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THE BYE BYE MAN | Schema F – für ein unerfahrenes Publikum – das funktioniert

Der BYE BYE MAN – eine finstere Gestalt im schwarzen Mantel, eine Mischung aus „Schwarzer Mann“ und „Sensenmann“, die jeden heimsucht und tötet, der ihren Namen sagt oder ihn auch nur denkt. Alles nur Schauergeschichten oder doch ein Funken Wahrheit?

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© Paramount Pictures

Inhalt

Die College-Studenten Elliot (Douglas Smith), John (Lucien Laviscount) und Sasha (Cressida Bonas) ziehen in ein altes Haus abseits des Campus und stoßen dabei auf die Ursprünge einer ebenso alten wie unheilvollen Geschichte: Dort soll das pure Böse hausen, das die Einheimischen hier nur den „Bye Bye Man“ (Doug Jones) nennen – der Menschen dazu zwingt, grausame Dinge zu tun. Fortan hat die Gruppe nur noch ein Ziel: Das eigene Überleben sichern. Der Schlüssel zur Umgehung des Fluches liegt in der Vermeidung jedweden Gedankens an das düstere Wesen. Nie darf an ihn gedacht, nie sein Name ausgesprochen werden. Doch das erweist sich als gar nicht so leicht, denn wie soll man vermeiden, an etwas zu denken, von dem man weiß, dass man daran nicht denken darf? Die Studenten müssen einen Weg finden, sich von der Kreatur zu befreien, während Detective Shaw (Carrie-Anne Moss) Ermittlungen wegen der mysteriösen Todesfälle beginnt, die sich in ihrem Revier häufen…

Kritik

Mut zur Lücke ist THE BYE BYE MAN nicht. Neue Wege werden nicht beschritten, sie tauchen nicht einmal auf der Karte zum gelobten Land auf. Das gelobte Land versteht sich hier als Paradies, fernab des horrormäßigen Einheitsbrei. Die Sehgewohnheiten haben sich im Laufe der Jahrzehnte verändert. Es bedarf von Film zu Film, der aus diesem Genre des Horrors gar Thrillers stammt, mehr Neues. Es giert uns nach Tod, Blut und neuen Pfaden der Unerklärlichkeit. Wir wollen in erster Linie unterhalten werden, doch insgeheim befriedigen wir nur unsere Sucht. Horrorfilme machen süchtig. Sie schaffen eine Abhängigkeit. Nicht ohne Grund sitzt der Großteil der Zuschauer mit Händen vor dem Gesicht im Kino oder vor der Röhre und wiederholt diesen Akt der Grausamkeit immer und immer wieder. Eine Fall der sagenumwobenen Angstlust. Die richtigen Zutaten im Topf, ein Völlegefühl im Bauch. The Bye Bye Man besitzt die Zutaten, ein solches Gefühl zu erzeugen, jedoch bedient man sich nicht vollends daran. The Bye Bye Man ist ein etwas unkonventioneller Horrorthriller, der für ein wenig Schrecken sorgt, von der Idee her ganz ordentlich ist und einem unerfahreneren Publikum einen wirklich guten Plot serviert. Regelmäßige Konsumenten des gepflegten Horrors werden nicht schreiend rausrennen oder lästernd darüber herziehen, aber sie werden sich sicherlich nicht hundertprozentig angesprochen fühlen. Dann wirkt die Inszenierung doch eher wie aufgewärmter Kaffee. Diejenigen, die sich nur gelegentlichen dem Vergnügen hingeben, werden weitaus mehr Freunde mit The Bye Bye Man haben. Eine solide Kost, für die man gerne ein Auge zudrückt. In Anbetracht des doch recht überschwemmten Markt an Genrevertretern, ist dieser Film kein Totalausfall.

Fazit: Lebt eher von der Subtilität als von den Jumpscares. Kurzweiliger Spaß in der oberen Tabellenhälfte.

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           The Bye Bye Man
Produktionsland/-jahr:   US 2017
Laufzeit:                96 min
Genre:                   Horror, Thriller

Regie:                   Stacy Title
Drehbuch:                Jonathan Penner
Kamera:                  James Kniest

Kinostart:               20. April 2017
Home Entertainment:      -

Verleih:                 Paramount Pictures

(Quelle: ParamountPicturesGER)

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