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ISLE OF DOGS – ATARIS REISE | Die Hunde von Trash Island

ISLE OF DOGS – ATARIS REISE erzählt die Geschichte von Atari Kobayashi, dem 12-jährigen Pflegesohn des korrupten Bürgermeisters Kobayashi, der sich auf eine abenteuerliche Reise begibt und dabei tatkräftige Unterstützung von fünf Alphahunden erhält.

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© Twentieth Century Fox of Germany

Inhalt

In naher Zukunft ist die Hundepopulation in Japan explodiert. Als dann auch noch die sogenannte Hundegrippe ausbricht und die Menschen um ihre Gesundheit fürchten, werden alle Hunde aus Megasaki City verbannt und auf die abgelegene Insel Trash Island verfrachtet, die nur aus Müll besteht. Das gefällt den Vierbeinern Boss (Stimme: Bill Murray), Chief (Bryan Cranston), Rex (Edward Norton), Duke (Jeff Goldblum) und King (Bob Balaban) gar nicht. Sie sind stolze Alphahunde und sollen jetzt Müll fressen? Also schließen sie einen Pakt und machen sich auf die Suche nach besserem Futter. Als jedoch der zwölfjährige Atari Kobayashi (Koyu Rankin) mit einem gekaperten Flugzeug auf der Insel landet und verzweifelt sein Haustier Spots sucht, beschließt die Alphahunde-Einheit, ihre Mission zu ändern und dem Jungen bei der Suche zu helfen.

Kritik

Es ist optisch und inhaltlich ein besonderer Film. ISLE OF DOGS – ATARIS REISE ist Wes Andersons zweiter Animationsfilm und der erste überhaupt, der die weltberühmte und renommierte „Berlinale“ eröffnen durfte. Angesiedelt in einem dystopischen Japan der Zukunft, werden Hunde – der bis dato beste Freund des Menschen – verstoßen, verbannt auf eine Müllhalde, um zwischen stinkenden Bergen sein traurige Dasein zu fristen. Anderson wählte für seine Geschichte die Stop-Motion-Technik, die dem Film einen besonderen Charme verleiht und sogar als angenehm empfunden werden kann. Dabei konzentriert sich der Regisseur nicht nur auf künstlerische Aspekte, sondern stellt auch vielschichtige politische Bezüge her. So werden einerseits Wegwerfgesellschaft und Intoleranz, aber auch Japan mit seiner Kunst entsprechend gewürdigt. Der Film ergreift Partei für die Schwachen und appelliert damit an den Zuschauer sich ebenfalls stark zu machen. Skurril, das eine bizarre Hunderettung uns das vermitteln soll. Aber es funktioniert. So vereinen sich trotz vieler tragischer Elemente, auch viel Humor. Hinzu gesellen sich viele namenhafte Schauspieler, die den Hunden endgültig die Dynamik eines Blockbusters verleihen, obwohl viel Ruhe am Platze ist und Hektik trotz abenteuerlichen Reise, für mich kaum spürbar war. Daher ergibt sich in Isle of Dogs auch viel Schönheit zwischen meterhohen Müllbergen. Großes Kino in einer kleinen Welt auf Trash Island.

Fazit: Ein futuristisches Märchen, dass uns auf aktuelle Probleme aufmerksam macht. Wes Anderson wählte ein unfassbares Volumen an aussagekräftigen Bildern und fünf charakterstarke Hunde, um ein Stück Filmgeschichte zu schreiben.

FSK ab 6 (gelb)Originaltitel:           Isle of Dogs
Produktionsland/-jahr:   US/DE 2018
Laufzeit:                101 min
Genre:                   Komödie, Abenteuer, Animation

Regie:                   Wes Anderson
Drehbuch:                Wes Anderson
Kamera:                  Tristan Oliver

Kinostart:               10. Mai 2017
Home Entertainment:      -

Verleih:                 Twentieth Century Fox of Germany

(Quelle: FoxKino)

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Ein Kommentar

  1. Ich konnte den Film schon in Berlin sehen – und ich liebe ihn heiß und inniglich! Wenn man Wes Anderson mit einem Film erklären müsste, dann wäre es wohl mit „Isle of Dogs“.

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