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THE DEATH OF STALIN | Kreml-Chaos und Kollaps

Messerscharf, bitterböse und vor allem wahnsinnig witzig: THE DEATH OF STALIN. Im Schatten des sterbenden Stalins formiert sich eine illustre Runde von Gefolgsleuten, die seinen Platz gerne einnehmen möchten.

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© Concorde Filmverleih

Inhalt

Im März 1953 steht die Sowjetunion vor einem alles verändernden Ereignis, da Josef Stalin (Adrian McLoughlin) nach einem Schlaganfall im Sterben liegt. Sobald Stalins Tod eingetreten ist, wird seine Position als Generalsekretär der UdSSR frei und noch während der Diktator mit dem Tod ringt, bringen sich hinter den Kulissen seine Gefolgsleute als mögliche Nachfolger in Stellung, darunter Nikita Chruschtschow (Steve Buscemi), der Sekretär des Zentralkomitees der KPdSU, Geheimdienstchef Lawrenti Beria (Simon Russell Beale), Stalins Stellvertreter Georgi Malenkow (Jeffrey Tambor) und Außenminister Wjatscheslaw Molotow (Michael Palin). Schnell versinkt das Regime und die gesamte Sowjetunion in einem unüberschaubaren Chaos, weil sich die Politiker um die Parteispitze balgen und sich auch noch Stalins Kinder Swetlana (Andrea Riseborough) und Wassili (Rupert Friend) einmischen…

Kritik

Der sowjetische Machthaber liegt im Sterben und die Geier kreise bereits über ihn. Der Posten des Generalsekretärs der UdSSR ist frei und seine Gefolgsleute wittern die große Chance. Somit entwickelt sich ein chaotischer Run um den besten Platz im Lande. Die etwas frei von wahren Geschehnissen inszenierte Geschichte bietet viel Raum zum Amüsieren. Wenn Macht auf Chaos und Intrigen auf Comedy treffen, ist die Grundlage einer kurzweiligen Unterhaltung geschaffen. Die Pfeile des Erfolges bilden letztlich das stimmige Ensemble. Jeder Charakter bietet an sich extreme Schauwerte, wenn sie ihren Marotten nachgehen und diese gezielt in der Zentrale der Macht ins Spiel bringen. Hier bietet sich ein wunderbarer Vergleich zur deutschen Komödie Vorwärts immer an. Es bleibt eine Satire mit schrägen Dialogen und einer ordentlichen Prise schwarzem Humor – das im britischen Akzent Stalins gipfelt. Sieht man das große Ganze, so wirkt THE DEATH OF STALIN wie ein gut einstudiertes Theaterstück. Obwohl es um viel geht, bleibt die Inszenierung ruhig und fernab von Hektik, was allen Akteuren gut tut und zuletzt auch der Handlung. The Death of Stalin ist kurioserweise gerade in Zeiten gestörßter diplomatischer Beziehungen zu Russland, ein Beitrag zur Völkerverständigung. Sympathisch, praktisch und nimmt sich selbst nicht zu ernst. Ein Appell, gelassen zu bleiben.

Fazit: Absurd, bitterböse und verrückt, ja. Aber auch erfrischend, komisch und unterhaltsam. The Death of Stalin karikiert einige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg einen Machtkampf zu Zeiten Chruschtschow. Wenn zwielichtige Gestalten den Thron besteigen wollen und dafür über Leichen gehen. Dass das nicht immer politisch korrekt abläuft, ist der Trumpf von Armando Iannucci. 

FSK ab 12 (grün)Originaltitel:           The Death of Stalin
Produktionsland/-jahr:   UK/FR 2017
Laufzeit:                106 min
Genre:                   Komödie

Regie:                   Armando Iannucci
Drehbuch:                Armando Iannucci, David Schneider, Ian Martin
Kamera:                  Zac Nicholson 

Kinostart:               29. März 2018
Home Entertainment:      -

Verleih:                 Concorde Filmverleih

(Quelle: Concorde Movie Lounge)

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