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MASTERMINDS | 17 Millionen Dollar für ein Halleluja

Mit MASTERMINDS inszeniert Regisseur Jared Hess eine hochkarätig besetzte und urkomische Gangster-Komödie. Beruhend auf wahren Begebenheiten, befasst sich der Film mit dem „Loomis Fargo“-Raub von 1997, bei dem Täter über 17 Millionen Dollar erbeuteten.

Masterminds

© Universum Film

Inhalt

North Carolina, 1997: Einer der größten Bargelddiebstähle Amerikas. Die geschätzte Beute: 17 Millionen Dollar. Und: „Die Behörden haben keinen Hinweis auf die Identität dieser kriminellen Superhirne.“ Einer dieser vermeintlichen Superhirne ist David Ghantt (Zach Galifianakis), Geldtransporterfahrer, unglücklich verheiratet und gelangweilt von seinem Job. Höhepunkt des Tages sind die Flirts mit Kollegin Kelly (Kristen Wiig). Als diese ihn in ihren Plan einweiht, die Transporter auszurauben, lässt er sich die Chance auf Reichtum und eine rosige Zukunft nicht entgehen: Gemeinsam mit Möchtegern-Gangstern rund um Steve (Owen Wilson) wollen sie den größten Bankraub Amerikas begehen. Nach geglücktem Diebstahl geht der Ärger aber erst richtig los…

Kritik

Lasst mich den Einstieg metaphorisch zusammenfassen: Statt im gewöhnlichen Postfach mit einer gewissen Priorität zu landen, versank MASTERMINDS im Spam Ordner und wurde schließlich nach wenigen Tagen gelöscht. Somit erblickten viele Weltbürger niemals diesen wunderbaren Kinomoment, in der sich eine Riege an Superstars vereinten und einen legendären Raub von 1997 auf humorvolle Weise interpretierten. Masterminds hätte eine solches Schicksal nicht verdient gehabt, doch bestimmte ein Streit zwischen Schauspieler und Produktionsfirma die Zeit nach der Fertigstellung des Films. Wieder eine Filmperle, die unter nicht nachvollziehbaren Gründen nur auf DVD beziehungsweise Blu-ray landete. Damit bleibt der Film nicht unter Verschluss und können ein komödiantisches Dreamteam erleben, dass einem Hannover oder Kill the Boss in Nichts nachsteht. Das Geflecht aus wirklich unseriösen, aber liebevollen Erscheinungen lässt beinah vergessen, was für einen kriminellen Geniestreich die Helden des Films hingelegt haben. Die Gags sind herrlich platziert und bekommen eben durch Zach Galifianakis eine Theatralik aus Dummheit und Einstein serviert, die es wirklich in sich hat. Auch so ist es erstaunlich so namenhafte Darsteller in ihren Rollen so verpuffen zu lassen. Diese Verfilmungen eines Coup gehört auf die Leinwand. So bleibt nur der Fernseher zu Hause, doch auch da macht er eine gute, aufmunternde Figur. Ein Geheimtipp, der in einem Blockbuster schlummert.

Fazit: Das treudoofe Ensemble und die humorvolle Krimi-Analogie erinnern an einem verrückten Mix aus Tarantino und Ocean’s Eleven. Wären doch beide Parteien auf einen gemeinsamen Nenner gekommen, denn der Streit hat einen Blockbuster vernichtet, der mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt hätte.

FSK ab 12 (grün)Originaltitel:           Masterminds
Produktionsland/-jahr:   US 2016
Laufzeit:                95 min
Genre:                   Action, Komödie, Krimi

Regie:                   Jared Hess
Drehbuch:                Chris Bowman, Hubbel Palmer, Emily Spivey
Kamera:                  Erik Wilson 

Kinostart:               -
Home Entertainment:      18. August 2017

Verleih:                 Universum Film

(Quelle: Universum Film)

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