Prey

PREY | Ein Überlebenskampf für alle Sinne

PREY ist das mit Spannung erwartete Sci-Fi-Actionspiel in First-Person-Perspektive von Arkane Studios – den Köpfen hinter der preisgekrönten Dishonored-Reihe.

Zum Spiel

Sie erwachen an Bord der Raumstation Talos I und finden sich in der Rolle des Hauptprobanden eines Experiments wieder, das die Menschheit für immer verändern soll – aber etwas ist fürchterlich schiefgegangen. Die Talos I wurde von Aliens überrannt und nur Sie können die Typhon aufhalten, die drohen, die Menschheit zu vernichten. Als Morgan Yu stehen Ihnen im Kampf gegen den Alien-Befall nur die Werkzeuge zur Verfügung, die Sie auf der Station finden, sowie Ihr Verstand, Ihre Waffen und bewusstseinsverändernden Fähigkeiten. Es liegt also nun an Ihnen, die Geheimnisse der Talos I zu enthüllen und die Welt vor den Typhon zu beschützen.

Test

„Beten“ ist das richtige Stichwort, denn ein kleiner Spruch gen Himmel ist in Anbetracht des drohenden Albtraums sicher nicht verkehrt. Zunächst wirkt alles gehoben und normal auf der gewaltigen Raumstation, doch der Anschein trübt. Die Zeiten geraten durcheinander und man befindet sich in einer alternativen Realität wieder – in der man überleben muss, sonst war’s das mit der Menschheit.

Talos 1, die Raumstation des Übels, ist ein beeindruckende Konstruktion. Sie besteht aus 13 mehrstöckigen und weitläufigen Ebenen. Wohnquartiere, Kino, Hallenbad und sogar ein erstklassiger Blick durch eine Kuppe auf Sonne, Mond und Erde wirken erstmal wenig angsteinflößend. Es liegt auch erstmal in der Hand des Spielers, wie man dieses Areal erkundet. Auch wie man seine Neuromods einsetzt, ist einem völlig frei überlassen. Man kann neue Fähigkeiten in den Bereichen „Wissenschaftler“, „Ingenieur“ oder „Sicherheit“ gehen und freischalten. Danach ergeben sich neue Möglichkeiten im Spiel. Türen öffnen sich oder verschlossene Luftschächte können entsperrt werden – alles eine Sache der richtigen Fähigkeit.

Im weiteren Verlauf des Spiels eignet sich unsere Hauptfigur auch Alien-Fähigkeiten an. PSI-Angriffe, kinetische Explosionen oder die Fähigkeit, sich in jedes beliebige Objekt zu verwandeln. Ich habe den Test gemacht und mein Glück als Klorolle versucht. Dadurch kann man auch zuvor unzugängliche Bereiche erkunden.

Man muss mit Köpfchen an die Verhinderung der Auslöschung der Menschheit rangehen. Wer glaubt a la John Rambo die Alien-Horden aus dem Weg zu räumen, wird schnell auf den Boden der Tatsachen zurück katapultiert. Unser Freund Morgan Yu ist ein Wissenschaftler und kein Terminator. Zudem sind die Aliens nicht zu unterschätzen. Eine direkte Konfrontation lässt auch das Equipment nicht zu. Immerhin findet man im Spiel recht früh sein erstes Werkzeug. Die Gloo-Kanone, die große Batzen einer schnell aushärtenden Masse verschießt, wird schnell zum Freund und Helfer. Damit können Gegner verlangsamt werden – oder man geht den Weg des Architekten und baut gar eine Treppe zu einem Rohr an der Decke, um die Aliens auf diesem Weg zu umgehen.

Und man wird lieber zum Treppenbauer, denn die Aliens sind ein ordentliches Kaliber. Bereits die kleinsten von ihnen, die Mimics, sind richtig heimtückische Arschlöscher. Mit ihrer Schnelligkeit oder die Fähigkeit Objekte zu imitieren, bringen sie den Spieler schnell an den Rand der Verzweiflung. Sie greifen aus dem Nichts an! Hinterlistig ohne Vorwarnung, da hat man als Morgan Yu keine andere Wahl als paranoid zu werden. Das ist auch die größte Stärke von PREY. Mit jeden Schritt der gegangen wird, mit jedem Blick hinter die Ecke, sieht man sich unmittelbar mit einer Bedrohung auseinandergesetzt. Ein Blick ins Inventar oder auf den Balken, der unserer Lebensenergie visualisiert (Danke dafür, ich starre die ganze Zeit drauf) können weiter Zündstoff für einen Angstzustand bieten. Jede Konfrontation, die nun folgen könnte, könnte auch unsere letzte sein. Wie soll man auch überleben, wenn man kaum Munition oder Lebensenergie besitzt???

Hinzu kommt ein beeindruckendes Sounddesign, das im Zusammenspiel mit Leveldesign, Lichteffekte und Musik eine beklemmende Atmosphäre schafft. Jeder Schritt, der uns zum Überleben näherbringt, passiert unter enormer Anspannung. Ruhige Nächte sind dann passé!

Fazit: Ein Fest für Freunde des intelligenten Überlebenskampfes. Bahn frei ist nicht, sondern Köpfchen ist gefragt. Prey erfüllt in allen Belangen die Voraussetzungen zu einem der besten Spiele 2017 zu werden.

Plattform: PS4 | XBOX ONE | PC

USK ab 16 (blau)Genre:                    Sci-Fi-Shooter
Entwickler:               Arkaden Studios
Publisher:                Bethesda Softwares   
Veröffentlichung:         5. Mai 2017

(Quelle: BethesdaSoftworksDE)

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