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HOTEL ARTEMIS | B-Movie-Trash in einer schwarzhumorigen Edel-Suite im 30. Stock mit Minibar

Mit HOTEL ARTEMIS liefert Regisseur und Drehbuchautor Drew Pearce (Iron Man 3) einen unvergleichlichen Mix aus Sci-Fi, Noir und Action, der für adrenalingeladene Unterhaltung sorgt.

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© Concorde Filmverleih

Inhalt

Im Los Angeles des Jahres 2028 versinken die Straßen der Stadt im Chaos eines außer Kontrolle geratenen Bürgeraufstands: Für Waikiki (Sterling K. Brown) und seine Kumpanen die perfekte Gelegenheit eine Bank zu überfallen. Als ihr Raubzug vom Kugelhagel der Polizei unterbrochen wird, bleibt der schwerverletzten Gang nur ein Ort, an den sie sich retten kann: Hotel Artemis – ein längst zum Mythos erklärtes, geheimes Krankenhaus für Schwerverbrecher. Unter der Obhut der Schwester (Jodie Foster) und ihrem Assistenten (Dave Bautista) glaubt sich Waikiki zunächst sicher. Doch der wahre Ärger beginnt, als plötzlich weitere Outlaws im Hotel einchecken…

Kritik

Was für ein abgedrehtes Spektakel ist mir da vor die Augen gelaufen. In einer nahen Zukunft ist das HOTEL ARTEMIS ein Zufluchtsort für Verbrecher aller Art. Sie können hier rasten, rosten oder geheilt werden. Doch das Leben an diesem besonderen Ort unterliegt strikter Regeln. Ach ja, die guten, alten Regeln. Wenn sie nicht befolgt werden, knallt es. Und so kämpft Jodie Foster als Krankenschwester unermüdlich dafür, ihre kriminellen Gäste zu versorgen. Schließlich sollte in einer angespannten und gestressten Situation alles nach Plan laufen. Doch dass dieses Konstrukt sehr zerbrechlich ist, wird schnell und unübersichtlich deutlich. Nach und nach werden eskalierende Handlungsstränge etabliert. Das sieht schön aus, verfehlt aber sein Ziel, emotionale Bindungen zum Zuschauer zu schaffen. So reduziert sich der Schauplatz auf eine actiongeladene Unterhaltung mit einer langen Liste an Schauspielern von Rang und Namen. Oftmals ist ein ausgedehnter Cast mit Hochkarätern nicht immer eine Garantie für einen Kassenschlager, doch der Stil eines Film Noirs, gepaart mit brutalen John Wick-Zitaten. Dieser crazy Mix funktioniert unter dem Strich, doch all zu viel sollte man nicht voraussetzen. Drew Pearce hat bewusst einen trashigen B-Movie-Film kreiert, der das gewisse Etwas hat, aber am Ende das letzte Fünkchen Überzeugungskraft fehlt.

Fazit: Schöner Style, geile Darsteller, unbekannter Weg – Pearce hält den Zuschauer in seiner Sci-Fi-Action-Dystopie-Welt lange im Dunkeln und punktet damit. Einzig negativer Punkt in meinen Augen ist die überfrachtete Geschichte im Ganzen, denn bei der Fülle an Charakteren geht die persönliche Entwicklung und Bindung flöten. Mehr Focus auf starke Persönlichkeiten, ein ausgereifteres System in der finalen Umsetzung und ein Tick mehr Humor hätten dem Film noch besser gestanden. 

FSK ab 16 (blau)Originaltitel:           Hotel Artemis
Produktionsland/-jahr:   UK/US 2018
Laufzeit:                94 min
Genre:                   Action, Krimi, Thriller

Regie:                   Drew Pearce
Drehbuch:                Drew Pearce 
Kamera:                  Chung-hoon Chung

Kinostart:               26. Juli 2018
Home Entertainment:      -

Verleih:                 Concorde Filmverleih

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