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ARRIVAL | Wenn die Alien-Invasion zur Nebensache wird

Mit ARRIVAL schuf Denis Villeneuve einen atemberaubenden Sci-Fi-Thriller, der mit einer intelligenten, außergewöhnlichen Geschichte und der eindringlichen Darsteller-Leistung der mehrfach Oscar®-nominierten Schauspieler Amy Adams und Jeremy Renner besticht.

Arrival

© Sony Pictures Home Entertainment

Inhalt

Zwölf mysteriöse Raumschiffe landen zeitgleich in unterschiedlichen Regionen der Welt. Ihre Besatzung und deren Intention – ein Rätsel. Um globale Paranoia und einen potentiellen Krieg zu verhindern, soll ein Elite-Team um die Linguistin Louise Banks (Amy Adams) und den Mathematiker Ian Donnelly (Jeremy Renner) im Auftrag des Militärs Kontakt herstellen. Doch das unermüdliche Streben nach Antworten gerät bald zum Rennen gegen die Zeit – die eigene und die der gesamten Menschheit.

Kritik

Zu Abwechslung mal keine feindlichgesinnten Außerirdische, die uns auslöschen und unseren Planeten erobern wollen. Man keine Außerirdischen, die mit Pauken und Trompeten den Weltuntergang einläuten. Mal keine Außerirdischen von denen wir etwas lernen, sondern andersrum. Da reist ein Volk von einem anderen Planeten auf unsere Erde, um den Dialog zu suchen und nach Hilfe zu fragen. Dieser Ansatz scheint aufgrund der Thematik „Wir kommen nicht in friedlicher Absicht“ im ersten Moment nicht funktionieren, weil wir eben anderes gewohnt sind. Aber wir verschwenden keine einzige Sekunde daran, darüber überhaupt nachzudenken. ARRIVAL beginnt schon völlig individuell und spannend. Wirkt wesentlich intelligenter als Independence Day oder Krieg der Welten. Das ganze Konstrukt ist erheblich vielversprechender als der sonst so typische Invasionsfilm. Denis Villeneuve verfolgt, basierend auf der Kurzgeschichte „Story of Your Life“, eine interessanten Gedanken. Wirft untypische Fragen in den Raum und ist bis zum Ende auch bemüht diese adäquat zu beantworten. Von der Spannung lebt der Film. Man weiß eigentlich nie so wirklich, warum die Außerirdischen hier sind oder in welcher Absicht sie gekommen sind. Dass ist die Aufgabe von Amy Adams gespielten Charakter. Eine Linguistin, die mehr über die Sprache und Kommunikation mit den Außerirdischen in Erfahrung bringen soll. Sie passt, wie die Faust aufs Augen, in dieser so wichtigen Rolle. Sie ist der eigentliche Mittelpunkt der Geschichte. Über sie laufen alle bedeutenden Handlungsstränge. Doch völlig allein muss sie die Bürde in Arrival nicht tragen. Jeremy Renner oder Forest Whitaker helfen tatkräftig mit. Ich hätte mich auch nicht gewundert, wenn an Stelle von Forest, Samuel L. Jackson um die Ecke kommt. Der hätte sicherlich auch gepasst. Bis zu den letzten Minuten erleben wir eine nervenzerreißende Wechselwirkung. Was passiert als nächstes??? Kaum auszuhalten, die Spannung und die dichte Atmosphäre. Dann ist es endlich soweit, die Auflösung kommt und Ernüchterung setzt ein. Ich predige zu gern „Ein Film steht oder fällt mit seinem Ende“ und Arrival wurde fast 100 Minuten mit inspirierenden Seiten von Eric Heisserer regelrecht verwöhnt. Aber was auch immer bei den letzten Drehbuchseiten passiert ist, weiß sicherlich nur er. Man sollte seine Erwartungen mit dem einsetztenden Ende korrigieren. Viele Fragen bleiben unbeantwortet, wichtige Fragen bleiben unbeantwortet. Das zerstört den Gesamteindruck, schmälert aber die Absicht – dank einer überzeugenden Amy Adams.

Fazit: Löbliche Umsetzung einer Invasion, die keine ist. Auf einem anderen Level hebt Denis Villeneuve seine Akteure auf beiden Seiten und vertauscht dabei die Rollen. Zwei Parteien, die Hilfesuchenden und die Hilfeanbietenden, pushen sich zu einem unausweichlichen Ende voller Spannung, die schmerzlich wie eine Seifenblase zerplatzt. Das Potential, was zu 90 Prozent ausgeschöpft wurde, ist gut in Szene gesetzt worden. Aber 10 Prozent, 10 schmerzliche Prozent, tun am Ende massiv weh. Schade!

FSK ab 12 (grün)Originaltitel:           Arrival
Produktionsland/-jahr:   US 2016
Laufzeit:                116 min
Genre:                   Drama, Mystery, Sci-Fi

Regie:                   Denis Villeneuve
Drehbuch:                Eric Heisserer, Ted Chiang (Novel)
Kamera:                  Bradford Young

Kinostart:               24. November 2016
Home Entertainment:      24. März 2017

Verleih:                 Sony Pictures Home Entertainment

(Quelle: SonyPicturesGermany

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