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[DoDo] HUMAN FLOW | Schönheit und Schrecken so nah beieinander

Rund um die Welt sind derzeit mehr als 65 Millionen Menschen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, um vor Hunger, Klimawandel und Krieg zu fliehen. HUMAN FLOW ist  eine epische filmische Reise des international renommierten Künstlers Ai Weiwei, in der er dieser gewaltigen Völkerwanderung ein bildgewaltiges und eindrucksvolles Gesicht gibt.

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© NFP marketing & distribution*

Inhalt

Dokumentation des chinesischen Künstlers und Aktivisten Ai Weiwei über die Flüchtlingskrise. Dafür drehte Ai mit einem Dutzend verschiedener Kameramänner und zahlreichen Filmcrews in 23 Ländern und zeigt das Elend der Flüchtlinge so in all seinen Formen und Ausmaßen. Vom Irak, wo momentan etwa vier Millionen Menschen auf der Flucht sind, führt die Reise etwa auf die griechische Insel Lesbos, wo viele afrikanische Flüchtlinge untergebracht sind, oder nach Bangladesch, wohin knapp 250.000 Angehörige der muslimischen Minderheit Rohingya aus Myanmar geflüchtet sind. Dabei tritt Ai auch immer wieder selbst in Erscheinung, er hilft den Menschen, die er trifft, redet mit ihnen oder spielt mit Kindern. Doch auch auf die Ursachen der Flucht geht der Künstler ein, genauso wie auf die Folgen, zu denen neben Leid, Ausbeutung und Entwurzelung auch Radikalisierung gehört.

Kritik

23 Länder, unzählige Schicksale, ein Film – HUMAN FLOW ist der schonungslose Blick auf die Krise, die die Welt verändert. Menschen verfolgt, zur Flucht in andere Länder gezwungen. Lassen ihre Heimat zurück, um in der Ungewissheit ihr Glück zu finden. Diese Reise wird von Ai  Weiwei und seinem Team begleitet. Sein neuestes Werk scheut sich nicht, Schönheit und Schrecken in einem Bild abzulichten. Der Aufruf zu Empathie und humanitärer Hilfe ist stetig präsent, wird durch Leitbilder der Flüchtlinge und ihre Geschichten verstärkt und entlädt sich in einem moralischen Fingerzeig. Doch bei dem cineastischen Umfang von Human Flow verliert sich Ai Weiwei zu sehr im Bild und lässt die gesellschaftspolitische Einordnung sowie den roten Faden zu stark unter den Tisch fallen. Doch der Filmemacher bewies dennoch Mut. In herzzerreißenden Sequenzen skizziert Ai Weiwei einen umfassenden Kinofilm zur anhaltenden Migrationspolitik und die dazugehörigen Probleme – authentisch, ehrlich und sehr nah am Menschen.

Fazit: Ein umfassendes Porträt mit viel Leid und dem Quäntchen Hoffnung auf Besserung.

FSK ab 6 (gelb)Originaltitel:           Human Flow
Produktionsland/-jahr:   DE/US/CN/PS 2017
Laufzeit:                140 min
Genre:                   Dokumentation

Regie:                   Ai Weiwei
Drehbuch:                Chin-Chin Yap, Tim Finch, Boris Cheshirkov
Musik:                   Karsten Fundal 

Kinostart:               16. November 2017
Home Entertainment:      10. April 2018

Verleih:                 NFP marketing & distribution

(Quelle: NFP marketing & distribution*)

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