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TULLY | Mutterglück und andere Sorgen

Marlo, verkörpert durch Oscar®Preisträgerin Charlize Theron, hat ihr drittes Kind bekommen und ist nach Schwangerschaft vollkommen erschöpft, der Alltag macht ihr zu schaffen und nachts kann sie kaum mehr schlafen. Mit anfänglicher Skepsis nimmt sie die Hilfe einer „Night nanny“ namens TULLY an.

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© DCM

Inhalt

Marlo (Charlize Theron), die mit ihrem Mann Drew (Ron Livingston) und den gemeinsamen Kindern in einem New Yorker Vorort wohnt, hat Familienstress: Zwar ist ihre achtjährige Tochter Sarah (Lia Frankland) pflegeleicht, Sohn Jonah (Asher Miles Fallica) aber zeigt Anzeichen von Autismus und das jüngste Kind im Trio ist ein Baby, das entsprechend viel Aufmerksamkeit benötigt. Marlo braucht dringend Ruhe! Den Vorschlag ihres arroganten Bruders Craig (Mark Duplass), eine Night Nanny anzuheuern, schießt sie zunächst in den Wind – bis die Verzweiflung dermaßen gewachsen ist, dass sie doch eine Hilfe engagiert: Tully (Mackenzie Davis). Von nun an kommt die junge Frau immer spätabends, übernimmt die Baby-Schicht und lässt die Mutter schlafen, sofern sie nicht stillen muss. Tully kann endlich wieder Energie schöpfen…

Kritik

Ein Film ohne Handlung, dafür mit einer Momentaufnahme. Gezeigt wird eine Situation aus dem Leben von Marlo, die nach ihrem dritten Kind total am Ende ist: Ausgelaugt, antriebslos, müde. Schonungslos offenbart Jason Reitman, wie das Leben als Dreifachmama so ist – zermürbend. Es ist die Wahrheit einer (fröhlichen) Krise, die fast jede Frau einmal im Leben durchmachen muss. Ja, dieses verdammte Mutterglück. Doch gleichsam zeigt TULLY, dass man selbst als gestandene Mama von drei Kindern nicht automatisch in Routine verfällt und das nicht alles leicht von der Hand geht. Im Gegenteil. Mit drei Kindern tanzt man auf mehreren Hochzeiten und so bedient sie sich einer Dienstleistung, die von heute auf morgen ihr Leben verändern wird. Mit dem Einsatz der „Night Nanny“ Mackenzie Davis verändert sich alles. Verständnis, Humor und Charme ziehen ein und machen aus den 95 Minuten intensiver Muttergefühle und Überforderung einen unvergleichliches Filmerlebnis. Dabei dichtet Diablo Cody nichts hinzu, was da nicht hingehört. Durchgehend glaubwürdig und sensibel gespielt, ist Tully eben ein Porträt einer Mutter, wenig spektakulär, aber wahnsinnig unterhaltsam. Ein Film, der vielen Frauen aus der Seele sprechen wird.

Fazit: Arm an Erzählung, reich an Lebenserfahrung – Tully ist ein kurzweilliges Benutzerhandbuch vom Eltern sein und wie man als solche nicht verzweifelt, denn die Rettung ist nah.

FSK ab 12 (grün)Originaltitel:           Tully
Produktionsland/-jahr:   US 2018
Laufzeit:                95 min
Genre:                   Komödie

Regie:                   Jason Reitman
Drehbuch:                Diablo Cody
Kamera:                  Eric Steelberg 

Kinostart:               31. Mai 2018
Home Entertainment:      12. Oktober 2018

Verleih:                 DCM

(Quelle: DCM)

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