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I FEEL PRETTY | Wer schön sein will, muss nicht immer leiden

In I FEEL PRETTY denkt sich Amy Schumer nach einem Unfall mit Kopfverletzung und legt fortan ein unnatürlich großes Selbstbewusstsein in Bezug auf ihre Attraktivität und ihre Begabung an den Tag.

© Concorde Home Entertainment

Inhalt

Renee (Amy Schumer) weiß sehr wohl wie es ist, gerade so knapper Durchschnitt in der Welt der Schönen zu sein. Doch ihr Selbstbild ändert sich buchstäblich schlagartig mit einem ungebremsten Sturz vom Fitnessrad: plötzlich sieht sie sich wunderschön, auch wenn ihre Umgebung das nicht genauso erkennt und der Kopf dazu noch ganz schön brummt. Mit ganz neuem Selbstvertrauen klettert sie unerwartet auf der Karriereleiter einer Kosmetikfirma nach oben und gewinnt endlich den Respekt der von ihr so bewunderten Chefin Avery LeClaire (Michelle Williams). Doch was passiert, wenn sich die anfängliche Wirkung verflüchtigt und die Realität wieder einsetzt?

Kritik

I FEEL PRETTY erinnert mich arg an Schwer verliebt! (2002). Wenngleich Jack Black in gewisser Weise eine Gehirnwäsche bekommt und schließlich die eigentlich korpulente Gwyneth Paltrow als schlanke Frau erkennt und sich Hals über Kopf in sie verliebt. Wenn der Kern der Geschichte anders erzählt wird, geht es im Groben viel um Wahrnehmung. Wie nehmen wir die Menschen um uns wahr? Ist eine mit mehr auf den Rippen automatisch dümmer, fauler und weniger attraktiv. Wir sehen nur das, was wir sehen wollen. Geprägt von Jahrzehnten der Modeindustrie und Werbung. Menschen in Perfektion, dabei ist die Welt alles ander als perfekt. Dort setzt auch die charismatische Komödie von Abby Kohn und Marc Silverstein an. Amy Schumer verkörpert die fülligere Frau, die sich bis zum Erbrechen zum Ideal trimmen will. Sie hat Komplexe und erhebliche Selbstzweifel. Doch buchstäblich auf einem Schlag verändert sich alles. Ein Sturz und fortan sieht sich Renee ganz anders. Doch die Außenwelt aber nicht und das weiß Renee nicht. Doch was sie nicht weiß, macht sie nicht heiß und so transformiert sie sich selbst in eine zielstrebige Frau. Einzig ihr Auftreten ist es, dass die Mitmenschen dazu bewegt, sie zu lieben. Sie wird nicht mehr auf ihre Körpermaße reduziert, sondern auf ihre Persönlichkeit und das ist die Lehre des Films. Selbstbewusst den Widrigkeiten des Lebens begegnen. Doch als ersten Schritt muss man sich selbst akzeptieren. Auch mit Kilo mehr auf den Hüften. Das schmälert null die erbrachte Leistung und die wahre Schönheit einer Person. Und da setzen Kohn und Silverstein wunderbar an. Auch wenn I Feel Pretty in meinen Augen ein lupenreiner Frauenfilm ist, kann er durchaus auch der Männerwelt die Augen öffnen – sofern man sich darauf einlässt. Ansonsten kann man sich vielen emotionalen, wie auch humorvollen Momenten hingeben und am Ende ist man schlauer und verblüfft, was ein Film alles verändern kann.

Fazit: Süßer und witziger Film, der nie das Wesentliche aus den Augen verliert. Amy Schumer spielt sympathisch auf und bringt sogar jedes Klischee erfolgreich an den Mann. 

FSK ab 0 (weiß)Originaltitel:           I Feel Pretty
Produktionsland/-jahr:   US/CN 2018
Laufzeit:                110 min
Genre:                   Komödie

Regie:                   Abby Kohn, Marc Silverstein
Geschichte:              Abby Kohn, Marc Silverstein
Kamera:                  Florian Ballhaus

Kinostart:               10. Mai 2018
Home Entertainment:      20. September 2018

Verleih:                 Concorde Home Entertainment

(Quelle: Concorde Movie Lounge)

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