüsterer Sam Neill aus. BACKTRACK gehört zu den unzähligen Filmen, die einfach unverständlich untergehen, denn der Film hat es wirklich in sich. Die Mischung aus klassischem Horror und stilvollen Thrill-Elementen funktioniert. Die dann noch eingebauten Twists sorgen schließlich für die endgültige Spannung. Brody beweist, warum er ein guter Schauspieler ist, denn er verkörpert die Rolle des gebeutelten Familienvaters grandios. Er gibt mit seiner Darbietung nicht einmal nur im Ansatz Grund zum Zweifeln, dass ein andere diese Rolle besser bekleidet hätte. Dann stellt man ihm noch einen ebenso erfahrenen und bekannten Darsteller wie Sam Neill an die Seite, der einfach ein charismatischer Mann ist, leider jedoch in letzter Zeit viel zu selten in größeren Produktionen zu sehen ist. Schauspielerisch hat er es noch immer drauf und ergänzt das eindringliche Spiel von Brody. Kernstück des Films ist eindeutig die Geschichte und der Hauptprotagonist. Das sorgt dafür, dass wir die nicht immer ganz so glücklichen Schockeffekte ignorieren. Leider sind diese ziemlich vorhersehbar und verfehlen nicht selten auch ihre gewünschte Wirkung. Aber alles Peanuts im Vergleich zu dieser spannungsgeladenen und mitreißenden Geschichte, die in manchmal an The Sixth Sense erinnert.

Fazit: Der Film macht in Anbetracht seines Umstandes nichts falsch und überzeugt mit viel Spannung und guten Darstellern. 

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           Backtrack
Produktionsland/-jahr:   AU/UK/AE 2015
Laufzeit:                90 min
Genre:                   Horror, Mystery, Drama

Regie:                   Michael Petroni
Drehbuch:                Michael Petroni
Kamera:                  Stefan Duscio

Kinostart:               -
Home Entertainment:      10. November 2016

Verleih:                 EuroVideo

(Quelle: EuroVideo Medien)

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