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THE GIRL WITH ALL THE GIFTS | Ein Zombiefilm, der sich nicht so anfühlt

Im britischen Horrorthriller THE GIRL WITH ALL THE GIFTS versucht eine Organisation durch Experimente mit infizierten Kindern eine Lösung für eine weltweite Zombie-Epidemie zu finden.

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© SquareOne Entertainment/Universum Film

Inhalt

In einer gar nicht so weit entfernten Zukunft sorgten Pilze dafür, dass fast alle Menschen zombieartige Wesen mit großem Verlangen nach Fleisch geworden sind. Die gefährlichen Kreaturen werden „Hungries“ genannt und die einzige Chance, sie zu heilen, besteht in ein paar Kindern. Deren Mütter wurden während der Schwangerschaft infiziert, der Nachwuchs aber wirkt noch vergleichsweise normal. Dr. Caldwell (Glenn Close) führt Experimente an den Kindern durch, Sergeant Parks (Paddy Considine) behält sie während des täglichen Schulunterrichts im Auge. Ein Kind unterscheidet sich deutlich von den Altersgenossen in der Militärbasis: Melanie (Sennia Nanua), sie ist intelligenter, will ständig lernen und hat viele Einfälle. Als Hungries die Basis überrennen, entkommt Melanie mit Dr. Caldwell, Sergeant Parks und ihrer Lieblingslehrerin Miss Helen Justineau (Gemma Arterton). Draußen warten Chaos und Zerstörung…

Kritik

Zombies sterben anscheinend nie aus, wie auch, wenn sie bereits tot sind. Doch es ist immer eine Sache in welchem Kontext die Untoten platziert werden. Seid Warm Bodies wissen wir, dass Zombies auch ein Herz oder so etwas wie Liebe empfinden können und dürfen. Doch warum diesen romantischen und komischen Einschub nicht in eine andere Richtung lenken. Sicherlich bewegt sich THE GIRL WITH ALL THE GIFTS im gewohnten Fahrwasser eines packenden Horrorthrillers, doch irgendwie macht es in meinem Kopf nicht Klick. Bei all den Zombies möchte ich nicht an einen Zombiefilm glauben, es ist wesentlich mehr im Spiel. Dass die Hoffnung der Menschheit diesmal auf den Schultern eines unscheinbaren Kindes liegt, ist doch was Neues. Auch die Rahmenbedingungen, abgesehen von den apokalyptischen Zuständen, sind irgendwie erfrischender. Auch das ein Pilz, der sich vornehmlich im Gehirn einnistet, für dieses ganze Chaos zuständig ist, lässt mich im Jubel ausbrechen: „Danke, mal kein Virus!“ Der gesamte Film präsentiert sich warmherzig und wird in der Tat – in meinen Augen – nur von zwei grandiosen Charaktere getragen: Gemma Arterton und Sennia Nanua. Diese zwischenmenschliche Beziehung bringt die notwendige Dramatik zum einen und die absolut notwendige Fallhöhe zum anderen mit. Der Fakt, dass dieses eine Mädchen anders ist und den Schlüssel auf eine Heilung inne hat, kann man als bekanntes Motiv sehen, aber wie damit umgegangen wird, lässt sich nicht schlecht reden. Aufgefüllt wird das Set mit eine griesgrämigen Glenn Close, einem hart aber herzlich auftretenden Paddy Considine und dem Nobody Fisayo Akinade, der nach diesem Film sicherlich kein Nobody mehr sein wird. Es wirkt im unwirklichen Wirrsal aus Hoffnung und Vernichtung entpuppt sich The Girl with All the Gifts als lang ersehnte Evolution im sonst so festgefahrenen Zombie-Alltag. 

Fazit: Ein liebreizender Schleier der Vernichtung legt sich über das Kino. The Girl with All the Gifts ist in meinen Augen die unausweichliche Revolution im Zombie-Bereich. Nur untot reicht nicht aus, es gehören auch Verstand und Herz dazu.

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           The Girl with All the Gifts
Produktionsland/-jahr:   UK/US 2016
Laufzeit:                111 min
Genre:                   Drama, Horror, Thriller

Regie:                   Colm McCarthy
Drehbuch:                Mike Carey
Kamera:                  Simon Dennis

Kinostart:               9. Februar 2017
Home Entertainment:      23. Juni 2017

Verleih:                 SquareOne Entertainment/Universum Film

(Quelle: SquareOne Entertainment)

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